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Kita und Tagespflege bei jungen Eltern im Kreis immer beliebter

Stralsund Kita und Tagespflege bei jungen Eltern im Kreis immer beliebter

Von knapp 18000 Kindern im Alter bis zu zehn Jahren werden in Vorpommern-Rügen 14000 in Krippe, Kindergarten, Hort oder von Tagesmüttern betreut

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Kreatives Basteln und Malen stehen ganz oben auf der Hitliste von Saila (3), Santina (6), Finja (6) und Luise (5 – v. l.) aus der Holzwurm-Gruppe der Kita „Eden“ in Stralsund. Betreut werden sie von der angehenden Erzieherin Anna Gisa (20).

Quelle: Christian Rödel

Stralsund. Wartelisten in so mancher Kita machen es deutlich: Immer mehr Eltern nutzen für die Betreuung ihres Nachwuchses eine Kita oder die Tagespflege. Von 18

000 Kindern im Alter bis zu zehn Jahren werden in Vorpommern-Rügen 13300 in Krippe, Kindergarten und Hort umsorgt. Tendenz steigend. Für etwa 700 Kinder ist der Platz bei einer Tagesmutti reserviert. Mit anderen Worten: 78 Prozent der Eltern setzten tagsüber auf eine Betreuung und vertrauen damit auf die Kompetenz der Erzieher. In den einzelnen Altersklassen ergeben sich natürlich Unterschiede. So kommt man im Kindergartenalter von drei bis sechs Jahren fast auf eine 100-prozentige Nutzung der Angebote. „Das ist nicht verwunderlich, denn in diesem Bereich besteht ein Platzanspruch der Eltern, der gesetzlich festgeschrieben ist“, sagt Gabriele Milski, Kita-Fachberaterin beim Internationalen Bund (IB) in Stralsund. Der Träger hat allein in der Hansestadt fünf Einrichtungen. Insgesamt gibt es in Vorpommern-Rügen 160 Kitas, die im Kindergarten derzeit 6300 Mädchen und Jungen umsorgen. Völlig anders das Bild bei den ganz Lütten: 44 Prozent der Eltern von 0- bis 3-Jährigen sorgen selbst für ihren Nachwuchs. Für die anderen 56 Prozent stehen genügend Krippenplätze oder Angebote bei Tageseltern zur Verfügung. Spitzenreiter ist bundesweit übrigens der Börde-Kreis mit 63 Prozent in der Kita. Schlusslicht ist das Berchtesgadener Land in Bayern, wo sieben von acht Kindern zu Hause bleiben. Überhaupt gibt es große regionale Unterschiede. „Wir sehen das schon bei unseren Einrichtungen. Am Knieperdamm oder im ,Lütt Matten’ haben wir mehr Nachfragen als Plätze. Das hängt einerseits mit der Belebung der Stralsunder Altstadt, andererseits mit neuen Wohngebieten zusammen“, sagt Gabriele Milski und ergänzt: „Dafür können wir in den Kitas ,Am Stadtwald’ und im ,Käpt’n Blaubär’ sofort einen Vertrag unterschreiben.“ Nicht zu vergessen ist bei den Kleinen die Tagespflege. Von 195 Tagespflegepersonen – die Zahl ist gegenüber dem Vorjahr gesunken – werden 723 Knirpse betreut – 2015 waren es noch 794.

Dass immer mehr Mütter und Väter Arbeit haben, spiegelt sich auch beim Run auf Hortplätze wider. So hat allein der IB in Stralsund 694 Plätze – und alle sind ausgebucht. Gerade zu Beginn des Schuljahres sei der Bedarf immer hoch, so Gabriele Milski. Insgesamt stehen im Kreis rund 5000 Plätze bereit. Dabei wurden gerade in den letzten Wochen noch alle möglichen Kapazitäten „rausgepresst“, um die Abc-Schützen aufnehmen zu können. So wie in der Grundschule Altenpleen in Zusammenarbeit mit dem Storchennest-Verein aus Niepars. Eine zusätzliche Gruppe sichert die Wünsche der Eltern ab, wenngleich dem ein zähes Ringen vorausging. Im Ergebnis stehen nun 121 Plätze in Altenpleen zur Verfügung. Hinzu kommen 88 in der Kita „Kunterbunt“ in Prohn.

Erschreckend ist allerdings, dass sich viele Eltern den Kita-Platz gar nicht oder bei schlecht bezahlter Arbeit nur zum Teil leisten können. So muss der Kreis einspringen. In 7832 Fällen – also bei über der Hälfte der betreuten Kinder – übernimmt der Landkreis die kompletten Kosten. Das sind im 2016er-Haushalt 6,5 Millionen Euro. Und die Tendenz ist seit Jahren steigend.

Kreis zahlt für knapp 8000 Kinder den Kita-Beitrag

2050 Lütte werden in Vorpommern-Rügen in der Krippe betreut, im Kindergarten sind es 6363 und im Hort 4812 Kinder. Hinzu kommen 723 Mädchen und Jungen in der Tagespflege.

160 Kitas gibt es im Landkreis. Außerdem sorgen 195 Tagespflegepersonen für das Wohl der vor allem unter Dreijährigen. 2014/15 gab es noch 212 Tagesmütter und -väter.

Für einen Betreuungsplatz berappen die Eltern und die Wohnsitzgemeinde jeweils ein Drittel. Das restliche Drittel steuern Land und Kreis bei.

7832 -mal muss der Landkreis für den Kita-Beitrag einspringen, weil die Eltern entweder Hartz IV beziehen oder zu wenig verdienen. 6,5 Millionen Euro müssen dafür im Kreishaushalt berücksichtigt werden. 2015 waren es 6,44 Millionen.

11,93 Millionen Euro zahlt der Landkreis Vorpommern-Rügen insgesamt an Zuschüssen für Kita und Tagespflege (Vorjahr: 11,24 Millionen).

Ines Sommer

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