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Kompostierer in Flammen

Grimmen Kompostierer in Flammen

Grimmener fühlen sich gestört durch nächtliche Sirenenfahrt der Feuerwehr

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In die Kirschenallee rückte die Freiwillige Feuerwehr Grimmen gestern Morgen aus. Ein Komposter hatte gebrannt.

Quelle: Raik Mielke

Grimmen. Gegen 3.30 Uhr am Montagmorgen schrillten die Feuerwehrsirenen in Grimmen. Wie sich später herausstellte, brannte in der Kirschenallee auf einem Eigenheimgrundstück ein Kompostierer. Auch eine Pergola hatte Feuer gefangen, wie Einsatzleiter und Wehrführer Olaf Clasen informiert.

Dem Hauseigentümer gelang es aber, den Brand selbst zu löschen. Mit vier Fahrzeugen und 24 freiwilligen Feuerwehrleuten war die Grimmener Wehr ausgerückt. „Wodurch sich der Kompostierer entzündet hat, ermittelt nun die Polizei“, berichtet Clasen. Binnen weniger Minuten nach der Alarmierung machten sich die Kräfte auf den Weg zum Einsatzort. Mit Blaulicht und Martinshorn, was manche Bürger wohl richtig sauer machte. So kommentierte Frank Schlundt die Meldung auf der OZ-Facebook-Seite so: „Es ist ja schlimm, dass so etwas passiert. Was ich nicht verstehe, warum muss man mit Tatütata und so weiter durch die Straßen fahren. Um diese Uhrzeit sind die Straßen in Grimmen alle leer.“ Emily Josefine haute in die gleiche Kerbe: „Ja, das dachte ich mir auch.

Hat erstmal gedauert bis ich wieder einschlafen konnte.“

Dabei hat es einen Grund, warum die Bewohner der Stadt per Sirene informiert werden. Wehrführer Olaf Clasen: „Die Sirene wird von der Leitstelle geschaltet, wenn es sich – laut Notrufwählendem – um einen größeren Brand handelt.“ So sei die Leitstelle auch bei dem Brand in der Kirschenallee von einem sogenannten Mittelbrand in der Eigenheimsiedlung ausgegangen. Für das Fahren der Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn gebe es zwei Gründe. „Zum einen haben wir nur dann Sonderrechte, müssen uns nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und dürfen beispielsweise bei Rot Ampelkreuzungen passieren. Und zum anderen ist es für den Hilferufenden ein Signal, dass Hilfe unterwegs ist“, informiert der Wehrführer, der an das Verständnis der Einwohner appelliert.

Unverständnis hat auch Alexis Waack für die Kritiker: „Ich hoffe, bei euch brennt es nicht irgendwann. Seid doch einfach froh, das es Menschen in eurer Stadt gibt, die freiwillig Tag und Nacht für den Schutz in eurer Stadt sorgen. Vielleicht solltet ihr auch lieber eure Zeit sinnvoll nutzen anstatt euch über die Sirene aufzuregen.“

OZ

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