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Kaninchen und Tauben zum Anfassen und Bewundern

Stralsund Kaninchen und Tauben zum Anfassen und Bewundern

300 Besucher kamen zur Schau des Rassegeflügelzuchtvereins Ummanz und Kreisverbandes der Kaninchenzüchter in den ehemaligen Waaser Wirtschaftshof.

Stralsund. Ohne Gänse, Hühner und Enten war die Ummanzer Ortsschau des Rassegeflügelzuchtvereins schon etwas Besonderes und vor allem auffallend ruhig. Aufgrund der Vogelgrippe im vergangenen Jahr musste das Federvieh im Stall verbleiben (OZ berichtete). Allein die 100 Tauben sorgten dafür, dass die Geflügelschau ihrem Namen noch gerecht werden konnte. Zudem zeigten die Züchter bei der Kreisverbands-Kaninchenschau 62 Rammler und Häsinnen erst den Zuchtrichtern und am Wochenende der Öffentlichkeit.

Die war zahlreich zur Ausstellung auf Rügens Schwesterinsel gekommen. Unter den 300 Besuchern, die trotz Sturm und Regen nach Waase gekommen waren, gehörten die Stralsunder Christina und Chris Krampitz. Zur Freude von Sohn Lion durften die ausgestellten, flauschigen Vierbeiner nicht nur angesehen, sondern auch angefasst werden. Der Fünfjährige nahm vorsichtig ein Holländerkaninchen auf den Arm und streichelte es. Seine Eltern waren auf der Suche nach einem Rammler für ihre Zucht gewesen. „Im Alter von 15 Jahren habe ich Blaue Wiener gezüchtet und seit 18 Monaten habe ich zwei Riesen“, sagte Krampitz. Diese ließen sich zur Freude von Sohn Lion gern streicheln, berichtet der 27 Jahre alte Vater.

Ebenfalls als Besucher waren Dieter Lücking und seine Frau Christa nach Waase gekommen. Eigentlich züchtet das Ehepaar Hühner. „Aber wir konnten in diesem Jahr nicht an der Ausstellung teilnehmen“, bedauert Lücking. Die Bewertung der Tiere durch die Preisrichter sei für ihn sehr wichtig. Ebenfalls nur als Besucher kam der Ummanzer Klaus-Peter Pautsch zur Ausstellung in den ehemaligen Wirtschaftshof. „Ich hätte meine Welsumer Hühner gern präsentiert“, sagte er, doch durch die Vogelgrippe Ende 2014 sei es ihm nicht möglich gewesen, seine Tiere für die Rassegeflügelschau anzumelden.

Derzeit seien die Tiere in einem überdachten Auslauf untergebracht, erklärt Pautsch.

Für Züchter Rainer Thiel aus Waase war die Geflügelschau auch ohne lautes Krähen und Schnattern ein Erfolg. Denn der 71-Jährige bekam einen Ehrenpreis für seine Thüringer Flugtauben. 1958 begann Thiel mit der Zucht und seit 1979 ist er Mitglied des Bewertungskommittees.

Bei den Rassekaninchenzüchtern konnten sich Bodo und Thies Barmwater über eine Auszeichnung freuen. Ihre Kaninchen der Rasse Wiener wurden mit 96,5 Punkten bewertet. Eine Rügener Seltenheit stellte Cindy Waßnick vor. Die Dreschvitzerin züchtet Castor-Rexe. Die Tiere erinnerten mit Fellfarbe und -struktur an einen Maulwurf, meint Waßnick. Gerade habe eine der sechs Häsinnen Junge bekommen. „Die sollen im Herbst präsentiert werden.“ Ihren Lebensabend verbringen die Tiere bei Waßnick auf einer Wiese.

Ausgezeichnete Ergebnisse
96 Punkte und damit ein hervorragend erhielt Taubenzüchter Roland Fischer aus Buschvitz für seinen Altholländischen Tümmler. Er bekam den Landesverbandspreis.
96,5 Punkte erreichte der wildfarbene Graue Wiener von Bernd Hinzmann. Der Rassekaninchenzüchter aus Mursewiek bekam den Kreisverbandsehrenpreis.
Nächster Kirchentag 2017 in Greifswald geplant
Im Jahr 2017 soll voraussichtlich erneut ein Kirchentag in Vorpommern stattfinden. Dann wird wahrscheinlich die Stadt Greifswald wieder an der Reihe sein. Das wurde bei einer Veranstaltung am vergangenen Freitag in Stralsund bekannt.
Bei dem Empfang im Rathaus hatte der Chef der Steuerungsgruppe, Ökumenepastor Matthias Tuve, allen Beteiligten gedankt, die im September zum Erfolg des Kirchentages in Stralsund unter dem Motto „Frischer Wind in alten Mauern“ beigetragen hatten. Kreisdiakonie und Stadtcaritas hätten gezeigt, was die Dienste beider großen Kirchen auszurichten vermochten. „Und es war ein internationales Ereignis“, verweist der Stralsunder Thomas Nitz auf die bunte Teilnehmer-Schar. Denn die Gäste kamen aus Tansania, den Vereinigten Staaten, Brasilien, Estland, Polen, Südafrika, Großbritannien, Schweden, Litauen und Lettland. Beteiligt hatten sich neben den kirchlichen Gemeinden auch solche Einrichtungen wie die Marinetechnikschule, die Fachhochschule oder die Museen.
Bei der Dankeschön-Veranstaltung im Rathaus spielte die Gruppe „Seeside“ des Pommerschen Diakonievereines. Die fünf blinden Musiker antworteten auf die Frage „Wie erkläre ich Ihnen einen Regenbogen?“
mit einem Feuerwerk aus Musik.

 



Dieter Lindemann

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