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Bläser erfolgreich beim Bundeswettbewerb

Grimmen/Ulm Bläser erfolgreich beim Bundeswettbewerb

Volkmar Doß: Jugendblasorchester zeigt sein Können bei starker Konkurrenz

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Das Jugendblasorchester Grimmen am Sonntag beim Auftritt in Ulm. Das Ergebnis wurde erst gestern verkündet.

Quelle: Volkmar Doß

Grimmen/Ulm. Zwei ganze Tage warteten die 60 Laienmusiker des Grimmener Jugendblasorchester gespannt auf die Wertung nach ihrem Auftritt beim Bundesorchesterwettbewerb am Sonntag. Dann wurde gestern Mittag auf dem Ulmer Marktplatz verkündet: Die Grimmener haben beim Wettbewerb, der nur alle vier Jahre stattfindet, „Mit gutem Erfolg“ teilgenommen und 17,2 von 25 möglichen Punkten erreicht.

Dirigent und Orchesterleiter

Seit 2001 leitet Volkmar Doß, Jahrgang 1969, die Musikschule Vorpommern-Rügen und das Jugendblasorchseter Grimmen.

Volkmar Doß studierte Orchestermusik und Instrumentalpädagogik an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Neben seinem Hauptberuf ist er als Dirigent, Dozent und Komponist im Bläserbereich aktiv.

„Spannend war es für uns aber auch schon zuvor“, sagte Maria Zamarowski, die wie ihr Orchesterleiter Volkmar Doß und weitere sieben Mitglieder das Ergebnis vor Ort erfahren konnten. „Leider mussten viele andere schon eher wieder abreisen, konnten diese schöne Veranstaltung auf dem Ulmer Marktplatz und die Auftritte der anderen Orchester nicht mehr erleben, weil sie wieder arbeiten oder zur Schule mussten“, bedauert die 23-Jährige, die selbst seit 2007 im Orchester aktiv ist. Und die Auftritte der anderen Orchester — insgesamt waren es beim Bundeswettbewerb 115 — hatten es den Trebelstädtern angetan.

In der Wertungsklasse der Grimmener traten noch sieben weitere Laien-Jugendorchester aus ganz Deutschland, aber vor allem aus dem süddeutschen Raum, an. Maria Zamarowski: „Wir sind hier in Mecklenburg-Vorpommern ein großes Ensemble, aber dort waren wir mit Abstand das kleinste, die anderen haben mindestens 80 bis 90 Bläser und deren Klang ist noch einmal eine ganz andere Erfahrung für uns“.

„Ich bin mit der Leistung unseres Jugenblasorchesters sehr zufrieden“, sagte Volkmar Doß gestern während der Rückreise. Die Musiker hätten genau die Leistung gezeigt, die sie bringen können. „Und das auf den Punkt und bei ganz starker Konkurrenz“, freut sich der Leiter der Musikschule Vorpommern-Rügen. In MV hätte die sinfonische Blasmusik eben nicht den Stellenwert wie im Süden der Republik, sagte er. Doß: „Aber wir haben es wieder geschafft, auf den Punkt fit zu sein und bei der Wertung innerhalb von mindestens 20 Minuten und maximal einer halben Stunde in drei Musikstücken das gesamte Können des Ensembles zu zeigen.“ Dazu gehörten bei den Grimmenern neben einem Pflichtstück, das Stück „Jugend in Concert“ von Horst Häupl und „The Heart of Lithuania“ von Jacob de Haan — beides von den Grimmenern selbst ausgesucht.

2000 Kilometer weit waren die jungen Musiker aus Grimmen gefahren, um am Wettbewerb in Ulm teilzunehmen — so weit wie sonst keiner der Teilnehmer. Zwei Jahre lang hatten sie sich zuvor auf dieses Event vorbereitet. „Nicht ungewöhnlich für solch eine große Aufgabe“, findet Volkmar Doß. In dieser Zeit probte nicht nur das gesamte Orchester regelmäßig, sondern jedes einzelne Talent wurde vervollkommnet und viele kleine kammermusikalische Auftritte gehörten dazu.

Qualifiziert hatten sich die Grimmener im vergangenen Juni beim Landeswettbewerb — als einiges Ensemble in MV. Lob und Anerkennung gab es dann auch nach dem Auftritt in Ulm von Seiten des Publikums, berichteten die Teilnehmer.

Lange ausruhen können sich die Orchestermitglieder jetzt aber nicht. Im ihrem 55. Ensemblejahr stehen viele Konzerte auf dem Plan — das nächste zum Parkfest in Grimmen am 11. Juni.

Das Jugendblasorchester Grimmen hat etwa 100 aktive Musiker. Es wurde im Oktober 1961 als Schulorchester an der allgemeinbildenden Schule „Robert-Koch“ gegründet. Uraufführungen begleiten die Geschichte des Klangkörpers von Anbeginn. Von der Leistungsfähigkeit der Musiker zeugen zahlreiche Preise und Auszeichnungen auf Landes- und Bundesebene. Die Vereinsgeschichte ist geprägt von Tourneen und Festivalteilnahmen, unter anderem in den Baltischen Staaten, Skandinavien, Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Italien. Die letzte Konzertreise führte 2015 nach Litauen.

Von Almut Jaekel

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