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Grimmen Kapelle in Jager bald mit neuer Fassade
Vorpommern Grimmen Kapelle in Jager bald mit neuer Fassade
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00:00 15.09.2016
Die kleine Kapelle in Jager wird derzeit saniert. Fotos (4): Roswitha Pendzinsky

Im Inneren ist sie bereits ein kleines Schmuckstück, Ende September wird die kleine Kirchkapelle in Jager auch von außen in neuem Glanz erstrahlen. „Gottesdienste finden außer zu Feiertagen zwar eher unregelmäßig statt. Aber die Jagerschen hängen an ihrer Kapelle und fanden, das man was tun müsste“, erzählt Pastor Fred Burmeister.

Die letzte grundlegende Sanierung des historischen Gebäudes erfolgte 1988

Gottesdienste finden eher unregelmäßig statt. Aber die Jagerschen hängen an ihrer Kapelle.“Pastor Fred Burmeister

Aber vom „müsste machen“ bis zum „Tun“ war ein langer Weg. Dieser aber wurde von Olaf Petters, Hans-Hennig Bär und Jens-Uwe Plath sowie Pastor Burmeister im Vorfeld bei der Erstellung der Planungsarbeiten gemeinsam bestritten.

Die letzte grundlegende Sanierung erfolgte noch zu DDR-Zeiten, im Jahr 1988. „Die Kirche war im Inneren fast eingestürzt und äußerlich unansehnlich“, erinnert sich der Horster Pastor. „Die Sanierung war damals das Pilotprojekt für die Horster Kirche.“ Am 7. Oktober 1989 wurde der neue Glockenstuhl eingeweiht. Die Glocke war im Jahr 1789 in Stralsund von Gottlieb Metzger gegossen worden und war ursprünglich für das Horster Geläut bestimmt.

Nach all den Jahren war inzwischen der Putz in großen Teilen abgeplatzt, Wasserschäden hinterließen ein zunehmend unansehnliches Bild. Die Ausbesserungsarbeiten am Putz führten Peter Studier und René

Rosenfeld von der Firma „Neumann Putz + Stuck“ aus. In mehreren Schichten wurde der neue Putz aufgetragen. „Der Oberputz besteht aus drei Millimeter Muschelkalk“, erklärt Peter Studier. Während ihrer Arbeitszeit an der kleinen Kirche, die 1830 neu gebaut worden war und Nachfolge einer maroden Fachwerkkirche ist, beobachteten die Männer sogar einen Fuchs, der sich in drei Meter Entfernung fotografieren ließ. „Hier kommen auch ab und zu Radfahrer, die eine kleine Pause machen“, berichten die Handwerker. Denn die Kirche ist eine offene Kapelle, die zur Einkehr einladen soll.

Sabine Petters ist die Initiatorin der „offenen Kapelle“. Sie bietet verschiedene Angebote zur Stille oder zum Gebet und gestaltet den Innenraum mit eigenen wechselnden Kalligraphien. Jeden Mittwoch um 19.30 Uhr lädt sie zu „Zehn Minuten der Stille“ ein. Ein Blick in das Gästebuch verrät, das sich viele Menschen über das Kleinod in dem kleinen Dorf der Gemeinde Sundhagen freuen. Das derzeitige sommerliche Wetter ist auch für die beiden Maler vom Malerbetrieb Vahl aus Greifswald von Vorteil. Der historische Kalkanstrich besteht aus einem Voranstrich mit Schlemmzusatz. „Darauf wird der Endaufstrich mit der Schlemmbürste aufgetragen“, erklärt Maler Torsten Glawe.

Schon jetzt lässt sich erahnen, wie schön die kleine Kapelle in dem hellen, beigen Ton in der Sonne leuchten wird.

Der Abschluss der Sanierungsarbeiten wird mit einem Festgottesdienst am 16. Oktober um 16 Uhr gefeiert. Dazu wird auch die Pröbstin Helga Ruch erwartet. Die Sanierungsarbeiten kosten 23000 Euro und werden von Kirchenkreis, Staatlichem Amt für Landwirtschaft und Umwelt und der Kirchgemeinde getragen.

Roswitha Pendzinsky

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