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13336 Ähren bilden die prächtige Krone

Groß Bisdorf 13336 Ähren bilden die prächtige Krone

Groß Bisdorfer Ernte-Kunstwerk lässt sich jetzt in Klockenhagen bewundern

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Kerstin Notzke, Anneliese Homann und Elke Angres (v. l.) mit ihrer fast fertigen Erntekrone, die inzwischen in Klockehagen hängt. Fotos (2): Anja Krüger

Groß Bisdorf. Traditionell und schlicht – so sehen Kerstin Notzke (59), ihre Mutter Anneliese Homann (83) und Elke Angres (61) ihre Erntekrone am liebsten. Und ebenso gestalteten die drei Frauen auch in diesem Jahr ihr Werk, das jetzt in Klockenhagen bei der 33. Erntekronenschau hängt und um die Gunst der Besucher buhlt. Denn noch bis zum 18. September können diese im Freilichtmuseum per Stimmzettel die prächtigste Erntekrone küren. „Wenn es nach den diesjährigen Ernteerträgen geht, hätten wir nur eine kleine Krone binden dürfen“, sagt Landwirtin Kerstin Notzke aus Groß Bisdorf. Letztendlich waren aber drei starke Männer vonnöten, um ihr Werk zu tragen.

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Groß Bisdorfer Ernte-Kunstwerk lässt sich jetzt in Klockenhagen bewundern

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Drei Pokale stehen bereits bei Kerstin Notzke in der Vitrine. Alles fing 1995 an. „Zum Erntedankfest in Rakow haben wir damals selbst eine kleine Erntekronenausstellung organisiert“, berichtet die Landwirtin. Sie selbst habe sich das Binden von ihrer Mutti Anneliese Homann abgeguckt. Mehr als 110 Arbeitsstunden stecken in dem diesjährigen Prachtstück der drei Damen, die seit 2009 – mit wechselnder Unterstützung – jährlich diesem Hobby frönen. „Jeder Mensch hat einen Vogel, andere nennen es Hobby“, frotzelt Anneliese Homann, die in Groß Zastrow zu Hause ist.

13336 Ähren haben die Damen in den zwei Wochen, in denen sie an ihrem diesjährigen Ausstellungsstück gearbeitet haben, zu kleinen Bündchen gebunden – zwei Sorten Weizen, Roggen, Hafer und Gerste.

„Der erste Schritt ist aber, das Gestell zu fertigen“, berichtet Kerstin Notzke. Auch dies mache sie selbst. „Ich biege das Moniereisen und die Männer müssen es zusammenschweißen“, erzählt sie. Dann beginne erst das Binden der Erntekrone – Bündchen für Bündchen wird ans Gestell gebunden. „Wie die Krone letztendlich aussieht, bleibt spannend bis zum Schluss“, erzählt die 59-Jährige. Traditionell würde an jedem Bogen eine Getreidesorte gehören, weiß Kerstin Notzke. Aber Hafer lasse sich schlecht binden. Deshalb arbeite sie ihn zwischen den Weizen ein – zumindest an zwei Bögen. Die anderen beiden haben etwas von Irokesen, denn mittig zwischen die Roggenbündchen haben die Frauen begrannten Weizen eingearbeitet.

Viel wichtiger als das Kronengrundgerüst aus Gestell und Ährenbündchen ist die Dekoration der Krone. „Es soll ja auch jedes Jahr etwas anderes sein“, sind sich die Damen einig. „Auf alle Fälle gehört nichts Künstliches ran“, betonen sie. Auch nicht zu opulent dürfe die Verzierung sein. Kerstin Notzke, ihre Mutti und Elke Angres haben sich in diesem Jahr für Strohblumen entschieden, die zusammen mit Trockengräsern den unteren Ring der Krone zieren. Aber das absolut Besondere seien in diesem Jahr die bedruckten Schleifen – ebenfalls vier an der Zahl. Nacheinander gelesen würde sie einen Spruch von Theodor Fontane ergeben: „Wohl Keime wecken mag der Regen, der in die Scholle niederbricht, doch goldenes Korn und Erntesegen reift nur heran bei Sonnenlicht.“

„Wir hatten auch schon einmal mit Blumen bedruckte Schleifen. Diese Krone hatte auch den ersten Platz belegt“, erzählt die Landwirtin. Diese hängt, ebenso wie sieben weitere, auf dem Hof ihrer Mutter in Groß Zastrow. Ihr diesjähriges Kunstwerk wollen sie gleich nach der Kürung der Besten wieder aus Klockenhagen mitbringen. „In diesem Jahr soll sie zum Erntedankfest die Groß Bisdorfer Kirche schmücken“, verrät Kerstin Notzke.

Das Museumsdorf in Ribnitz-Damgarten

Bereits zum 33. Mal veranstaltet das Freilichtmuseum Klockenhagen die beliebte Erntekronenschau.

Geboten werden in dem Museumsdorf unter anderem verschiedene Mitmachangebote, eine Bäckerei, eine Handwerkerscheune, ein Dorfladen, eine Gaststätte und eine Kräutergarten.

Adresse: Mecklenburger Straße 57, Ribnitz-Damgarten Bis zum 18. September – dann findet dort das Erntefest statt – können Besucher per Stimmzettel die prächtigste Erntekrone küren.

Öffnungszeiten bis zum 18. September: täglich von 10 bis 18 Uhr.

Eintrittspreise: Familienkarte (mit Kindern unter 16 Jahren) 18 Euro; Erwachsene 6 (saisonal 8) Euro; Kinder unter sieben Jahren frei; Kinder von sieben bis 16 Jahre 3 Euro;

Studenten, Azubis und Schwerbehinderte 4 Euro Weitere Informationen: www.freilichtmuseum-klockenhagen.de

Anja Krüger

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