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Kaiserlicher Besuch im Kinderdorf-Haus Rakow

Rakow Kaiserlicher Besuch im Kinderdorf-Haus Rakow

Vor seinem Konzert vor mehr als 5000 Fans überzeugte sich der Botschafter der Albert-Schweitzer Familienwerke davon, wie die Kinder in der „Stillen Post“ leben

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Die vier in der Stillen Post lebenden Kinder mit Hausvater Sebastian Berndt, Erzieherin Anika Hauschild und Roland Kaiser.

Quelle: Almut Jaekel

Rakow. Aufgeregt waren die vier Kinder, die im Kinderdorf-Haus „Stille Post“ in Rakow zu Hause sind, am Sonnabendnachmittag. Der Kaiser, Schlagersänger Roland Kaiser, hatte seinen Besuch angekündigt. Doch die Aufregung war wie weggeblasen, als Roland Kaiser überpünktlich da war: Er ging durch das alte Gebäude, das einst wirklich eine Post war, begutachtete Garten, Tiere und Kinderzimmer, als wenn er sonst nicht Tausende zu seinen Auftritten locken würde, sondern täglich als Botschafter der Albert-Schweitzer Kinderdörfer und Familienwerke unterwegs ist und sich vom sozialen Engagement der Mitarbeiter anstecken lässt. Alles mit einer Ruhe und ernstem Interesse an den Schicksalen der Kinder, die dort betreut werden. Und das, obwohl der mittlerweile 64-jährige Schlagerstar nur ein paar Stunden später mehr als 5000 Fans zweieinhalb Stunden lang beim Konzert in Stralsund in seinen Bann zog.

 

OZ-Bild

Roland Kaiser begutachtet die Radieschen im hauseigenen Garten.

Quelle: Tilo Wallrodt

„Ich finde dieses erst im Januar 2015 eröffnete Haus wundervoll“, sagte er nach seinem Rundgang. Sechs Kindern und Jugendlichen könne es ein Zuhause mit viel Platz, Garten und Haustieren bieten.

Momentan leben vier Kinder dort gemeinsam mit Hausvater Sebastian Berndt, der von Erzieherin Anika Hauschild unterstützt wird. „Diese Häuser sind eine wunderbare Sache für die Kinder, weil sie wie in einer normalen Familie aufwachsen können“, sagte Roland Kaiser. Beim Start ins Leben würden sie so gute Chancen bekommen – obwohl sie aufgrund unterschiedlicher Gründe benachteiligt sind und ganz egal, wo sie geboren wurden. „Es ist toll zu erleben, mit welchem Spaß und mit welcher Liebe die Hauseltern bei der Arbeit sind“, meinte er weiter.

Besonders gut findet der Schlagersänger, dass die Kinder in Rakow mit so viel Platz aufwachsen können. Es gibt einen Gemüsegarten und sie halten Tiere. „Für Kinder sind diese ländlichen Strukturen deutlich gesünder als ein Leben in der Großstadt", ist Roland Kaiser überzeugt.

Besonders gerührt war er, als einer der dort lebenden Jungen ihm sein persönliches Schicksal, das ihn schließlich bis nach Rakow geführt hat, anvertraute. Die Besuche der Kinderdorf-Häuser sind Termine, die er immer wieder gern wahrnehme. „Ich unterstütze diese Arbeit gern“, sagte er.

Roland Kaiser engagiert sich seit 2006 als Botschafter der Albert-Schweitzer-Familienwerke. Der Familienvater ist selbst in einer Pflegefamilie aufgewachsen.

Seit 1995 in MV präsent

Das Albert-Schweitzer Familienwerk MV ist ein gemeinnütziger und mildtätiger Verein mit Sitz in Wolgast.

Seit 1995 bietet er Hilfen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.

Das Familienwerk zeichnet sich durch seine speziellen und dezentralen Angebote aus. Es beschäftigt ausschließlich pädagogische Fachkräfte.

Kinderdorf-Häuser gibt es in Wolgast, Kröpelin und Rakow, außerdem Wohngruppen, Außenstellen in acht Orten und ein Projekt zur Einzelbetreuung.

Almut Jaekel

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