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Eintauchen in die Welt der Denkmale

Grimmen Eintauchen in die Welt der Denkmale

Am Sonntag laden überall offene Türen ein zur Reise in die Vergangenheit

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Führungen, Orgelmusik und am Nachmittag ein Musical gibt es in der Griebenower Kapelle am Sonntag zu erleben.

Quelle: Nicole Kiesewetter-Müllejans

Grimmen. Einen Blick in eine Gruft in der Grimmener Marienkirche werfen oder erfahren, wie es hinter den Mauern eines alten Eichen-Fachwerkhauses in Nehringen aussieht und noch vieles mehr gibt es am Sonntag beim Tag des offenen Denkmals zu erleben.

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Am Sonntag laden überall offene Türen ein zur Reise in die Vergangenheit

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Bundesweit öffnen mehr als 8000 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten ihre Türen. Zusätzlich aufgewertet wird der deutschlandweite Aktionstag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ durchgeführt wird, durch Konzerte. So wird beispielsweise in der Griebenower Kapelle am späten Nachmittag ein Musical mit Kindern aufgeführt.

Kapelle und Schloss Griebenow Wenn am Sonntag der bundesweite Tag des offenen Denkmals stattfindet, beteiligen sich auch der „Förderverein Kirchen und Kapellen der Kirchengemeinde Groß Bisdorf“ und der Schlossverein Griebenow an der Aktion. Beide Vereine werden die Schlosskapelle und das Schloss Griebenow offenhalten. Nach der Eröffnung der Schlosskapelle haben Besucher zweimal die Möglichkeit, sich durch die Kapelle selbst, aber auch durch das Schloss und den Park führen zu lassen.

„Jeweils um 13.15 Uhr und um 15.15 Uhr erklingt eine 20-minütige Orgelmusik“, informiert Nicole Kiesewetter-Müllejans, Vorsitzende des Fördervereins. Zudem gebe es Erläuterungen zur Orgel von der Organistin Ina Altripp aus Greifswald. Auf ein besonderes Highlight können sich die kleinen und großen Besucher um 17 Uhr freuen. In der   Kapelle führen 40 Kinder aus der Groß Bisdorfer Kirchengemeinde und aus Greifswald das Musical „Tobias und der Engel“ auf. „Es erzählt eine Art Abenteuergeschichte aus der Bibel“, berichtet Nicole Kiesewetter-Müllejans. Der Text und die Musik würden von der Bisdorfer Pastorin Nicole Chibici-Renvneanu und Stephanie Schwenkbecher stammen.

Während des gesamten Tages sorgen die Mitarbeiter des Schlosscafés für das Wohl der Gäste. „Und den Besuch des Cafés können Interessierte mit der Besichtigung der Bilder der Malerin Andrea Knapp verbinden“, wirbt die Fördervereinsvorsitzende.

Ein Blick in die Gruft Wenn auch nicht im Veranstaltungsplan aufgeführt, will sich aber dennoch die Grimmener Kirche „St. Marien“ am Tag des offenen Denkmals präsentieren. Zu einer besonderen Führung lädt um 15 Uhr Sven Thurow ins Gotteshaus ein. Es werden Geschichten aus der interessanten Historie der Kirche und der Stadt Grimmen erzählt. „Außerdem ist es möglich, einen Blick in die Mauritiuskapelle, seit 1588 Familiengrab der Familie von der Lancken-Wakenitz, zu werfen“, berichtet der Grimmener. „Diese Gruft ist die älteste und größte im Originalzustand erhaltene adelige Beerdigungsstätte Mecklenburg-Vorpommerns“, fügt er noch hinzu.

Durch alte Gemäuer wandeln Fast 800 Jahre ist sie alt, die Wasserburg in Turow. Umgeben von einem vier Hektar großen Park mit einem alten Baumbestand ist die Burg heute eine Pension und Freizeitheim. Besonders sehenswert ist die blaue Kapelle mit historischen Wandmalereien und auch der Festsaal mit Stuckdecke, Kronleuchter und Gemälden. Der ehemalige Kornspeicher, vor einigen Jahren umfassend saniert, wird heute als Raum der Begegnung genutzt. Eine Führung durch die altehrwürdigen Mauern gibt es um 15 Uhr. Zur Stärkung laden die Eigentümer Anna und Jan Barkow zu erfrischenden Smoothies, selbstgebackenem veganen Kuchen und Mokkaspezialitäten ein.

Ein Ort unter Denkmalschutz

Neben der Gutsanlage zählen der Burgturm mit Park- und Wallanlage, die St.-Andreas-Kirche und die Klappbrücke über die Trebel zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes Nehringen. Weiterhin stehen mehrere Gebäude in der Dorfstraße sowie die Dorfanlage mit Kopfsteinpflasterstraße und Allee unter Denkmalschutz.

Gleich drei Stationen bietet der Tag des offenen Denkmals in dem Ort der Gemeinde Grammendorf – die Dorfanlage, die Kirche mit dem Heimatmuseum und ein altes Eichen-Fachwerkhaus aus dem 18.

Jahrhundert können besichtigt werden.

Von Angesicht zu Angesicht

Eine neue Ausstellung im Rahmen des Tages des offenen Denkmals wird in der Horster Kirche eröffnet. Die Ausstellung zeigt Fotografien von Dr. Lothar Wölfel aus Gerdeswalde. „Gesichter“, die im Horster Kirchraum gefunden wurden, laden ein, auf Entdeckungsreise zu gehen „von Angesicht zu Angesicht“. „Die Ausstellung wird am Sonntag um 16 Uhr im Turmraum der Horster Kirche eröffnet.

Anschließend laden wir zu einem Gitarrenkonzert mit Alexander Kens aus Berlin ein“, berichtet Pastor Fred Burmeister.

Das Konzert, das erste der Reihe „Horster Herbst“, beginnt um 17 Uhr. Unter dem Titel „Guitarra en Hispanoamerica“ präsentiert der Gitarrist auf brilliante Art eine Auswahl südamerikanischer Musik vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Moderne. „Dabei sind bekannte Melodien gemischt mit gitarristischen Leckerbissen aus der riesigen Schatzkammer der lateinamerikanischen Kultur“, umreißt Burmeister das Programm. Der brasilianische Choro und Samba werden dabei genau so wenig fehlen wie der argentinische Tango.

Einst der Loitzer Kaufmannshof

In Loitz lädt der Heimatverein in den ehemaligen Kaufmannshof in der Peenestraße 8 ein. 1701 wurde das Haupthaus errichtet. Der Torweg wurde 1747 mit einem zweistöckigen Haus überbaut. 47 Jahre später kam ein Stallgebäude auf der Südseite hinzu, 1810 ein langgestrecktes Wirtschafts- und Stallgebäude auf der Nordseite. Seit 1992 wurde das Geschäft geschlossen. Die Stadt Loitz und die Big Städtebau Stralsund sanierten das Gebäude. Seit März 2014 befindet sich darin die Galerie des Loitzer Heimatvereins. Dieser lädt am Sonntag ein, sich bei einer der insgesamt vier Führungen das sanierte Denkmal anzuschauen. Zudem kann die Ausstellung mit Malereien von Adolf Müller aus Göslow in der Galerie des KulturKonsums besichtigt werden.

Eine Kirche mit vielen Details

Die St.-Thomas-Kirche in Tribsees ist bekannt durch ihren einzigartigen Mühlenaltar. In keiner anderen Kirche ist das Mühlenmotiv als Schnitzaltar ausgeführt worden, auch ist die Kunstfertigkeit von höchstem Rang. Die Kirche wurde 1245 erstmals urkundlich erwähnt. Sie ist fast gleichzeitig mit der Stadt Tribsees errichtet worden.

Bei der großen Feuersbrunst 1702 brannte auch die Kirche. Die Jahreszahl 1731 am östlichen Kirchengiebel weist auf die Zeit des Wiederaufbaus hin. Zahlreiche Details werden die Besucher beeindrucken – seien es die beiden neugotischen Kronleuchter, der handbetriebene Aufzug, die Kunstwerke am Treppenaufgang oder die vielen anderen Details des Gotteshauses. Gern wird Pastor Detlef Huckfeldt am Nachmittag nach Anmeldung Besucher durch die Kirche führen.

Kleine Kapelle mit Imitationen

Von der kleinen, spätgotischen Kirche in Wolfsdorf ist nur noch der Westturm erhalten, an den 1855 ein Kirchenraum mit polygonalem Grundriss und neugotischen Formen angebaut wurde. Den Kirchenanbau ziert Schablonenmalerei aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Kircheninneren sind außerdem als Draperie gestaltete Teppichmuster mit Rankenbordüre und Sockelzone sowie Fensterlaibungen mit gemalter Backsteinimitation zu sehen, heißt es im Kirchenführer. Von 13 bis 17 Uhr können Interessierte am Sonntag die kleine Kapelle erkunden.

Fast 1000 Jahre altes Gotteshaus

Um circa 1220 wurde die Kirche in Richtenberg gebaut. Interessantes zu diesem Gotteshaus ist bei einer Führung um 15 Uhr zu erfahren.

Größtes Zisterzienserkloster

Das ehemalige, wohl größte Zisterzienserkloster Pommerns befindet sich im kleinen Städtchen Franzburg.

1231 wurde es gegründet. Von 13 bis 17 Uhr ist es am Sonntag für Besucher frei zugänglich.

Eine Rundreise

1. Grimmen: Marienkirche – Kirchenführung mit Sven Thurow (15 Uhr) 2. Griebenow: Barockschloss und Kapelle – Führung durch Schloss, Park und Kapelle, anschließend 20-minütige Orgelmusik und Erläuterungen zur Orgel (Beginn jeweils 10.30 und 14 Uhr); Kinder-Musical „Tobias und der Engel“ (17 Uhr) 3. Loitz: Kaufmannshof – Führungen (10, 13, 15 und 17 Uhr) 4. Turow: Wasserburg – Führung (15 Uhr) 5. Nehringen:

a) Wohnhaus – Besichtigung altes Eichen-Fachwerkhaus (9 bis 16 Uhr) b) Dorfanlage mit Heimatmuseum – Führungen (10, 11, 14 und 15 Uhr) c) St.-Andreas-Kirche – Führungen nach Bedarf durch Küster Klaus Bergemann 6. Tribsees: St.-Thomas-Kirche – Führungen nachmittags auf Anfrage durch Pastor Detlef Huckfeldt (☎ 038320 / 309) 7. Wolfsdorf: Kapelle – Besichtigung (13 bis 17 Uhr) 8. Franzburg: Kloster- und Schlosskirche – Besichtigung (13 bis 17 Uhr) 9. Richtenberg: St.-Nikolai-Kirche – Besichtigung (13 bis 17 Uhr); Führung (15 Uhr) 10. Horst: Kirche – Ausstellungseröffnung „Von Angesicht zu Angesicht“ (16 Uhr), Gitarrenkonzert (17 Uhr)

Anja Krüger

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