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HSV-Männer zeigen schlechteste Leistung

2220grm01 HSV-Männer zeigen schlechteste Leistung

Gegen die erfahrenen, aber ins Alter gekommenen Demminer gehen die Pohle-Schützlinge sang- und klanglos unter.

HandballMV-Liga/Männer: SV Einheit Demmin — HSV Grimmen 33:27 (15:14). Nur beim 1:0 durch Fabian Meth sah es so aus, als würde das Team das umsetzen, was Trainer Pohle als Marschroute vorgab. Mit viel Tempo die erfahrene, aber ins Alter gekommene Demminer Mannschaft in die Knie zu zwingen. Doch der erste Treffer blieb für längere Zeit auch der letzte. Einheit, angetrieben von ihrem Polnischen Aufbauduo und dem später eingewechselten ehemaligen Bundesligaspieler Benny Lindt, konnte im gesamten Spielverlauf schalten und walten.

Schnell drehte das Spiel zu Gunsten der Gastgeber (4:1, 8. Minute), weil Grimmen im Angriff zu pomadig agierte, immer wieder im Block hängen blieb oder beste Einwurfmöglichkeiten liegen ließ. Nur langsam nahm der HSV auch am Spiel teil, weil nun auch die Demminer einige Fehler im Aufbau produzierten. Grimmen kämpfte sich Tor um Tor wieder heran, machte sich das Leben aber des Öfteren selber schwer. Trotz der wohl schwächsten Leistung in der Saison glichen die Trebelstädter die Führung des Gastgebers nach fünfzehn Minuten das erste Mal beim 6:6 wieder aus und blieben bis zum 8:8 auch weiterhin dran. Doch danach verfiel der HSV wieder in die alte Lethargie der ersten fünfzehn Minuten. Demmin nutzte die schwache Angriffsleistung der Gäste und baute mit viel Tempo die Führung durch fünf Treffer in Folge auf 13:8 aus. Dass, was sich der HSV vornahm, setzte der Gastgeber perfekt um.

Aber Grimmen fing sich wieder, weil bei der Einheit kurz vor der Pause die Luft ausging. Drei Treffer in Folge zum 13:11 war der Lohn einer etwas besser werdenden Abwehr. Das Spiel wurde dennoch nicht ansehnlicher. Man hatte eher das Gefühl, keiner wollte dem anderen wehtun. Es hatte Testspielcharakter, was die Strafenverteilung in Hälfte eins auch belegt — drei gelbe Karten und keine Zwei-Minuten-Strafen. Somit ging es mit einer knappen 15:14-Führung für die Einheit Demmin in die Kabinen.

Aus der kam Demmin wieder besser heraus. Zwei schnelle Treffer und schon war der Gastgeber wieder mit drei Toren in Front (17:14, 33.). Wer jetzt dachte, es kommt das große Aufbäumen, sah sich getäuscht. Grimmen fand in den nächsten Minuten im Angriff und Abwehr praktisch nicht mehr statt. Einzig Roman Bernhardt und Danny Keil stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Demmin spielte jetzt mit all seiner Routine die Angriffe konsequent, sowie mit Ruhe zu Ende und meistens stand dann auch ein Treffer auf ihrer Habenseite. Die Gastgeber setzten sich von Minute zu Minute vom HSV ab.

Beim 27:19 nach 47 Minuten sah es nach einem Debakel für Grimmen aus.

Trainer Pohle reagierte mit einer Auszeit und versuchte, mit einer offenen Deckung die Gastgeber zu Fehlern zu zwingen. Dies gelang mit mäßigem Erfolg. Zwar tat sich die Einheit nun schwerer, doch der HSV vermochte es nicht, die gewonnen Bälle in Tore umzumünzen. Somit blieb der Abstand konstant (31:24, 56.). Das Spiel war eigentlich schon mit Beginn der zweiten Hälfte verloren. Die Zuschauer hatten nie das Gefühl, dass Grimmen die Einheit noch einmal ins Wanken bringen kann. Am Ende gewann Demmin sein letztes Heimspiel der Saison mit 33:27.

Mit dieser Einstellung, die der HSV Grimmen am Sonnabend an den Tag legte, kann sich die Mannschaft ihren vielen und treuen Fans nicht präsentieren. Kein Kampf und Biss in der Abwehr und eine miserable Chancenverwertung mit insgesamt 31 Fehlwürfen — Trainer Pohle war nach dem Spiel bedient und sprach von der Krönung, der in der Rückrunde gezeigten schwachen Leistungen.

Schuhknecht, Niebuhr, Keil (3), Abé, Mockschan (1), Bernhardt (9/3), Kopilow, A. Hagedorn, T. Hagedorn (4), Meth (4), Pischke (1), Plötz (1), Pervölz (5/1).

Manuel Abé

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