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Das Feld kommt in die Stadt: Erntedank mit Festumzug

Stralsund Das Feld kommt in die Stadt: Erntedank mit Festumzug

Bei der zweiten Auflage des Stralsunder Erntedankfestes ziehen historische und moderne Landwirtschaftsfahrzeuge durch die Altstadt

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Andrea Hermann vom Kulturamt der Stadt (v.l.), Aurel Hagen vom Bauernverband Nordvorpommern und Pastor Albrecht Manthey gaben mit einem Mähdrescher auf dem Alten Markt einen Vorgeschmack auf des Erntedankfest am 9. Oktober.

Quelle: Christian Rödel

Stralsund. Da guckten einige nicht schlecht aus der Wäsche, als gestern Morgen ein riesiger Mähdrescher auf dem Alten Markt direkt vor dem Rathaus einparkte. „Hat der sich verfahren? Das Maisfeld ist woanders“, sagte ein Passant im Vorbeigehen. Nein, hatte er nicht. Die moderne Landwirtschaftsmaschine war ein Vorgeschmack auf Sonntag, den 9. Oktober, wenn die Hansestadt nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr ihr zweites Erntedankfest feiert.

Die Leistung der Landwirtschaft ist zu wenig in den Köpfen der Menschen.“Aurel Hagen, Bauernverband Nordvorpommern

Erstmals wird es einen Festumzug durch das Altstadtgebiet geben. Historische Trecker der Treckerfreunde Kedingshagen, ein Kremserwagen und neuzeitliche Landwirtschaftsfahrzeuge ziehen dann durch die Straßen. Dabei sei es auch eine verkehrsrechtliche Herausforderung für die Organisatoren, entsprechend Straßensperrungen und Parkverbote einzurichten. „Mit der Polizei ist alles geregelt“, sagt Andrea Herrmann vom Amt für Kultur, Schule und Sport.

Der Zug setzt sich um 11 Uhr vom Nikolaihof aus in Bewegung. Die Strecke führt über Ossenreyerstraße, Apollonienmarkt, Mönch- und Mühlenstraße zum Alten Markt, wo der Tross gegen 11.30 Uhr erwartet wird.

„Stralsund gehört zum Landkreis und zum ländlichen Umfeld“, sagt Aurel Hagen aus dem Vorstand des Bauernverbandes Nordvorpommern, der das Stralsunder Erntedankfest mitorganisiert. Es sei schwierig, gerade in größeren Städten landwirtschaftliche Themen zu vermitteln. „Die Leistung der Landwirtschaft ist zu wenig in den Köpfen der Menschen.“

Dabei ist Stralsund landwirtschaftlicher als mancher denkt. 8260 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche befinden sich in Besitz der Hansestadt, davon 5250 Hektar Ackerland. Diese Flächen sind an 62 Landwirte bzw. landwirtschaftliche Unternehmen verpachtet. „Es bestehen sehr gute Stadt-Umland-Beziehungen“, sagt Andrea Hermann.

Was genau die Region landwirtschaftlich zu bieten hat, ist auf dem Alten Markt zu sehen, wo der Erntedankmarkt nach dem Umzug von Oberbürgermeister Alexander Badrow eröffnet wird. Obst, Gemüse, Brot, Honig, Öle, Kaffee und vieles mehr wird dann angeboten. Landwirte informieren über ihre Arbeit. Die Mittwochsspinnerinnen sind mit dabei ebenso wie der Rassegeflügelverein Stralsund und der Verband der Stralsunder Gartenfreunde. Der Stralsunder Zoo kommt mit einem kleinen Streichelzoo und einer Ausstellung zum Thema „Mühle und Getreideverarbeitung“. Witzig wird es bereits um 10 Uhr, wenn vor dem Rathaus Hähne in den Krähwettstreit treten. „Das mussten wir deshalb vorziehen, weil um 11.30 Uhr kein Hahn mehr kräht“, so Andrea Herrmann.

Dass das Fest vor allem für Dankbarkeit steht, soll mit einem Gottesdienst unterstrichen werden. Um 10 Uhr geht es in der St. Nikolaikirche los. Dann beginnt der Einzug in die Kirche mit der Erntekrone, der Siegerkrone der Erntekronenschau im Freilichtmuseum in Klockenhagen bei Ribnitz-Damgarten. Anschließend wird der Gottesdienst mit mehreren Beteiligten als eine Art Gespräch gehalten.

„Es geht um das Bewusstsein für das Entstehen und Wachsen der Dinge, die wir zum Leben brauchen“, sagt Pastor Albrecht Manthey von der Evangelischen Kirchengemeinde St. Nikolai.

Das Programm in Kürze

10 Uhr Eröffnung des Festgottesdienstes in der St. Nikolaikirche 11 Uhr Festumzug durch die Altstadt. Startpunkt ist der Nikolaikirchhof. Über Ossenreyerstraße, Apollonienmarkt, Mönch- und Mühlenstraße erreicht der Festumzug gegen 11.30 Uhr den Alten Markt.

11.30 Uhr bis 17 Uhr Erntedankmarkt auf dem Alten Markt. Landwirtschaftliche Produkte werden von Händlern aus Stralsund und der Region angeboten. Infostände, landwirtschaftliche Maschinen, Mitmachangebote wie Streichelzoo oder Wettmelken.

Robert Niemeyer

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