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Die Faszination Comic: Spannung zwischen Lucky Luke und Shiki

Stralsund Die Faszination Comic: Spannung zwischen Lucky Luke und Shiki

Die beliebten Bildergeschichten hatten am Sonnabend ihren großen Tag / Gratis-Exemplare gab es in Stralsund bei Hugendubel im Strelapark

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Sebastian Straßburg (18) mit einem Manga bei Hugendubel im Strelapark. Fotos (2): Swantje Schurig, Moritz Werthschulte

Stralsund. Das Prinzip des Comics ist schon etwas länger modern: Bereits die alten Ägypter nutzten Bildfolgen, um Geschichten darzustellen. Die Sprech- und Gedankenblasen folgten jedoch erst ein paar Jahrtausende später mit solchen Helden wie Lucky Luke, die in der Folgezeit Menschen aller Altersgruppen zu Tausenden in ihren Bann zogen. Für sie war der vergangene Sonnabend etwas ganz besonderes: Der Gratis-Comic-Tag. Das ist ein Tag, an dem Verlage in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen mit dem Buchhandel ganz spezielle Bildgeschichten kostenlos anbieten. In Stralsund hat die Hugendubel-Filiale im Strelapark mitgemacht.

 

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Ich habe schon als kleiner Junge Comics gelesen und tue es immer noch. Am besten gefallen mir die Geschichten aus den 60er-Jahren.“Winfried Rosenowski (67) aus Stralsund

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Die Chance auf ein Gratis-Heftchen nutzen wollte dort auch Winfried Rosenowski (67) aus Stralsund. „Ich habe schon als kleiner Junge Comics gelesen und tue es immer noch“, sagt er. Am besten gefallen ihm die Geschichten aus den 60er-Jahren. Die bestellt er sich auch heute noch online. „Inzwischen haben sich bei mir zuhause garantiert über 5000 Comics angesammelt“ sagt er. Die Auswahl bei Hugendubel hat ihm am Sonnabend allerdings nicht so gefallen. „Ich bin ziemlich enttäuscht. Das ist mir alles zu modern, überall stehen diese Mangas herum.

Das wiederum ist eine Tatsache, die der Stralsunder Sebastian Straßburg (18) überhaupt nicht stört. Er ist seit ungefähr fünf Jahren Comic-Fan. „Damals habe ich angefangen, mich für die Comics und speziell für Mangas zu interessieren, die zu den Fernsehserien gehörten, die ich damals geliebt habe. Meine erste, sogar recht bekannte Geschichte im Comicformat war Avatar.“

Aufmerksam sei er auf Comics durch Freunde geworden. Derzeit interessiere er sich fast ausschließlich für Mangas – eine bei Jugendlichen recht populäre Form des Comics, die eigentlich aus Japan stammt. Der Reiz an Mangas ist für Sebastian offensichtlich: „Im Gegensatz zu normalen Comics spricht mich der schwarz-weiße Zeichenstil eines Mangas viel mehr an. Die eigene Fantasie hat einen größeren Spielraum, da ein Manga immer auch etwas Abstraktes an sich hat. So entsteht aus meiner Sicht eine viel spannendere Atmosphäre.“

Obwohl man für eine spannende Geschichte auch zum Roman greifen könnte, hat ein Manga aus Sebastians Sicht einige entscheidende Vorteile. „Ich lese zwar auch Sachbücher oder Magazine, brauche aber trotzdem immer etwas Grafisches. Das spricht mich eher an als eine dicht bedruckte Buchseite.“

Die Genres der Mangawelt sind ebenso vielfältig wie originell. „Am liebsten lese ich Horrorgeschichten wie ,Shiki’, was auf Deutsch so viel wie ,Leichendämonen’ bedeutet. Diese Geschichten sind tiefgreifend psychologisch, sodass die Atmosphäre stark auf den Leser wirkt. Um ein bisschen Abwechslung in meine Lektüre zu bringen, greife ich auch gerne zur sogenannten ,Light Novel’. Diese Form des Mangas richtet sich vorwiegend an Jugendliche. Ob ich eher zu Horror oder Jugendmanga neige, ist bei mir eher Launen- und Situationsabhängig.“

Das Interesse für japanische Comics zieht in Sebastians Fall auch die Faszination für das Land an sich mit sich: „In den Mangas lernt man viel über die japanische Kultur. Auch über den Kontrast zwischen Tradition und Moderne. Das ist faszinierend. Ich hoffe, dass ich eines Tages die Möglichkeit habe, nach Japan zu reisen und mich selbst vom Land überzeugen kann.“

Swantje Schurig und Moritz Werthschulte

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