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Landfrauenverein Grimmen pflanzte „Baum des Jahres“ anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums

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Die Grimmener Landfrauen und ihre Gäste mussten kräftig anpacken bei der Baumpflanz-Aktion im Stadtpark.

Quelle: Raik Mielke

Grimmen Der Landfrauenverein Grimmen e.V. ist in diesem Jahr ein Vierteljahrhundert alt. Ein schöner Anlass für den Kreisverein, in diesem Jahr einen Baum zu pflanzen.

Die Grimmener Landfrauen trafen sich deswegen am Sonnabend beim Spielplatz am Tierpark der Trebelstadt, um eine Winterlinde zu pflanzen. Vertreter von Stadt, Landkreis und Bauernverband ließen es sich nicht nehmen, persönlich mit anzupacken. Anna Wilde (44) ist beruflich im Kaschower Golfpark tätig und ehrenamtlich Vorsitzende des Landfrauenvereins Grimmen.

Seit wann sind Sie bei den Landfrauen und was hat sie dazu bewogen, sich dort ehrenamtlich einzubringen?

Anna Wilde: Ich selbst bin seit 1997 dabei. Ich hatte damals einen Weiterbildungskurs bei den Landfrauen besucht, das ist ein toller Verein mit vielen interessierten Frauen. Ich hatte sofort Lust, da mitzumachen. Was die Mitglieder als Gemeinschaft auf die Beine gestellt haben, hat mich fasziniert. Den Vorsitz habe ich aber erst seit fast zehn Jahren.

Wie viele Mitglieder hat der Grimmener Kreisverein?

Wilde: Zu Beginn waren es 16 Frauen, damals lief das noch über den Bauernverband. Inzwischen haben wir hier 70 Mitglieder. Wir sind offen für jede Frau aus dem ländlichen Raum, die Interesse an Land, Natur, Traditionen und dörflichem Leben hat. Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern hat mehr als 1000 Mitglieder in elf Kreisvereinen.

Wie oft treffen sich die Landfrauen?

Wilde: Wir treffen uns einmal pro Monat, und dann immer woanders. Wir nutzen bei den Zusammenkünften beispielsweise Dorfgemeinschaftshäuser oder auch Gaststätten. Wir hatten bislang noch keine Schwierigkeiten, irgendwo Räume zu bekommen. Inzwischen bekommen wir auch viele Angebote, Räume von verschiedenen Einrichtungen zu nutzen, vielen Dank dafür. Das alles bedeutet Organisation und Telefoniererei. Aber es macht Spaß!

Was passiert denn bei den Treffen der Landfrauen?

Wilde: Wir pflegen Traditionen und machen Weiterbildungen, aber nicht nur. Wir unternehmen auch mal Informationstouren wie zum Beispiel eine Bildungsreise nach Hessen. Das war Anfang Oktober.

Eine unserer Landfrauen stammt von dort. Wir haben zwei landwirtschaftliche Betriebe besichtigt. Solche Reisen verbinden wir auch gern mit Stadtrundgängen. Wir haben schon zweimal die Erntekrone für das Landes-Erntedankfest gebunden, 2013 und 2015, und hatten sogar schon Fernsehauftritte. Wir wurden beim Binden der Erntekrone gefilmt und kochten in der Sendung „Mein Nachmittag“ das Lieblingsgericht der Familie.

Aus welchen Berufen und aus welchen Orten kommen denn die Mitglieder des Vereins?

Wilde: Es sind Frauen aus dem gesamten Altkreis Nordvorpommern. Dabei sind einige Landwirtsfrauen, viele Hausfrauen, aber auch pensionierte Lehrerinnen, Menschen wie Sie und ich. Am stärksten vertreten sind Frauen aus den Gemeinden Glewitz und Süderholz. Auch zwei 'Frauen des Jahres' sind Mitglieder bei uns. Wir nehmen gern neue Interessenten auf. Sie sollten aber Zeit mitbringen und sich engagieren wollen. Der Mitgliedsbeitrag kostet derzeit 20 Euro pro Jahr. Von dem Geld werden unter anderem Dozenten bezahlt und Raum-Mieten, ein Teil geht an den Landesverband.

Viele denken, Landfrauen backen nur Kuchen und tauschen Rezepte aus...

Wilde: Das gehört dazu! Wir wollen Traditionen bewahren, dazu zählen auch alte Rezepte. Vor fünf Jahren haben wir ein Backbuch herausgegeben. Das ist komplett ausverkauft, und wir wollen es auch nicht wieder auflegen. Da machen wir lieber mal was Neues, zum Beispiel in Verbindung mit alten Sagen und Dorfgeschichten. Wir sammeln auch Märchen über die Region, vom Trebeltal bis zum Strelasund. Aus diesen Geschichten mit Fotos und Rezepten wird dann ein neues Kochbuch.

Zum 25-jährigen Bestehen haben die Landfrauen in Grimmen einen Baum gepflanzt. Warum in Grimmen und warum eine Linde?

Wilde: Unser Motto lautet 'Tief verwurzelt im Land', die Linde ist der Baum des Jahres und die Stadt Grimmen haben wir in unserem Namen. Am liebsten wollten wir den Baum ja am Wasserturm pflanzen, aber das war leider nicht möglich. Unsere Linde stammt aus einer vorpommerschen Baumschule, ist also hier gewachsen. Die Pflege übernehmen wir, zusammen mit der Stadt Grimmen.

Interview von Peter Franke

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