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Kreiskrankenhaus: Bedarf neu ermitteln

Wolgast Kreiskrankenhaus: Bedarf neu ermitteln

Der Kreistag Vorpommern-Greifswald verabschiedet Beschluss mit großer Mehrheit

Wolgast. Fünf Minuten dauerte es, dann war die Vorlage „Kinderärztliche Notversorgung in der Region nach der Schließung der Stationen Pädiatrie, Geburtsvorbereitung und Gynäkologie am Krankenhaus Wolgast sicherstellen“ im Kreistag mehrheitlich (bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen) beschlossen. Eine große Diskussion dazu – darüber hatten sich die demokratischen Parteien im Vorfeld verständigt – gab es nicht.

Eingebracht von den Linken, untermauert der Beschluss noch einmal die bisherige Position des Kreistags zur Problematik der kinderärztlichen Notversorgung in Wolgast und auf der Insel Usedom: Das Patientenwohl muss im Mittelpunkt stehen und Wolgast als leistungsfähiges Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung erhalten bleiben – da sind sich die Kreistagsmitglieder mit der Bürgerinitiative für den Erhalt des Kreiskrankenhauses Wolgast einig.

Die Landesregierung wird erneut dringend aufgefordert, in Kooperation mit den an der Krankenhausplanung Beteiligten und der Kassenärztlichen Vereinigung geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die notwendige medizinische Versorgung in der Region Wolgast/Usedom/Anklam rund um die Uhr insbesondere auch für Kinder zu gewährleisten.

Der Kreistag, so Linken-Fraktionschefin Marlies Peeger, in der Erläuterung, begrüße zwar die von der Landesregierung dazu bereits eingeleiteten Maßnahmen für neue Versorgungsansätze. Dazu zählen beispielsweise arztentlastende Dienste mit Hilfe der Telemedizin. „Ausreichend aber ist das nicht“, sagte Peeger.

Vor allem müsse die Landesregierung zusammen mit der kassenärztlichen Vereinigung und den an der Krankenhausplanung Beteiligten eine neue Bedarfsanalyse für Wolgast und die Insel Usedom erstellen, erklärt Marlies Peeger. Jene Zahlen, die Grundlage für die Schließung der Fachabteilungen Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin im Kreiskrankenhaus Wolgast gewesen seien, stammten aus dem Landeskrankenhausplan 2012. „Eine neue Bedarfsanalyse ist überfällig“, fordert die Linken-Politikerin. Für die Fraktion SPD/Grüne ist die neuerliche Aktivität um das Wolgaster Krankenhaus – auf vier Kreistagssitzungen wurde sich bereits damit beschäftigt – auch Ausdruck „einer nicht ausreichenden Informationspolitik sowie eines nicht respektvollen Umgangs aller Akteure miteinander“.

„Solche verhärteten Fronten wie sie in Wolgast anzutreffen sind, müssen uns ein mahnendes Beispiel sein, wie es nicht funktioniert“, sagte Fraktionschef Norbert Raulin.

Dennoch sei seine Fraktion angesichts der gerade laufenden Investitionen im Kreiskrankenhaus doch eher zuversichtlich: Wolgast habe eine gut funktionierende Notfallambulanz mit zwölf Betten, es sei somit kein sterbender Standort. Bewegung sei in Sicht.

Cornelia Meerkatz

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