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Kritik an Debatte über Arndt

Greifswald Kritik an Debatte über Arndt

Öffentlichkeit ist heute von der Diskussion ausgeschlossen

Greifswald. Die Junge Union kritisiert das Vorgehen der Universität bei der Debatte um den Namenspatron Ernst Moritz Arndt. „Ein Großteil der Greifswalder wird bei dieser Entscheidung außen vorgelassen“, moniert Franz Küntzel, der Vorsitzende der Jungen Union in Greifswald und auf Landesebene. „Natürlich ist die Autonomie der Universität zu respektieren, aber gerade die Greifswalder alma mater hat doch ein ganz besonderes Verhältnis zur Stadt und deren Bewohner“, sagt Küntzel weiter.

 

OZ-Bild

Der Vorsitzende der Jungen Union, Franz Küntzel.

Quelle:

Die Namenkommission und der Vorstand des Senats der Universität Greifswald organisieren heute eine Diskussion darüber, ob die Uni ihren Namen Ernst Moritz Arndt behalten sollte oder künftig lieber komplett auf einen Namen verzichten sollte. An der Diskussionsrunde dürfen jedoch nur Studenten und Mitarbeiter der Universität teilnehmen. Diese wurden per Mail zu der „Informationsveranstaltung“ – so der offizielle Titel – eingeladen. „Dass man die Bevölkerung nicht miteinbezieht, ist doch ein regelrechter Affront und zeugt schon etwas von akademischer Arroganz“, sagt Küntzel. Auch Holger Meyer kann nicht verstehen, dass Greifswalder, die nicht zur Uni gehören, von der Debatte ausgeschlossen sind. „Ich habe in der Wende am Runden Tisch für die Ernst-Moritz-Arndt-Universität gekämpft“, sagt er. „Auch bei den Protesten gegen die Stellenkürzungen von Finanzministerin Sigrid Keler war ich dabei.“ Doch bei der Debatte um den Namenspatron Ernst Moritz Arndt sei er ausgeschlossen.

Die heutige Informationsveranstaltung soll Grundlage für die Entscheidung des Senats am 18. Januar sein. Dieser besteht aus 36 Senatoren. Zwölf von ihnen sind Studenten. Die Studierenden haben sich bereits vorab dafür ausgesprochen, den Namen abzulegen. Ein Patronat wirke „mehr und mehr anachronistisch“ im „Selbstverständnis einer modernen Wissenschaft“, heißt es im studentischen Antrag.Um den Namen Ernst Moritz Arndt abzulegen, ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Senat erforderlich.

Vor sechs Jahren hatten zunächst die Studenten in einer Urabstimmung und dann der Senat gegen die Ablegung des Namens „Ernst-Moritz-Arndt-Universität“ votiert. eob/kat

Termin: Informationsveranstaltung

zum Namen der Universität,

zwei Kurzreferate zum Pro und

Kontra, 16-18 Uhr, Hörsaal 3-4,

Friederich-Loeffler-Straße

OZ

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