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Divitzer Wasserburg steht hoch im Kurs

Divitz Divitzer Wasserburg steht hoch im Kurs

Dass das Kulturgut gerettet werden muss, darüber sind sich alle einig. Die Nutzungsform ist offen.

Divitz. „Divitz liegt mir sehr am Herzen“, immer wieder macht Ralf Drescher (CDU), Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen, dies in Gesprächen mit Staatssekretären, Ministern und gegenüber Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) deutlich. Wichtig ist ihm, das Land mit ins Boot zu holen. „Wir haben uns eine Aufgabe an Land gezogen, für die eigentlich Schwerin verantwortlich ist“, so Drescher. Die wesentlichen Voraussetzung seien für einen erfolgreichen Erhalt der an der Barthe gelegenen Wasserburg geschaffen worden. Mehr als das. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Divitz, dem Amt Barth-Land, dem Kreistag und einem engagierten Enthusiastenkreis vor Ort für das Baudenkmal sei dessen Entwicklung vorangetrieben worden. „Divitz ist ein Trumpf Mecklenburg-Vorpommerns, den es in Zukunft ausspielen kann“, so der Landrat. Auch gegenüber Vorpommern habe das Bundesland eine Verpflichtung wie es bereits im mecklenburgischen Teil beispielsweise im Falle von Schloss Bothmer in Klütz und dem Schweriner Schloss geschah.

„Der Erfolg des Vorhabens ist ein Kraftakt. Es deutet sich jetzt an, der erste Aufschlag wird greifbar“, sagt Dr. Stefan Kerth als Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag von Vorpommern-Rügen im Hinblick auf den Beschluss vom 29. April. Dieser beauftragte die Verwaltung von Vorpommern-Rügen mit der Gründung einer öffentlich getragenen Gesellschaft und den Wechsel des Eigentümers bis Ende 2013. „Divitz ist als Kulturgut eine Bereicherung der Region“, so der Barther Bürgermeister Kerth.

„Wir begrüßen als Gemeinde jede Entwicklung, die eine klare positive Veränderung mit sich bringt“, äußert Chris- tian Haß als Bürgermeister der Gemeinde Divitz. Die Rettung wie die Nutzung des Herrenhauses bedeute mehr als eine Belebung der Kommune. „Das Projekt Divitz darf nicht im letzten Schritt scheitern“, findet Professor Thomas Oyen. Für den Vorsitzenden der Stiftung Herrenhäuser und Gutsanlagen in MV gehört dieses Vorhaben zu den herausragenden Engagements für den Erhalt eines bau- und landeskulturell besonders wertvollen Gutshauses. Von Mittelalter an bis heute präge Divitz das kulturelle wie soziale Geschehen im ländlichen Raum mit. „Die angestrebte Kooperation zwischen Gemeinde, Kreis, dem jüngst gegründeten Verein und der Stiftung Herrenhäuser und Gutsanlagen könnte Vorbildcharakter haben“, fügt er hinzu. Eine finanzielle Beteiligung des Landes, ein stimmiges Realisierungs- und Nutzungskonzept und der Einsatzwille von Akteuren vor Ort versprechen bereits jetzt für einen nachhaltigen Erfolg. „Wir dürfen weder unsere Wurzeln vergessen noch kappen“, meint Erich Kaufhold. Für den Vorsitzenden des Ende Julis gegründeten Vereins Kulturgüter Wasserburg Divitz ist das Herrenhaus für Vorpommern identitätsstiftend und für dessen Rettung wie Bewahrung müssten alle Akteure an einem Strang ziehen.

 

Uwe Roßner

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