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Kaschower Damm ab Donnerstag gesperrt

Grimmen Kaschower Damm ab Donnerstag gesperrt

Sechs Wochen werden die Arbeiten andauern / Anschließend ist die L 30 nach Bartmannshagen dicht

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Grimmen. Das Straßenbauamt macht Nägel mit Köpfen – die Ausfahrt Greifswalder Straße des Kaschower Damms in Grimmen wird endgültig eingeengt. Die entsprechenden Bauarbeiten beginnen morgen, informiert Manfred Borowy vom Straßenbauamt. Der Kaschower Damm, als Einbahnstraße nur von der Bundesstraße 194 aus befahrbar, werde bis zum 30. Juni für den Durchgangsverkehr voll gesperrt.

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Sechs Wochen werden die Arbeiten andauern / Anschließend ist die L 30 nach Bartmannshagen dicht

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Für Anwohner und ansässige Unternehmen wird während der Bauarbeiten die Einbahnstraßenregelung aufgehoben. Sie können über die B 194 den Kaschower Damm verlassen. „Die Ampelanlage wird für die Zeit der Bauarbeiten abgeschaltet und die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h heruntergesetzt“, informiert Grimmens Straßenmeistereichef Frank Denker auf Nachfrage. Er appelliert an die Verkehrsteilnehmer, aufgrund der für viele Kraftfahrer neuen Situation im Kreuzungsbereich besonders achtsam zu sein.

Rund 60000 Euro lässt sich das Land Mecklenburg-Vorpommern diese Baumaßnahme kosten, zu der auch die Erneuerung der Asphaltdecke gehört. Seit November 2015 ist dort die rechte Fahrspur zur Kreuzung Greifswalder Straße durch Warnbaken provisorisch gesperrt. Jetzt soll eine endgültige Fahrbahneinengung geschaffen werden. „Um den jetzt provisorisch abgetrennten Bereich wird ein Hochbord gesetzt, die Fläche aufgefüllt und gepflastert“, erklärt Denker. Die Unfallkommission, zu der unter anderem Mitarbeiter des Straßenbauamtes und Polizeibeamte gehören, legte den Kreuzungsbereich als Unfallschwerpunkt fest und begründete so die Einengung der Straße. Über 15 Unfälle hätten sich dort in den Jahren 2012 bis 2014 ereignet. „Glücklicherweise blieben sie ohne Personenschäden“, sagt Denker. Unachtsamkeit sei ursächlich für die Auffahrunfälle gewesen. Eine Lösung musste her. Ab Anfang November 2015 sperrten Mitarbeiter der Grimmener Straßenmeisterei deshalb die rechte Fahrspur mittels Leitbaken. „Von der Polizei wurden seitdem keine Unfälle an dieser Stelle mehr registriert“, informiert er. „Das Provisorium hat die Wirksamkeit also bestätigt und wird nun baulich umgesetzt“, erklärt auch Borowy.

Deshalb beschloss die Unfallkommission im vergangenen Jahr, die vorerst provisorische Sperrung der Spur durch eine endgültige Fahrbahneinengung zu ersetzen. „Allerdings gab es den Wunsch seitens der Stadt Grimmen und auch des Rettungsdienstes, die Kreuzung so zu gestalten, dass Rettungswagen den Kaschower Damm auch entgegengesetzt der vorgeschriebenen Fahrtrichtung passieren können“, berichtet Denker. Für diese sei das der kürzeste Weg beispielsweise zum Bartmannshagener Krankenhaus. Um diesem Wunsch gerecht zu werden, habe sich die Unfallkommission dazu entschieden, die letzten zehn Meter aus Richtung Bundesstraße 194 kommend auf eine Breite von 3,50 Meter lediglich durch Fahrbahnmarkierungen für Verkehrsteilnehmer zu sperren. „Damit Fahrzeuge ausweichen können, wenn ein Rettungswagen einbiegen will“, begründet Denker. Dies wurde in die Bauplanung eingearbeitet.

Dennoch sieht Thomas Krey (50), Leiter des DRK-Rettungsdienstes, diese Einengung kritisch. „Wertvolle Zeit geht verloren, wenn die Rettungswagen nicht mehr einbiegen können, weil sie warten müssen, bis die Fahrzeuge, die aus dem Kaschower Damm kommen, erst umständlich Platz machen müssen. Wir hoffen, dass es nicht so kommt, aber wir denken, es wird uns wertvolle Zeit kosten“, ist Krey überzeugt.

Noch mehr Sorgenfalten allerdings bereiten ihm die anschließenden Bauarbeiten an der Landesstraße 30 von Grimmen nach Willerswalde. Wie die Rettungswagen dann zum Bartmannshagener Krankenhaus kommen sollen, wisse noch niemand so richtig. „Die einzige Möglichkeit wird für uns über den Radweg sein“, meint Thomas Krey.

Anja Krüger

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