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Kneipentür aus der Berliner Charite

Bartmannshagen Kneipentür aus der Berliner Charite

Marion Holowaty lebt noch heute in Bartmannshagen und weiß viel über die Geschichte der Kneipe

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Historische Aufnahme der Gaststätte in Bartmannshagen.

Quelle: Fotos: Sammlung Marion Holowaty

Bartmannshagen. Wenn ich an die Gaststätte zurückdenke, denke ich an viel Arbeit und das ich nie wieder so viel abwaschen möchte“, sagt Marion Holowaty, Tochter des letzten Besitzers. „Es war eben ein Familienbetrieb und dies bedeutete, alle mussten mit anpacken“, fährt die in Bartmannshagen lebende Frau fort. „Zu DDR-Zeiten war immer sehr viel los in der Kneipe und dies hieß viel Geschirr, welches wieder abgewaschen werden musste“, so Marion Holowaty. Insbesondere das Krankenhaus sorgte zu DDR-Zeiten für viele Gäste. „Mittwoch und Sonntag war im Krankenhaus Besuchertag und dann gingen die Patienten, die aus ihren Zimmern durften, in die Kneipe“, erinnert sich Marion Holowaty zurück. Besonders beliebt war dann die Bockwurst. „Warum dies wirklich so war, weiß ich auch nicht. Aber immer wieder hörte man, die Bockwurst in Bartmannshagen ist die Beste“, sagt sie schmunzelnd und versucht dies zu erklären: „Zuhause legt man die Wurst ins Wasser und das war es. Da wir so viele Würste am Tag gemacht haben, blieb das Wasser natürlich im Kessel, so dass sich eine Art Brühe gebildet hat. Vielleicht sorgte diese für den ganz besonderen Geschmack.“ Aber dies war nicht das Einzige, was an der Kneipe in Bartmannshagen so außergewöhnlich war. „Wer vor der Tür steht, hat den größten Teil der Reise schon hinter sich“ heißt es in einem niederländischen Sprichwort. Und der Fokus in Sachen Denkmal liegt bei dem inzwischen leerstehenden Gasthof in Bartmannshagen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Tür. Diese stammt nämlich aus dem Jahre 1900 und war einst eine Tür der Berliner Charite. Doch wie kam die Tür in die Kneipe nach Bartmannshagen. „Mein Vater hatte eine Cousine in Berlin. Diese hatte die Tür auf dem Gelände der Charite entdeckt und günstig erworben“, erzählt Marion Holowaty. Mit dem Milchzug, welcher täglich aus Vorpommern gen Berlin zur Bolle-Meierei rollte, gelangte die Tür in den Ort nahe Grimmen. Erbaut hatte die Gaststätte aber bereits Wilhelm Schröder, der Urgroßvater von Marion Holowaty. „Er war damals Maurer und hatte sich zuerst das Wohnhaus gebaut. Anschließend ließ er sich überreden und errichtete um 1926 auch die Gaststätte im Ort“, weiß Marion Holowaty aus Erzählungen. Unvergessen für die Frau aus Bartmannshagen auch die Freitagsreisen. „Dann hatten wir immer zu und wir sind von Stadt zu Stadt gefahren um Kaffee und besondere Tropfen zu besorgen“, erinnert sie sich.

OZ-Bild

Marion Holowaty lebt noch heute in Bartmannshagen und weiß viel über die Geschichte der Kneipe

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