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Katzower Schmuckstück wiegt 3,2 Tonnen

Katzow Katzower Schmuckstück wiegt 3,2 Tonnen

Die Tanne wird in Greifswald am Montag weihnachtlich behängt / Markt öffnet am 25. November

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Fred Wegner musste in Greifswald noch einmal zur Motorsäge greifen, um den Stamm passig zu machen.

Katzow. Was für ein seltsames Bild: Just nachdem Fred Wegner den Stamm der wuchtigen Küstentanne im Vorgarten von Familie Braasch durchgesägt hat, kippt der Baum nicht um, sondern schwebt direkt ein paar Meter nach oben. In Katzow sind aber keine paranormalen Kräfte am Werk, sondern Mitarbeiter einer Kranfirma, die ihr schweres Gerät mit viel Geschick zu bedienen wissen. Der Baum baumelt am Haken, wird über den Gartenzaun gehoben und hängt nun neben dem Schwerlasttransporter. Jetzt ist Detailarbeit gefragt. Die etwa 3,2 Tonnen wiegende Tanne misst 18 Meter.

OZ-Bild

Die Tanne wird in Greifswald am Montag weihnachtlich behängt / Markt öffnet am 25. November

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„Ich fälle schon seit

vielen Jahren die Bäume

für den Greifswalder

Weihnachtsmarkt.

Das Team ist eingespielt.

Es ist wichtig, dass ich mich

auf alle verlassen kann.“ Fred Wegner, Baumfäller

Dieses stolze Stück Natur muss so auf dem Tieflader platziert und gesichert werden, dass sie heile in Greifswald auf dem Marktplatz ankommt.

„Nicht dass das ein Fehler im Holz ist und die Tanne beim Aufladen bricht“, sagt Wegner – aber nicht aus eigener Erfahrung. Seit vielen Jahren fällt der Greifswalder Berufsfeuerwehrmann schon die Bäume für den Weihnachtsmarkt in der Hansestadt. „Bisher ist immer alles gut gegangen. Wenn die Tanne kaputtginge, könnte man sie nur noch schreddern oder entsorgen.“

Ein Glücksfall für die Familie

Auch in diesem Jahr läuft alles, wie es soll. „Das Team ist eingespielt. Es ist wichtig, dass ich mich auf alle verlassen kann und keiner Faxen macht oder übermotiviert zu Werke geht“, meint Wegner.

Wenn der Kran den Baum beispielsweise zu ruckartig hochziehen würde, könnte die Spitze abreißen. Einmal lediglich bleibt die Motorsäge stecken. Mit einer zweiten schafft er Abhilfe. Nach zwei Minuten ist der dicke Stamm durchtrennt – der zweite an diesem Tag. Denn vor dem jetzigen Greifswalder Weihnachtsbaum stand noch ein weiteres Exemplar mit ähnlichen Ausmaßen. Nun liegt es im Garten und wartet darauf, kaminfertig zerkleinert zu werden.

„Das ist schon spannend für die Kinder“, sagt Ivonne Groß, stellvertretende Leiterin der Katzower Kita „Hummelhus“. Mit den Kleinen und den Kollegen steht sie – in sicherem Abstand – auf dem Grundstück nebenan und schaut zu. Rosemarie Stoltzenburg, die Oma der vierjährigen Lena, ist auch dabei. Sie erzählt davon, wie der Baum im Laufe der Jahre immer größer geworden ist. „Für die Familie ist es von Vorteil, dass er wegkommt.“

Und tatsächlich: Die Braaschs nennen es einen Glückfall. „Wir haben das Haus erst Anfang des Jahres gekauft und gleich den Gedanken gehabt, die Bäume fällen zu lassen. Die beiden Tannen haben das Haus verschattet und die Wurzeln die Auffahrt angehoben“, sagt Vater Daniel, der mit seiner Frau Anne und Töchterchen Lotte die Szenerie verfolgt. „Wir haben uns extra dafür frei genommen.“ Und seine Frau merkt an: „Für uns wäre das richtig Arbeit gewesen. Auf diese Weise werden die Bäume umsonst gefällt.“ Und nachdem sie den Innenbereich durchrenoviert haben, kann es nun mit dem Außenbereich losgehen.

Da die Eltern aus Greifswald stammen, freut es sie besonders, dass die Tanne nun im Zentrum der Hansestadt stehen wird. „Als Dankeschön bekommt die Familie auch einen Rundgang über den Markt mit Chips für die Karussells spendiert“, kündigt Marcus Müller vom städtischen Ordnungsamt an. Er persönlich hat die Tanne ausgesucht. „Es war die zweite, die ich mir angesehen habe. Schon auf den ersten Blick war klar, dass es schwer sein würde, eine noch bessere zu finden.“ Ihm sagten vor allem der gerade, regelmäßige Wuchs und die Höhe zu. Denn: „Zwei Meter tief kommt sie in die Hülse im Marktplatz.“

Stamm wird schmaler gesägt

Das Einsetzen auf dem Greifswalder Marktplatz klappt nach dem Transport am Nachmittag weitestgehend reibungslos. Dass Fred Wegner noch einmal die Motorsäge anschmeißen muss, war ihm schon vorher klar. „Der Stamm ist einfach zu dick.“ So wurde er abermals bei der Arbeit – diesmal auf dem Marktplatz – von vielen schaulustigen Blicken begleitet.

Stadtsprecherin Andrea Lenuck: „Geschmückt wird der Baum erst nach dem Totensonntag. Zu diesem Tannenbaumfest am 21. November sind alle Kinder ab 9.30 Uhr auf dem Markt willkommen.“ Der Markt eröffnet am 25. November und endet am 21. Dezember.

Kai Lachmann

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