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Kreisel statt Ampel: An Bergens Graskammer soll es rund gehen

Bergen Kreisel statt Ampel: An Bergens Graskammer soll es rund gehen

Die unübersichtliche Kreuzung ist einer der Unfallschwerpunkte der Stadt / Dieser soll im Zusammenhang mit der Sanierung der Ringstraße beseitigt werden

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Die Kreuzung Ringstraße/Graskammer ist ein Unfallschwerpunkt, weil sie unübersichtlich ist.

Quelle: Chris-Marco Herold

Bergen. Die Ringstraße in Bergen ist ohne Zweifel die bunteste Trasse der Insel. Fünf Ampelkreuzungen hat sie zwischen der B 196 und der Gingster Chaussee zu bieten. Eine sechste wird nicht hinzukommen. Die Kreuzung an der Graskammer soll als Kreisel ausgebaut werden. Dafür haben sich die Mitglieder des Verkehrs- sowie des Bauausschusses während ihrer Sitzung am Montagabend ausgesprochen – einstimmig.

Und das haben sie getan, obwohl Sandra Gertzen vom Planungsbüro Merkel Consult zuvor eine Ampelkreuzung mit Rechts- und Linksabbiegespur als leistungsfähiger beschrieben und mit „befriedigend“

eingestuft hatte beziehungsweise ein entsprechendes Computerprogramm. Der Kreisel bekam dagegen nur ein „ungenügend“, auch weil es bei hohem Verkehrsaufkommen zu hohen Wartezeiten beim Einfahren in den Kreisel kommen könnte. „Bei einer Ampelkreuzung gibt es dagegen für alle die gleichen Wartezeiten. Außerdem biete solch eine Kreuzung die höchste Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Der Kreisel dagegen nur hohe Sicherheit“, so Gertzen. Die ist derzeit an der Kreuzung überhaupt nicht gegeben – nicht für Fußgänger, nicht für Autofahrer. Es ist ein Unfallschwerpunkt wegen schlechter Sichtverhältnisse. Den mit Ampeln zu beseitigen, hält Oliver Cornelius (Grünes Bündnis Bergen) für „fatal“. „Lichtsignalanlage ist Chaos“, sagt Matthies Knuth (SPD). „Eine weitere Ampel in dieser Straße können wir den Bürgern nicht vermitteln“, mahnt Dagmar Timm (CDU). Und Christof Zuberbier (Linke) blickt über Grenzen hinweg: „Im Ausland sind Kreisverkehre in jedem noch so kleinen Ort gang und gäbe und der Verkehr rollt. Warum soll das bei uns nicht klappen?“ „Könnte“, sagt Planerin Gertzen und bekennt: „Zur jetzigen Situation gäbe es mit dem Kreisverkehr eine Verbesserung.“

Über den befinden die Stadtvertreter im Juli endgültig. „Danach können wir Fördermittel beantragen. Und das Bauen wird eineinhalb Jahre dauern“, blickt Bauamtsleiter Rainer Starke voraus. Die Kosten für den Kreisverkehr mit 34 Metern Durchmesser und Übergängen für Fußgänger gibt das Planungsbüro mit 950000 Euro an.

Die Lichtsignalanlage wäre eine Million Euro teuer und mit jährlichen Betriebskosten von 3000 Euro verbunden. Die fallen beim Kreisverkehr, der bis ans Werkstattgebäude des Zweckverbandes heranreicht, nicht an.

Chris-Marco Herold

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