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Grimmen Keine Hochzeit der Gemeinden
Vorpommern Grimmen Keine Hochzeit der Gemeinden
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09:25 11.09.2018
Udo Peters hat die Nachbar-Gemeinden darüber informiert, dass die Fusion vorerst vom Tisch ist. Quelle: Franke Peter
Grammendorf

Die Fusion zwischen Grammendorf, Deyelsdorf und Tribsees scheint erstmal vom Tisch.  Eigentlich sollte in der Gemeindevertretersitzung in Deyelsdorf  über eine mögliche Fusion gesprochen werden. Doch kurzfristig flog der Punkt von der Tagesordnung.   „Wir haben diesen Punkt gestrichen“, sagt Bürgermeisterin Sandra Boy. „Grund war eine Mail von Grammendorfs Bürgermeister Udo Peters, der wenige Tage zuvor mitteilte, dass die Fusionsbereitschaft in seiner Gemeinde nicht mehr vorhanden ist“, so Sandra Boy weiter.

Der Gramendorfer Bürgermeister Udo Peters erklärt: „Ich finde es alles ein wenig unverständlich. Am Anfang waren alle sehr euphorisch und positiv eingestellt hinsichtlich einer möglichen Fusion. Darum habe ich diese auch angeschoben. Jetzt ist die Stimmung in meiner Gemeinde plötzlich gekippt und das Thema leider vorerst vom Tisch.“ 

Dennoch ist Udo Peters nach wie vor der Meinung, dass eine Fusion auf kurz oder lang absehbar und unumgänglich ist. „Die Einwohnerzahlen gehen zurück, die Verwaltungskosten steigen zugleich. Durch den Verkauf von Neubaublöcken konnten wir vorerst Geld in die Kassen spülen. Dies verschafft uns etwas Luft für die nächsten Jahre. Mehr aber auch nicht“, betont er. 

Der Grammendorfer Bürgermeister bringt erneut die derzeit hohe Fusionsprämie ins Spiel. Hätte man sich beispielsweise mit Deyelsdorf einigen können, hätten rund 400000 Euro Prämie vom Land gewunken, erläutert Peters. Mehr hätte es nur bei einer Fusion mit Tribsees oder eben bei einem Zusammenschluss mit mehreren Gemeinden gegeben. 

Thomas Molkentin schildert den Sachverhalt so: „Wir haben von Grammendorfs Bürgermeister eine Mail bekommen, dass die Gemeinde nicht mehr fusionieren möchte. Wir nehmen diese Nachricht jetzt so hin, bedauern es, bleiben aber weiter für Gespräche offen, weil wir die Chancen einer Fusion sehen“, so der Bürgermeister von Tribsees. Er sieht die im Vorfeld mangelnde Kommunikation mit den Bürgern Grammendorfs als Hauptproblem. „Man hätte es besser vorbereiten können, Vereine und Organisationen mit ins Boot holen“, findet Thomas Molkentin.

Mielke Raik

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