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Drei Tage lang Hi-Tech auf die Ohren

Grimmen Drei Tage lang Hi-Tech auf die Ohren

500 Festivalbesucher feiern ausgelassen zu harten Beats / 40 Künstler geben Gastspiel auf der Holzbühne

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Kreative Festivalbesucher präsentierten auf dem Gelände ihre selbstgemachten Sachen. Hier entsteht gerade ein für die Szene typisches, fluoreszierendes Tuch.

Grimmen. Ein dreitägiger Partymarathon liegt hinter den Besuchern des „Forgotten Universe Festival“. Es war das erste große Openair-Event auf dem Grimmener Motodrom und die OSTSEE-ZEITUNG war beim 51-stündigen nonstop Festival dabei.

OZ-Bild

500 Festivalbesucher feiern ausgelassen zu harten Beats / 40 Künstler geben Gastspiel auf der Holzbühne

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Blickt man allein auf die Zahl der Besucher, die Veranstalter zählten rund 500 Partylustige, blieb das Event mit 40 DJs und Live-Acts hinter den Erwartungen zurück. Jedoch sind dies wirklich nur die nackten Zahlen, wie auch Organisator Philipp Tesschau vom Rostocker Veranstalter „Anesthetica Records“ resümiert. „Wir sind zufrieden. Das Wetter hat uns zwar einige Besucherabsagen beschert. Das Festival war für eine erste Auflage aber richtig gelungen. Die Leute waren super drauf“, freute sich Tesschau und unterstrich: „So ein Festival muss wachsen.“

Für die Liebhaber experimenteller elektronischer Musik wurde ein unglaublich facettenreiches Programm geboten. Ununterbrochen waren auf der selbstkonstruierten Holzbühne DJs und Livekünstler des Genres „Hi-Tech“ zu hören. Und das Außergewöhnliche: Für diese ganz spezielle musikalische Richtung gibt es in ganz ein Europa derzeit kein zweites Open-Air-Festival. „So viele geile Auftritte und so krasse Beats – geil“, schwärmte Simon Ullrich aus Oldenburg. Dauerhaft wurde auf dem sogenannten Floor, also der Tanzfläche gefeiert. „Die Nächte waren unglaublich schön. Die coolen leuchtenden Tücher haben den Dark-Floor (dunkle Tanzfläche/d.Red.) super wirken lassen“, war David Sanders angetan.

Aber nicht nur direkt vor der Bühne gab es beim „Forgotten Universe Festival“ einiges zu erleben. Insbesondere in den Nächten wurde das Gelände an der südlichen Randstraße sehr lauschig. Die Besucher, aber auch zahlreiche alternative Künstler hatten ihre Zelte mit fluoreszierende Tüchern und Lichteffekten gestaltet und genossen die Zeit in kleinen Gruppen.

Wer waren die Leute, die sich am Wochenende – wie früher die Hippies – auf dem Festival-Gelände herumtrieben? „Wir haben bei unseren Veranstaltungen Leute aus allen Gesellschaftsschichten“, erklärt Tesschau. So tanzten Ärzte neben Anwälten, Steuerfachangestellten und Arbeitslosen. Nationalitäten spielten bei dem ganzen Spektakel überhaupt keine Rolle. Leute aus Deutschland, Österreich und sogar ein Gast aus Brasilien verstanden sich super. Geraucht wurde während der drei Veranstaltungstage auch reichlich, und sicherlich nicht nur Tabak mit Erdbeergeschmack aus der Wasserpfeife. Es gab jedoch laut Veranstalter keinen Zwischenfall, bei dem die Security-Kräfte eingreifen mussten. Die Gäste lebten eben ein Wochenende in ihrer ganz eigenen Festivalwelt.

„Ich sehe, dass die Leute hier sehr viel Spaß haben. Man darf nicht alles verbieten. Wir wollen auch den jungen Leuten in unserer Stadt etwas bieten“, betonte Grimmens Bürgermeister Benno Rüster, als er sich am Samstagabend auf dem Festivalgelände umschaute.

Zahlen zum Festival auf einen Blick

500 Freunde experimenteller elektronischer Musik kamen am Wochenende zur ersten Auflage des „Forgotten Universe Festivals“ auf das Grimmener Motodrom.

51 Stunden gab es nonstop Hi-Tech, eine Abwandlung der Goa-Musik zu hören. 28 Live-Acts und 12 DJs aus Deutschland, Ungarn, der Schweiz, Österreich, Polen, Spanien und Brasilien spielten Titel mit über 150 Beats pro Minute und brachten die Festivalbesucher so zum Tanzen.

200 Zelte wurden auf Gelände des Grimmener Hexenkessels aufgeschlagen. Viele Besucher reisten bereits am Donnerstag an.

900 Quadratmeter groß war der Floor, also die Tanzfläche, auf der die Hi-Tech-Anhänger tanzten. Während des 51-stündigen Partymarathons an der südlichen Randstraße war der Floor kein einziges Mal leer. Die DJs spielten jeweils zwei Stunden. Zwischen den Künstlern gab es einen nahtlosen Übergang.

Raik Mielke

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