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60. Geburtstag: Mit Tuba, Pauken und Trompeten

Ribnitz-Damgarten 60. Geburtstag: Mit Tuba, Pauken und Trompeten

Die Original Mecklenburg Vorpommersche Blaskapelle feiert am Wochenende Geburtstag in Ribnitz-Damgarten / Überraschungen sind garantiert

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Sie gehören seit 41 Jahren zur Original Mecklenburg Vorpommerschen Blaskapelle: Michael Gabbert (l.) und Edgar Fink

Quelle: Carolin Riemer

Ribnitz-Damgarten. 120 Instrumente, 60 Jahre Blasmusik — so ein fulminantes Geburtstags-Ständchen erklang in Ribnitz-Damgarten wohl noch nie. Wenn die Original Mecklenburg Vorpommersche Blaskapelle am Wochenende ihren 60. Jahrestag feiert, spielen 120 Musiker aus sechs Städten auf der Bühne in der Ribnitzer Sporthalle Freundschaft. Am Sonnabend um 13 Uhr geht es los.

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Die Original Mecklenburg Vorpommersche Blaskapelle feiert am Wochenende Geburtstag in Ribnitz-Damgarten / Überraschungen sind garantiert

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Programm

Sonnabend

13 bis 13.45 Uhr Empfang

14 bis 15.30 Uhr Jubiläumskonzert

16 bis 18.30 Uhr musikalische Grüße und „De Fischländer Seelüd“

20 bis 20.45 Uhr Konzert

21 bis 2 Uhr Jubiläumsball

Sonntag

10 bis 14 Uhr Frühschoppen

Eintritt an beiden Tagen frei

Die 60 Jahre alte Kapelle lässt es krachen und klingen. Ab heute verwandelt das Team von Gastronom Olaf Micheel die Turn- in eine Festhalle. Sportgeräte müssen weichen, das Parkett verdecken sie mit Auslegware.

Die Ribnitzer haben sich eine große Geburtstags-Gesellschaft eingeladen: die Schönburger Musikanten aus Sachsen Anhalt und die Klasbachtaler Kapelle aus Neukloster (Nordwestmecklenburg). Seit Jahrzehnten pflegen die Ribnitzer Bläser diese Musiker-Freundschaften. Auch die Barther Blaskapelle Hochgräber, die Trebelmusikanten aus Tribsees und die Feuerwehrkapelle aus Güstrow stehen am Sonnabend und Sonntag gemeinsam mit den Ribnitzern auf der Bühne. „Während des Programms spielen wir kein Lied zwei Mal“, verspricht Michael Gabbert (55). Zu groß sei das Repertoire, das sich die Musiker in den vergangenen Jahrzehnten angeeignet haben. Der musikalische Leiter gehört zusammen mit Edgar Fink (54) seit nunmehr 41 Jahren zu der Blaskapelle — länger als alle anderen.

1956 wurde das Ensemble ursprünglich als Betriebskapelle des „Ostseetrans“ auf dem Werkshof in Damgarten gegründet. Damals nannte sie sich etwas sperrig „Blaskapelle Ostseetrans Rostock Zweigbetrieb Damgarten“. Doch auch wenn nach der Wende kein Bedarf mehr an einer Betriebskapelle bestand, hatten die Musiker noch lange keine Lust, mit dem Musizieren aufzuhören. Ein neuer Name war schnell gefunden. „Wir nannten uns Original Mecklenburg Vorpommersche Blaskapelle, da wir annahmen, dass wir die einzige Kapelle sind, die so viele Musiker aus Mecklenburg und Vorpommern vereint — immerhin ist Ribnitz-Damgarten die Grenzstadt zwischen Mecklenburg und Pommern.“

Zwar schrumpften sie Anfang der 90er Jahre auf sechs Mitglieder zusammen, doch Gabbert gab nicht auf. Er gewann leidenschaftliche Musiker zurück. Michael Brandt und Kerstin Eisenecker legen beispielsweise für jeden Auftritt in der Region 240 Kilometer zurück — beide leben und arbeiten in Hamburg, blieben den Ribnitzer Blasmusikanten aber stets treu.

Heute gehören 19 Männer und Frauen zur Original Mecklenburg Vorpommerschen Blaskapelle. Für sie ist es mehr als nur ein Hobby. Edgar Fink beispielsweise lernte 1983 seine heutige Ehefrau beim Musizieren kennen. Zwei Jahre später heirateten sie. Kein Einzelfall: Auch Jürgen und Martina Schult, sowie Torsten und Katrin Poppner lernten sich in der Kapelle kennen und sind noch heute verheiratet. „Insgesamt entstanden zwölf Musikanten-Kinder aus unserer Blaskapelle“, rechnet Gabbert nach.

Ihre Auftritte führten sie quer durch Deutschland und über die Grenzen hinaus bis nach Dänemark, Polen und Tschechien. Ihr eindruckvollster Auftritt war das weltgrößte Schützentreffen in Hannover. Im Jahr 2007 fuhren sie gemeinsam mit der Damgartener Vogelschützengilde zu dem riesigen Fest. „Mehr als eine Million Gäste, zehntausend Schützen und 60 Musikzüge trafen sich dort. Wir nahmen an einem fast sechs Kilometer langen Umzug teil — es war atemberaubend“, erinnert sich Michael Gabbert. Doch eigentlich habe ihm jeder Auftritt Freude bereitet — war es nun beim Tonnenabschlagen auf dem Fischland-Darß oder bei Stadtfesten. Der Humor begleitet sie, auch wenn mal etwas schief geht. Als die Musiker eines Tages mit einer Reifenpanne auf der Autobahn anhalten mussten, zückten sie auch dort ihre Instrumente und begleiteten den Reifenwechsel musikalisch.

Überraschungen sind auch am Wochenende garantiert. „Wir haben einiges geplant, was noch nicht verraten wird“, sagt Gabbert. Vielleicht ändere sich demnächst sogar der Name der Ribnitzer Traditions-Kapelle. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei.

Von Carolin Riemer

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