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Kein Interesse – Feier zum Jubiläum der Angler fällt aus

Grimmen Kein Interesse – Feier zum Jubiläum der Angler fällt aus

Der Vorstand des Vereins der Grimmener Sportfischer bedauert die fehlende Lobby

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Zum Anangeln laden die Grimmener Sportfischer immer im Mai an die Badeanstalt – früher an den Schwanenteich – ein.

Quelle: Oz-Archiv/walter Scholz

Grimmen. 25 Jahre Grimmener Sportfischer e. V. – ein Grund zum feiern. Das dachte sich zumindest der Vorsitzende Piotr Pilarek. Doch die etwa 90 Mitglieder des Vereins hatten wohl andere Pläne: Für das geplante gemeinsame Angeln am Vereinsgewässer Badeanstalt in Grimmen und dem anschließenden gemütlichen Grillen und Beisammensein am nächsten Sonnabend hatte sich bis zur Frist – dem 1. Juli – nicht ein Mitglied angemeldet. „Deshalb fällt das jetzt alles aus“, erklärt der Vorsitzende.

„Früher waren die Mitglieder engagierter“, weiß auch Vorstandsmitglied Klaus Zepernick. Jetzt seien sie Mitglied, um die Angelberechtigung zu erhalten. Früher, das war beispielsweise vor 1990, als der Verein noch Sportfischer Verein Grimmen hieß, beim Deutschen Angelverband (DAV) angesiedelt war und bis zu 400 Mitglieder hatte. „Damals mussten wir zur Versammlung immer in den großen Saal des Treffpunkts“, erinnert er sich. Zehn Angelvereine habe es damals im Kreis Grimmen gegeben. Die Grimmener selbst hätten gleich nach der Wende zum Verband der Deutschen Sportfischer (VDSF) gewechselt, aus dem der jetzige Verband der Angler und Fischer hervorgegangen sei. Und sie haben den jetzigen Verein neu gegründet.

44000 Angler gebe es in MV, aber die Lobby fehle, meint Zepernick. Vor einigen Jahren noch hätte sich Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) auch für die Angler eingesetzt. Jetzt leider weniger und es gebe immer wieder Reibereien zwischen den Anglern und den Umweltschützern. „Dabei tun wir doch viel für die Umwelt. Wir pflegen Gewässer, setzen immer wieder seltene Fischarten in Teiche ein“, sagt Piotr Pilarek. Aber die Umweltverbände würden das anders sehen. Natürlich würden die Angler nicht nur Schützer, sondern auch Nutzer sein, ergänzt Zepernick. „Das ist doch klar. Die Fische, die wir fangen, wollen wir natürlich auch essen.“

Manchmal sind den Anglern auch Grenzen durch die äußeren Bedingungen gesetzt. Wie beispielsweise am Grimmener Schwanenteich. Neben der Badeanstalt und der Kronhorster Trebel, in der kaum angelbare Fische zu finden sind, gehört der Teich zu den Vereinsgewässern. Er ist aber mittlerweile zu flach, im Winter ersticken immer wieder die Fische, erklären die beiden erfahrenen Angler. Deshalb würde der Verein dort keine neuen Fische mehr einsetzen.

Vor Jahren sei man als Angelverein auch wesentlich mehr gemeinsam unterwegs gewesen. Beispielsweise, um Dorsche zu angeln. Die erste Tour 1990 ging in Richtung Westen nach Heiligenhafen. „Aber dort im Westen waren die Dorsche auch nicht größer als bei uns“, erinnert sich Klaus Zepernick schmunzelnd. Fahrten gab es auch immer wieder zum Forellenangeln in Teterow. Angeangelt wurde am 1. Mai grundsätzlich am Schwanenteich. Rings um den Teich fand man kaum noch einen freien Platz. Seitdem das an der Badeanstalt stattfindet, komme es bei den Anglern nicht mehr so gut an, erzählt Piotr Pilarek. „Und fangen kann man dort an der ehemaligen Torfkuhle der Trebel auch nicht mehr so viel. Die Karpfen hat der Fischotter rausgeholt. Der fühlt sich dort wohl“, sagt Klaus Zepernick bedauernd.

„Als ich Anfang der 2000er-Jahre Vorsitzender wurde, wollte ich so viel mit den Vereinsmitgliedern auf die Beine stellen“, erinnert sich Piotr Pilarek wehmütig. Aber es sei sehr schwer. Bei den regelmäßigen Arbeitseinsätzen kämen der Vorstand und nur einige wenige andere. 30 bis 40 Angler seien es maximal bei Mitgliederversammlungen. Vor dem jetzigen Chef war übrigens Manfred Dörschel Vorsitzender. Bei der Vereinsgründung und bis 1999 war Arno Geske federführend. „Er hat unseren Verein aufgebaut und sich sehr engagiert“, sind sich die beiden Angler einig.

Almut Jaekel

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