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Kein Stadtmensch, kein Landmann

Borgstedt Kein Stadtmensch, kein Landmann

Buchholzens begannen ihr Borgstedter Leben in einer Schnitterkaserne.

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Gerd Buchholz vor seinem Haus. Der 73-Jährige ist der älteste Einwohner des Dorfes.

Quelle: Peter Franke

Borgstedt. „Ich bin kein richtiger Stadtmensch und auch kein richtiger Landmann“, sagt Gerd Buchholz. Der heute 73-Jährige ist kein gebürtigen Borgstedter, sondern stammt aus Hinterpommern. „1945 mussten wir aus Polen raus und sind schließlich hier gelandet“, berichtet Gerd Buchholz. Gemeinsam mit seiner Mutter, der Schwester und den Großeltern musste Buchholz damals die Heimat verlassen. Den Vater lernte er nie kennen: „Er ist im Krieg geblieben.“ Zunächst war die Familie in einer Schnitterkaserne untergebracht, „mit Gemeinschaftsküche“. Später konnten die Buchholzens in eine „eigene“ Baracke umziehen. „1952 habe ich hier dann das Häuschen gebaut“, berichtet Buchholz.

„Wir kannten nur Arbeit“, denkt der Borgstedter an die Zeit zurück, in der die Mutter in der Nähe eine Bauernwirtschaft übernommen hatte. Er habe zwar auch heute noch „etwas für die Landwirtschaft übrig. Aber damals als Kind — das war zu viel.“ Während die Mutter in Borgstedt blieb, lebte Gerd Buchholz gemeinsam mit Ehefrau Erika zwischenzeitlich in Grimmen. „17 Jahre lang“, erklärt der Vater von fünf Kindern. In jenen Jahren sei er beim VEB Geophysik Leipzig angestellt gewesen, als Kraftfahrer. „Zehn Tage Arbeit, fünf Tage zu Hause.“ Es sei eine schöne Zeit gewesen: „Ich bin fast in der gesamten DDR rumgekommen. Aber nach der Wende musste auch ich gehen.“

Den Garten am gemeinsamen Haus in Borgstedt bewirtschaftet Buchholz heute noch, so gut es geht. Die Gesundheit macht Probleme. Vor allem die Augen wollen nicht mehr so richtig. „Meine Frau liest mir morgens immer aus der OZ vor“, verrät Gerd Buchholz.

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