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Kämpfer sorgt für Rekord

Grimmen Kämpfer sorgt für Rekord

Großer Hahn überrascht mit Stimmgewalt. Das Tier der seltenen Rasse kräht innerhalb einer Stunde 101 Mal.

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Wehmeiers – Robert (9), Daniel (4), Anja und Stefan – zählen die Kräher. Ihr eigener Hahn, ein Cochin, landete im Mittelfeld.

Grimmen. Mit geschwellter Brust steht der Indische Kämpfer in seinem Käfig, reckt den Kopf nach oben und lässt ein kräftiges Kikeriki hören. 101 Mal wiederholt sich dies innerhalb von 60 Minuten. Damit ist das Tier von Ronny Jürgens (39) aus Kröslin, das in der Wertung der großen Hühner gestartet ist, der überraschende Sieger des diesjährigen Hähnekrähens im Kultur- und Ausstellungszentrum in Grimmen.

OZ-Bild

Großer Hahn überrascht mit Stimmgewalt. Das Tier der seltenen Rasse kräht innerhalb einer Stunde 101 Mal.

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Es ist kurz nach 10 Uhr am Sonntagvormittag. Für die Tiere eine eher ungewöhnliche Zeit, krähen sie doch eigentlich zum Wecken kurz nach Sonnenaufgang. Und dennoch sorgen die 57 Tiere für eine ohrenbetäubenden Geräuschkulisse. „Die Züchter haben da so ihren Trick“, erzählt Robin Kagels, Vorsitzender des Grimmener Rassegeflügelzuchtvereins. So lange wie möglich im Dunkeln lassen, lautet dieser. Und so holt auch Ronny Jürgens seine beide Tiere, neben dem Indischen Kämpfer hat er auch ein Seidenhuhn dabei, erst kurz vor Wettkampfbeginn aus der Transportbox.

Ungewöhnlich sei das viele Krähen seines Kämpfers nicht, erzählt der 39-Jährige, der den Wolgaster Rassegeflügelzüchtern angehört. Vor vier Jahren hat er sich dieser seltenen Rasse angenommen. „Weil sie vom Fleisch her sehr ergiebig ist“, begründet der Krösliner, der das erste Mal am Hähnekrähen des Rassegeflügelzuchtvereins „Trebeltal Grimmen 1877“ teilnimmt. Jedoch sei durch das Gewicht der Tiere eben auch die Zucht schwierig. „Mit ihrem Eigengewicht zerdrücken die Tiere oft die Eier“, erklärt Jürgens.

Während sein Indischer Kämpfer unentwegt sein unüberhörbares Kikeriki verlauten lässt, hält sich der Cochin der Familie Wehmeier zurück. Anja und Stefan Wehmeier und deren Söhne Robert (9) und Daniel (4) sind bereits Stammgäste beim Hähnekrähen. In diesem Jahr haben sie ein erst ein Jahr altes Tier ins Rennen geschickt. Während es der Hahn eher ruhiger angehen lässt, müssen sich Wehmeiers voll konzentrieren. Die Kräher sechs Zwerghühner gilt es zu zählen. Mit insgesamt 14 Hähnen verzeichnet diese Gruppe die kleinste Teilnehmerzahl. Den Pokal erkräht sich letztendlich der kleine Paduaner von Astrid Bahls vom gastgebenden Verein.

Spannend bis zum Schluss bleibt der Wettkampf um die Bratpfanne. „Die bekommt bekanntlich derjenige Züchter, dessen Hahn innerhalb der 60 Minuten nicht einmal gekräht hat“, erzählt Ronny Kagels. Acht Anwärter auf die Trophäe gibt es zehn Minuten vor Wettkampfende noch. Ein Urzwerg erbarmt sich schließlich doch noch, rettet seinen Züchter so vor der Blamage. „Eigentlich ist das die Kategorie, in der die Hähne am meisten krähen“, berichtet Kagels. Das Los entscheidet schließlich – Dieter Jürgens aus Vietlipp bekommt die Pfanne überreicht. Sein Hahn aber, der werde darin nicht landen, sagt er.

Zahlen, Fakten und Sieger

57 Hähne wurden gestern zum Wettkrähen im Kultur- und Ausstellungszentrum in Grimmen angemeldet.

Gewertet wurde in drei Kategorien.

Zwerghühner: 14 Teilnehmer

1. Astrid Bahls, 2. Eberhard Schröder, 3. Bernhard Husmann Urzwerge: 26 Teilnehmer

1. Uwe Alther, 2. und 3. Christoph Fechner Große Hühner: 17 Teilnehmer

1. Ronny Jürgens, 2. Astrid B ahls, 3. Ronny Jürgens 1409 Kräher waren innerhalb einer Stunde insgesamt zu hören.

Sieben Hähne krähten gar nicht. Über den Sieger der Bratpfanne entschied das Los für Dieter Jürgens.

Anja Krüger

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