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Grimmen Fremdgehen für Fortgeschrittene

Schauspiel-Urgesteine zu Gast auf der Bühne des Stadtkulturhauses

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Grimmen. Das war schon ein merkwürdiger Beginn des kleinen Schauspiels auf der Bühne des Grimmener Stadtkulturhauses „Treffpunkt Europas“: Kommt ein betrogener Ehemann zum Geliebten seiner Frau und bittet ihn: „Sei lieb zu meiner Frau.“

OZ-Bild

Schauspiel-Urgesteine zu Gast auf der Bühne des Stadtkulturhauses

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So hieß auch die Komödie, mit der die vier bekannten DDR-Schauspieler Uta Schorn, Heidi Weigelt, Klaus Gehrke und Gert Hartmut Schreier das Grimmener Publikum bestens unterhielten. „Die vier kennt man ja aus unzähligen TV-Sendungen. Ich habe mich sehr auf den Nachmittag gefreut“, sagte Besucherin Erika Bruns .

Warum bittet nun aber ein betrogener Mann seinen Nebenbuhler, lieb zu seiner Frau zu sein? Das Grimmener Publikum ahnte schnell: Da steckt mehr dahinter, als nur die Erfahrung des Ehemanns, dass seine Frau dank Seitensprung wieder nett zu ihm ist. Das jener aber zur selben Zeit eine Affäre mit der Frau des Betrügers hat, überraschte die Trebelstädter schon ein wenig. Die lustig dargestellten Episoden, die solche Affären mit sich bringen, brachten die Gäste im Stadtkulturhaus immer wieder zum Lachen. „Gefällt mir prima. Vier tolle Schauspieler, so dass man auch ohne großes Bühnenbild dem Stück sehr gut folgen kann“, sagte Besucher Herbert Kraus in der Pause.

Und tatsächlich gelang es den vier Künstlern, die lediglich vor einer gelben Wand spielten, die rund 250 Gäste gedanklich mit in die Schlafzimmer der beiden Paare und sogar auf die abschließende Urlaubsreise zu nehmen. „Sehr witzig. Am besten hat mir Hartmut Schreier gefallen. Der hat so viel Energie und eine unglaubliche Mimik und Gestik“, fand Besucherin Helga Garnetzki .

„Wir Älteren kennen die vier ja sehr gut, weil sie zu DDR-Zeiten oft im TV zu sehen waren. Aber auch nach der Wende haben sie noch in Serien mitgespielt“, wusste Besucherin Margot Schütze zu berichten und freute sich, ihre TV-Lieblinge einmal live auf der Grimmener Kulturhausbühne sehen zu können.

„Ich hatte meine Enkelin mit. Die hat dazu keine Verbindung mehr. Für mich war es hingegen sehr unterhaltsam“, sagte Uta Möhring .

Uta Schorn

Uta Schorn wurde am 13. Januar 1947 in Göggingen bei Augsburg geboren.

Sie studierte von 1966 bis 1970 an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin.

Zu Beginn ihrer Karriere spielte sie am Maxim-Gorki-Theater in Berlin. Weitere Theaterengagements hatte sie an der Landesbühne Sachsen, am Landestheater Halle, im Palast der Republik.

Ihr Filmdebüt gab sie 1969 bei der DEFA mit der Rolle der Renate in dem Spionage-Film „Verdacht auf einen Toten“. Ab den 1970er Jahren wirkte sie in mehreren Folgen der DDR-Kriminalserie „Polizeiruf 110“ mit.

Nach der Wende spielte sie Serienhauptrollen in der ZDF-Serien „Elbflorenz“, „Der Landarzt“ und „ Frauenarzt Dr. Markus Merthin“.

Gert Hartmut Schreier

Geboren wurde Gert Hartmut Schreier am 11. Oktober 1952 in Schwerin.

Schreier studierte an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin und absolvierte diese im Jahre 1974.

Nach dem Studium war er bis 1982 am Staatstheater in Schwerin tätig.

Ab 1982 arbeitete Schreier an der Berliner Volksbühne Berlin.

Seit 1991 ist der gebürtige Schweriner als freier Schauspieler tätig.

Seine bedeutendste Hauptrolle spielte er in der Verfilmung von „Der Mexikaner Felipe Rivera“.

In der DDR spielte Schreier in der Serie „Polizeiruf 110“ und „Der Staatsanwalt hat das Wort“ mit.

Von 1992 bis 2010 spielte Schreier in der „ SOKO 5113“ die Rolle des Kriminalkommissars Manfred Brand.

Heidi Pfanne-Weigelt

Heidi Pfanne-Weigelt wurde am 2. Januar 1950 in Blumroda geboren.

Sie studierte Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst in Berlin, sowie Kultur- und Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Von 1970 bis 1973 war sie am Staatstheater in Dresden engagiert.

Von 1973 bis 1984 war Heidi Weigelt freiberuflich als Schauspielerin und Moderatorin in Berlin tätig und drehte rund 50 Fernsehspiele und -filme beim Deutschen Fernsehfunk der DDR.

Nach der Wende spielte sie unter anderem bei der RTL-Erfolgsserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit.

Von 1973 bis 1990 moderierte sie mit Heinz Rennhack, Lutz Jahoda etwa 200 Ausgaben der Fernsehsendung „Der Wunschbriefkasten“.

Klaus Gehrke

Klaus Gehrke wurde am 27. Mai 1939 in Neustrelitz geboren.

Er absolvierte 1963 die Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg.

Danach hatte er Engagements an den Bühnen in Frankfurt/Oder, Schwerin, Dresden und Brandenburg. Nebenbei arbeitete er als Nebendarsteller in zahlreichenDEFA-Produktionen.

Ab 1970 gehörte er dem Schauspielensemble des Deutschen Fernsehfunks (DFF) an. Er verkörperte in dieser Zeit über 150 verschiedene Rollen, wie den ersten Ingenieur in der Erfolgsserie „Zur See“ oder den Ermittler in „Polizeiruf 110“.

Seit 1992 arbeitet Gehrke als freiberuflicher Schauspieler vorwiegend für Fernsehproduktionen, wie beispielsweise für die ZDF-Fernsehserie „Der Landarzt“.

Raik Mielke

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