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Großes Kino im Stralsunder Theater

Stralsund Großes Kino im Stralsunder Theater

Premierenpublikum bedankt sich mit rhythmischem Klatschen bei über 40 Mitwirkenden der „Blues Brothers“

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In Stralsund hatte am Sonnabend das Kultmusical „Blues Brothers“ Premiere. Das Theater war ausverkauft. Das Publikum feierte die rund 40 Darsteller minutenlang mit rhytmischem Applaus.

Quelle: Gunnar Luesch/mutphoto

Stralsund. Eine Viertelstunde lang feierte das Stralsunder Publikum am Sonnabend seine „Blues Brothers“. Und das bei rhythmischem Klatschen und mehreren Zugaben. Kurz vor seinem 100. Geburtstag erlebte das traditionsreiche Theater am Olov-Palme-Platz, das ausverkauft war, somit wieder einmal eine Premiere, wie sie unterhaltsamer kaum hätte sein können.

Denn bei viel Klamauk, grooviger Musik und einer Band, die Klassiker des Rhythm & Blues, wie „Stand by your man“ oder „Everybody needs Somebody to love“ stilecht interpretierte, hielt es junge Leute wie auch die älteren Semester nicht mehr ruhig auf den Sitzen. Alle fühlten sich animiert, im Takt mitzuwippen. Und so machte es richtig Spaß, zwischendurch auch mal den Kopf von der Bühne in die Zuschauerreihen zu wenden. Hätte man nicht im Theater gesessen, könnte man sagen: Es war großes Kino, was sich da abspielte. Ebenso wie in dem gleichnamigen Film von 1980, der inzwischen auch bei uns Kultstatus hat.

Man staunt doch immer wieder, welches Potenzial unser vorpommersches Theater hat. Auch an technischen Möglichkeiten. Denn da bereichern nicht nur geschickt eingesetzte Videoeinblendungen das ohnehin schon turbulente Geschehen auf der Bühne. Plötzlich fliegt auch mal eine, wenn auch kleine Tankstelle, wirkungsvoll in die Luft. An keiner Stelle ist es langweilig. Bis zum Schluss.

Die Story des Musicals ist schnell erzählt: Jack Blues kommt aus dem Knast und wird von seinem Bruder Elwood in einem ausgemusterten Polizeiauto abgeholt. Beide fahren zum Waisenhaus, in dem sie aufwuchsen. Die Mutter Oberin klagt ihnen ihr Leid, weil sie 5000 Dollar Steuerschulden begleichen muss, sonst droht ihr die Auflösung des Heimes. Die beiden Brüder versprechen, das Geld zu besorgen und akzeptieren sogar den Wunsch der Oberin nach ehrlichem Geld.

Die Jungs haben nämlich sofort eine Idee, das Vorhaben umzusetzen. Sie wollen ihre alte Band, die „Blues Brothers“, wieder zusammen bringen. Und das schaffen sie auch. Aber bis dahin passiert natürlich allerhand Turbulentes, Komisches und zum Teil auch sehr Skurriles, das Regisseur Peter Rein mit jeweils etwa 40 Personen auf und hinter Bühne toll umsetzt. 200 Kostüme und über 150 Paar Schuhe werden für die Vorstellung benötigt. Sie ist also auch ein Mammutprogramm für Ankleiderinnen und Maskenbildner.

Wenn man bedenkt, dass Sonnabend zeitgleich im Theater Greifswald die Premiere von George Bizets „Carmen“ vor ebenfalls vollem Haus lief, dann kann man dem Theater auch dafür nur großen Respekt zollen.

Der gilt natürlich auch den beiden Hauptdarstellern bei den „Blues Brothers“, Markus Voigt und Alexander Frank Zieglarski, für ihre außergewöhnlich guten Leistungen als Schauspieler und Sänger. Und natürlich ist er auch allen anderen Mimen sowie den zehn Tänzerinnen und Tänzern, die allesamt Laien sind, den zwölf Choristen und den sieben Mitgliedern der Band, die in Originalbesetzung mit Piano, Drums, Gitarre, Bass, Saxophon, Trompete und Posaune aufspielen, zu zollen.

Nachdem dem Schweriner Staatstheater bereits im Februar und März mit dem Musical „Fame“ bei komplett ausverkauften Vorstellungen ein Riesenerfolg gelungen ist, zieht das Theater Vorpommern nun mit „Blues Brothers“ wirkungsvoll nach. Das allerdings bei weitaus geringeren Eintrittspreisen als in unserer Landeshauptstadt.

Hinter den Kulissen — Die „Blues Brothers“ in Zahlen

10 Tänzer stehen auf der Bühne - keine Profis, sondern Studenten, Mütter und Berufstätige, die im vergangenen Jahr ausgewählt wurden.

24 Bilder aus dem Film sind in der Vorstellung umgesetzt. Der Umbau auf der Bühne während des Stücks ist viel Arbeit.

40 Personen sind hinter der Bühne aktiv. Darunter sind Maskenbildner und Helfer für den schnellen Kostümwechsel zwischen den Szenen.

200 Kostüme und über 150 Paar Schuhe werden von den rund 40 Schauspielern auf der Bühne getragen.

Blues Brothers“: weitere Vorstellungen in Stralsund: 17. April, 18 Uhr; 14. Mai, 19.30 Uhr; Im Greifswalder Theater gibt es „Blues Brothers“ am 9. April, 19 Uhr, am 1. Mai, 18 Uhr, 27. Mai, 19.30 Uhr, 4. Juni, 19.30 Uhr

Karten: ab 15,50 Euro an den Theaterkassen, in den OZ-Verlagshäusern oder online unter theater-vorpommern.de.

OZ

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