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Kirchenbibliothek: Wechsel an Spitze

Barth Kirchenbibliothek: Wechsel an Spitze

Varvara Disdorn-Liesen löst Ulrike Volkhardt im Förderverein ab

Barth. Sie hat Großes für die Kirchenbibliothek in Barth geleistet und maßgeblichen Anteil an dem Europa Nostra Award, der dem Förderverein 2014 für die Bewahrung des historischen Buchbestandes verliehen wurde: Jetzt hat Professorin Ulrike Volkhardt den Vorsitz des Fördervereins abgegeben. Die Hannoveranerin, gerade 60 Jahre alt geworden, stand nicht mehr als Kandidatin für dieses Amt zur Verfügung — der hohen Arbeitsbelastung wegen und um mehr Freiraum für ihre beruflichen Verpflichtungen zu haben. Volkhardt ist seit 1994 Professorin für Blockflöte an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

 

OZ-Bild

Ulrike Volkhardt in der Barther Kirchenbibliothek. Die 60-Jährige hat jetzt den Vorsitz des Fördervereins abgegeben.

Quelle: Detlef Lübcke

Der neue Vorstand

Zur Vorsitzenden ist Dr. Varvara Disdorn- Liesen aus Heiligenhaus in Nordrhein- Westfalen gewählt worden. Weiter gehören dem Vorstand des Fördervereins an: Dr. Gerd Albrecht,

Direktor des Barther Vineta-Museums, Alt-Äbtissin Barbara Möhring, Wolfsburg/Kloster Isenhagen, und Hiltrud Uphues aus Barth.

2010 ist der Förderverein für die Barther Kirchenbib- liothek gegründet worden.

Die jüngste Mitgliederversammlung des Fördervereins führte daher zu Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstandes. Als neue erste Vorsitzende ist Dr. Varvara Disdorn-Liesen aus dem nordrhein-westfälischen Heiligenhaus gewählt worden. Der Vorstand ist laut Satzung für ein Jahr gewählt worden. Das Vertrauen der Mitglieder betrachtet das neue Gremium als Ansporn, im kommenden Jahr an der nachhaltigen Sicherung der Kirchenbibliothek sowie an ihrer regionalen Vernetzung mitzuwirken.

Der Förderverein bedauert die Entscheidung Ulrike Volkhardts. „Gemeinsam mit dem Vorstandsteam hat sie sich in den vergangenen Jahren mit großem Einsatz und sehr erfolgreich für die Belange des Fördervereins engagiert“, schreibt der Verein auf seiner Internetseite. Im Verbund mit dem Fachlichen Beirat und den Förderern sowie in Abstimmung mit der Kirchengemeinde habe sie für die Rettung, Erschließung und Nutzung der Barther Kirchenbibliothek gekämpft. Das Ergebnis dieser Bemühungen: Sanierung und Neueinrichtung des Bibliotheksraumes, Reinigung des gesamten Bücherbestandes, Restaurierung und Digitalisierung der besonders wertvollen Bände, wissenschaftliche Erschließung und Öffnung für interessierte Besucher.

„Durch vielfältige Aktivitäten, wie Tagungen und Publikationen, konnte das öffentliche Interesse für den kulturhistorischen Wert der Sammlung geweckt und gesichert werden“, würdigt der Förderverein.

An diese Leistungen und Erfolge anzuknüpfen und sie fortzusetzen, werde eine große Herausforderung für den neuen Vorstand sein.

Der Förderverein bemüht sich im Verbund mit verschiedenen Stiftungen und Fachleuten um den Erhalt, die Restaurierung und Erschließung der im Mittelalter gegründeten Bibliothek der Kirche St.

Marien in Barth. Er veranstaltet alle zwei Jahre die Barther Gespräche, interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeitsgespräche zu kulturhistorischen Themen, unter Berücksichtigung kirchlicher bzw.

theologischer Standpunkte.

Ulrike Volkhardt verabschiedete sich mit der Herausgabe einer Notenedition. Die Matthäuspassion ist auch in der Kirchenbibliothek Barth in höchst seltenen Exemplaren eines Cantionale überliefert.

Volkhardt hat sie nun in einer praktischen Ausgabe mit aufführungspraktischen Hinweisen der Allgemeinheit zugänglich gemacht. „Ein kleiner Beitrag dazu, dass etwas, was in dieser Bibliothek lagert, verbreitet werden kann“, wie sie sagt. Mit Unterstützung der Katharina und Gerhard Hoffmann Stiftung Hamburg konnten Notenfunde auch aus dem Kloster Ribnitz und aus Greifswald in einer praktischen Edition herausgegeben werden.

Von Detlef Lübcke

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