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Grimmen Griebenow: Anlage mit schwedischen Wurzeln
Vorpommern Grimmen Griebenow: Anlage mit schwedischen Wurzeln
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03:38 09.09.2013
Blick auf das Barockschloss Griebenow. Es wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbaut. Fotos (2): Peter Schlag
Griebenow

Staunend blicken die Besucher in acht Meter Tiefe hinunter. Da lagen früher Eisblöcke. Genau deswegen heißt das Objekt ja auch Eiskeller. Es ist eines der vielen Teilgebäude, die zur Griebenower Schloss- und Gutsanlage gehören.

Zum Tag des offenen Denkmals gibt es eine besondere Führung durch den historischen Ort Griebenow. Mit Dittmar Alexander führt ein Kenner der Ortsgeschichte die 30 Besucher durch das Dorf. Er ist eines der 39 Mitglieder beim Barockschloss-Verein.

Wie baugeschichtlich interessant Griebenow ist, zeigt schon Station Nummer 1 — die Kapelle. Sie hat 15 Ecken und bietet Dittmar Alexander die Gelegenheit, auf ein markantes Ereignis aufmerksam zu machen. Als nach dem Dreißigjährigen Krieg die Region an Schweden fiel, belehnte Königin Christine ihren verdienten Soldaten Gerdt Anthon von Rehnskiöld mit Griebenow. Sozusagen als erstes ließ er die Kapelle bauen, die laut Inschrift auf einer der beiden Glocken 1653 geweiht wurde. Nachdem 1706-09 das Barockschloss den Mittelpunkt von Griebenow bildete, kamen zahlreiche Gebäude hinzu. Mitte des 19. Jahrhunderts, bei der Umgestaltung der Gutsanlage, beispielsweise das Wirtschaftsgebäude. Heute leer gezogen, verkörpert es sozusagen das Motto des Denkmaltages 2013. Denn dieser dreht sich um „unbequeme Denkmale“. Und dazu gehört auch das Wirtschaftshaus, in dem einst das Gesinde wohnte. Denn angesichts des enormen Sanierungsaufwandes ist es schwierig, für das denkmalgeschützte Gebäude eine Nutzung zu finden.

Da ist es mit anderen Objekten schon einfacher. Die Griebenower Meutetürme, einst wurde dort Jagdausstattung untergestellt, sind saniert. In der Remise betreiben die Landfrauen heute einen Laden.

Aufwendig dagegen ist die Pflege des Parkes, um die sich der Verein ebenfalls kümmert. Immerhin ist der Park 14 Hektar groß...

Hoffen auf Förderung
Schloss und Park Griebenow befinden sich im Eigentum des Barockschloss-

Vereines. Er übernahm im Jahr 2003 die Trägerschaft.

Der Verein konnte in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Sanierungsarbeiten am Schloss ausführen lassen, unter anderem wurde das Dach neu gedeckt und Balken im Dachstuhl erneuert.

Derzeit gibt es Gespräche mit der Landesregierung. Sie beziehen sich beispielsweise darauf, Fördermittel für die Restaurierung des Portalbereiches zu bekommen. Außerdem muss dringend die Heizungsanlage erneuert werden.

Peter Schlag

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