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Helmerich holt Templer nach Richtenberg

Richtenberg Helmerich holt Templer nach Richtenberg

In ihrem 16. Jahr widmet sich die Richtenberger Helmerich-Theatergruppe dem Geheimnis des Papenberges

Richtenberg. Jahr für Jahr haucht die Richtenberger Theatergruppe der Legende um ihren Lokalhelden Helmerich Leben ein und hat in ihrem 16. Jahr das Geschichtsbuch noch um ein paar Kapitel weiter zurückgeblättert.

„Die Geschichten sind ja bisher sehr auf Helmerich zugeschrieben gewesen, diesmal haben wir uns auf den Papenberg mit seinem geheimnisvollen Gewölbekeller konzentriert und mit den Tempelrittern eine ganz neue Sichtweise eröffnet“, sagte Heidemarie Sasse, die auch in diesem Jahr wieder als Erzählerin durch die Geschichte führte.

18 kleine und große Laiendarsteller sind in gleich 29 Rollen geschlüpft, während sich Helmerich mit den Templern verbündet, um gegen die Machenschaften des Königs und für freie Richtenberger Bürger zu kämpfen. Auch Luisa-Sophie Dethloff hat hier in ihrem zweiten Theaterjahr gleich eine Doppelrolle besetzt. „Ich bin froh, dass die Premiere gelungen ist. Obwohl es nicht das erste Mal ist, war ich gerade wegen der Kostümwechsel doch sehr aufgeregt“, meinte die Zwölfjährige.

Für sie waren die Proben und Aufführungen des Wochenendes dabei nicht nur Hobby. Im Wahlpflicht-Unterrichtsfach „Darstellendes Spiel“ hat sie sich mit der Theater-AG sogar noch eine Eins verdient.

Die hat zumindest Lehrerin Martina Graumann ihren Schützlingen nach der gelungenen Vorstellung versprochen. „Die Partnerschaft mit dem Kulturtreff bietet uns beste Möglichkeiten“, erklärt die Lehrerin, von der in diesem Jahr das Drehbuch stammte. „Hier gibt es so viele Leute hinter der Bühne, die toll zusammenarbeiten und so viele Ideen umgesetzt haben“, so die 57-Jährige.

Zu den alten Hasen auf der Freiluftbühne gehört längst die zehnjährige Iris van den Berg. „Ich habe mich auf meine Ritterrolle richtig gefreut. Da ich sonst eher immer böse Rollen gespielt habe, konnte ich diesmal ein guter Templer sein.“ Dabei mussten die jungen Darsteller in ihren Doppelrollen oftmals schnell umdenken. „Der Templer, der auch den Henker spielt, muss ja am Ende einen seiner Ritterbrüder köpfen“, erklärte Lennard Fiedler. Für den Elfjährigen sind die Helmerich-Aufführungen trotz vieler Theaterjahre immer noch etwas Besonderes. „Wenn wir Märchenaufführungen haben, wissen die Besucher wie es ausgeht, beim Helmerich bleibt es immer wieder spannend.“

Und mit einem toten Tempelritter fand die diesjährige Episode ein für die Gäste besonders mystisches Ende. Zwar konnte das Geheimnis des Papenbergs bis heute kein Geschichtsbuch lüften. Wage ist auch, dass sich dafür zur jener Zeit die Templer interessiert haben. Aber: So oder so ähnlich hätte es sich zutragen können.

Wenke Büssow-Krämer

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