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Grimmener SV feiert nach Kellerduell gegen Pommern

2219grm01 Grimmener SV feiert nach Kellerduell gegen Pommern

Stephan Rambow bringt seiner Mannschaft in der 92. Minute den 2:1-Erfolg. Ein wichtiger Grundstein für den Klassenerhalt ist gelegt.

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Manuel Nienkirchen (Grimmen, rotes Trikot) zieht ab. Stralsunds Nico Vanek kann nicht mehr eingreifen.

Quelle: J�rgen Schwols

FußballVerbandsliga: FC Pommern Stralsund — Grimmener SV 1:2 (0:0). „Sünnabend kümmt Beseuck von Dörp." Mit diesem Slogan warben die Stralsunder im Vorfeld dieses Derbys im Abstiegskampf. Eine viel bessere Motivation konnten sie dem Grimmener SV anscheinend nicht geben.

Beide Teams spielten bisher eine ordentlichen Rückrunde. Pommern hatte mit Heimsiegen gegen Pampow und den Rostocker FC Punkte eingefahren. Grimmen seinerseits holte alle seine sieben Rückrundenpunkte bis zu diesem Spiel zu Hause.

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Manuel Nienkirchen (Grimmen, rotes Trikot) zieht ab. Stralsunds Nico Vanek kann nicht mehr eingreifen.

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Das Spiel begann mit einem Abtasten und man merkte beiden Teams eine gewisse Nervosität an. Stephan Rambow mit einem Drehschuss hatte in der dritten Minute die erste Torchance, die aber kein Problem für Schattschneider im Stralsunder Tor darstellte. In der neunten Minute setzte sich Brian Kozlowski über rechts durch und sein Flachschuss touchierte noch den Pfosten. Nun verflachte das Spiel.

Grimmen war optisch überlegen, hatte aber gegen die tief stehenden Pommern Probleme, sich Torchancen herauszuspielen. Stralsund sorgte ab und an mit schnellen Gegenangriffen über ihre kleinen schnellen Stürmer für aussichtsreiche Kontersituationen, die die GSV-Abwehr aber allesamt meisterte. Oliver Bollhagen hatte dann eine große Möglichkeit per Kopf, traf den Ball aber — für ihn untypisch — nicht richtig.

Aufregung gab es in der letzten Minute vor der Pause. Ein Eckball von Marcel Max landete auf dem Kopf von Oliver Bollhagen, der an der Brust von Schattschneider scheiterte. Den Abpraller drückten Markus Wollenburg und Stephan Rambow über die Linie. Doch Referee Ludwig entschied auf Torwartbehinderung und das Tor zählte nicht. Somit ging es torlos in die Pause.

Nach Wiederanpfiff wurde Grimmen noch dominanter und Pommern machte nach vorne fast gar nichts mehr. Immer wieder verursachten die Hansestädter nun Freistöße, was auch daran lag, dass Grimmen hier kämpferisch ein Riesenpensum ablieferte. Zum Leidwesen der Trebelstädter blieben diese Standards alle ungefährlich. Marcel Max hatte nach einer tollen Vorarbeit von Rambow die Führung auf dem Fuß, doch der Abschluss missglückte. Wie aus dem Nichts fiel in der 66. Minute der Ball vor die Füße des Stralsunders Denny Duggert. Dieser schlenzte ihn überragend zum 1:0 ins Tor.

Was für ein Rückschlag für Grimmen. Nur vier Minuten danach setzte sich Stephan Rambow durch, ihm versagten aber freistehend aus zehn Metern die Nerven und der Ball verfehlte das Tor. Jetzt stellte man auf Grimmener Seite auf „Harakiri-Taktik" um, was natürlich tolle Kontersituationen für den FC Pommern mit sich brachte. Der eingewechselte Thomas Bässler rettete zweimal in höchster Not. Dann kam die 88. Minute. Markus Wollenburg mit einem Ballgewinn auf links brachte den Ball zu Christian Schmidt. Sein Schuss wurde unhaltbar abgefälscht, sodass er im Winkel zum 1:1 einschlug.

Es folgte die Nachspielzeit. Die war an Emotionalität nicht zu überbieten. In der 92. Minute hat ein Stralsunder Angriff eine Abseitsstellung zur Folge und Grimmen führte seinen Freistoß schnell aus.

Toni Arend brachte eine tolle Flanke in den Sechzehner, wo der GSV-Kapitän Stephan Rambow mustergültig ins lange Eck köpfte und dieses verrückte Derby endgültig drehte. Einen langen Ball musste Grimmen danach noch überstehen und dann pfiff der gut leitende Schiedsrichter Steffen Ludwig ab. Feiernde Grimmenern sahen die Zuschauer im Stadion der Freundschaft in Stralsund. Grimmen hat damit den Grundstein gelegt, dass auch in der nächsten Spielzeit Verbandsliga-Fußball in der Trebelstadt geguckt werden kann.

Rupp, Nienkirchen, Arend, Rambow, Bollhagen, Max (80. Minute Olbrich), Wollenburg, Kozlowski, Klein, C.Schmidt, Jeschke (58. Bässler).

Christian Bockhahn

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