Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Förderverein St. Nikolai: Mit neuem Chef zum Jubiläum

Stralsund Förderverein St. Nikolai: Mit neuem Chef zum Jubiläum

Der ehemalige Pastor der Stralsunder Kirche, Hanns-Peter Neumann, leitet jetzt den Verein, der vor 25 Jahren zum Erhalt der mittelalterlichen Kathedrale gegründet wurde

Voriger Artikel
Am Sonnabend geht’s zur Schlagertanznacht
Nächster Artikel
Dorfgemeinschaft lädt zum Michaelifest ein

Zu den größten Projekten, die der Förderverein St. Nikolai unterstützt hat, gehört die Restaurierung der Buchholz-Orgel.

Quelle: Maik Bleidorn

Stralsund. Der Förderverein St. Nikolai hat einen neuen Chef. Zum Vorsitzenden des Vorstandes wurde für die nächsten drei Jahre Hanns-Peter Neumann gewählt. Der Stralsunder war lange Zeit Pastor der Kirche und wurde vor anderthalb Jahren Polizeiseelsorger in Mecklenburg-Vorpommern. Für Neumann ist es „eine sehr schöne Möglichkeit, die Beziehung zu St.

OZ-Bild

Der ehemalige Pastor der Stralsunder Kirche, Hanns-Peter Neumann, leitet jetzt den Verein, der vor 25 Jahren zum Erhalt der mittelalterlichen Kathedrale gegründet wurde

Zur Bildergalerie

Nikolai weiter zu pflegen“. Schließlich habe er innerhalb von 20 Jahren ein „gewisses Detailwissen“ über die mittelalterliche gotische Kathedrale erworben. Da mache es sowohl Sinn als auch Freude, diese Kenntnisse weiter einzubringen.

Neumann löst den Juristen Christoph von Houwald ab, der vor einem Jahr als Vorsitzender gewählt wurde, aber schon damals angekündigt hatte, dass er dieses Amt aus beruflichen Gründen nur ein Jahr ausführen möchte. Neumann selbst lag es wiederum am Herzen, zwischen seinem Ausstieg als Pastor und der neuen ehrenamtlichen Aufgabe mindestens ein Jahr vergehen zu lassen.

Christoph von Houwald bleibt weiterhin als Beisitzer im Vorstand. Als neue Beisitzerin verstärkt außerdem Annette Huth, Mitarbeiterin in der Nikolaigemeinde, die Runde. Komplettiert wird der Vorstand durch drei wiedergewählte Mitglieder: den Göttinger Privatdozenten für slawische Sprachwissenschaften, Dr. Hermann Fegert (Stellvertreter), die Steuerberaterin Marlene von Ledebur (Kassenführerin) und den Architekten Aegidius van Ackeren (Schriftführer).

Vor dem neuen Vorstand liegt ein ehrgeiziges Programm. Der Höhepunkt des Jahres wird das 25. Vereinsjubiläum am 9. Dezember sein. Geplant ist neben einer Andacht in der Kirche eine Veranstaltung im Rathaus. Den Festvortrag hält Prof. Franz-Heinrich Beyer aus Bochum. Der Theologe, der in Warnemünde geboren wurde und heute in Rostock lebt, wird über die Wirkung des Kirchengebäudes auf die gesamte Gesellschaft sprechen.

Wenn der Verein, der heute rund 600 Mitglieder zählt, Rückschau hält, dann ist es eine beeindruckende Vielzahl von Projekten, die unterstützt wurden. In Zahlen ausgedrückt, sind es mehr als eine Million Euro. „Allein in die Sanierung der Buchholz-Orgel flossen rund 250 000 Euro“, sagt Dr. Fegert, der durch seine Familie eng mit Stralsund verbunden ist. Sein Urgroßvater war hier russischer Konsul, seine Mutter wurde in Stralsund geboren und hat ihr Abitur am Hansa-Gymnasium abgelegt. Seit 1993 ist Fegert Vereinsmitglied.

Spenden, die vom Förderverein aufgebracht wurden, ermöglichten solche wichtigen Arbeiten wie die Ergänzung des Schnitzwerkes des Hochaltars, die Restaurierung des Schlüter-Altars, die Sanierung von Fenstern im Obergaden, die Erneuerung der Sitz- und Bankpolster im Krämergestühl oder die Neugestaltung des im Krieg verlorengegangenen Reliefs „Gebet im Garten Gethsemane“. Die Restaurierung des Gestühls der Ahusfahrer und der Goldschmiede wären ebenso wenig möglich gewesen wie die Bewahrung des Schoras-Epitaphs von 1655 oder die Restaurierung des Westportals in der originalen barocken Fassung. Dieses Eingangstor wurde jüngst erneut gereinigt und konserviert. Aber auch viele kleinere Restaurierungen und manche Masterarbeit von Potsdamer Studenten hätte es ohne die vielen Menschen, die St. Nikolai so zugetan sind, nicht gegeben.

Seinem Leitgedanken will der Förderverein deshalb auch künftig treu bleiben, wie es auf dem Spruchband der Astronomischen Uhr von 1394 zu lesen ist: Betet für die Spender!

Wenn Räume singen

Am 9. Dezember 1991 gründete sich der Förderverein St. Nikolai. Seither wurden 1, 1 Millionen Euro an Spenden für Sanierungs- und Restaurierungsprojekte ausgegeben.

Der Verein unterstützt nicht nur zahlreiche Bauprojekte, sondern auch die Herausgabe von CDs, Schriftenreihen und Büchern – darunter zum Beispiel der Band „Wenn Räume singen“ von Volkmar Herre und dem in diesem Sommer verstorbenen Paul-Ferdi Lange.

Das Dach von St. Nikolai steht im Mittelpunkt der aktuellen Spendenaktion.

Marlies Walther

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Polchow

Eckhard Lau hat ein Buch über das Altern verfasst / Daraus liest der Frauenarzt und Krebsexperte am kommenden Freitag in Güttin

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kultur
Verlagshaus Grimmen

Bahnhofstraße 11
18507 Grimmen
Telefon: 03 83 26 / 46 07 84

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
9.30 bis 16.30 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Almut Jaekel
E-Mail: lokalredaktion.grimmen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.