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Grimmen Lange Denkmalnacht lockt Tausende in die Altstadt
Vorpommern Grimmen Lange Denkmalnacht lockt Tausende in die Altstadt
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03:47 26.08.2013
Gedränge vor dem Rathaus: Schon kurz nach 19 Uhr wird es voll und laut auf dem Alten Markt, wenn die Sundgefässer das Fest eintrommeln. Ab 20 Uhr beginnen die einzelnen Veranstaltungen. Quelle: Christian Rödel

Schon kurz nach 19 Uhr wird‘s am 7. September laut auf dem Alten Markt. Traditionell versammeln sich die „Sundgefässer“ des Chamäleon-Vereins, um auf ausgedienten Ölfässern die „Lange Nacht des offenen Denkmals“ einzutrommeln, bevor es um 19.30 Uhr mit der offiziellen Eröffnung losgeht. Wenn sich um 20 Uhr die Türen und Tore zu den einzelnen Veranstaltungsorten öffnen, beginnt die Qual der Wahl.

Schon im Rathaus ist jede Menge los. Im Rathauskeller heißt es „Hänsel & Gretel 2.0 — oder das Gräuelmärchen einer Verführung“. Im Wechsel dazu wartet ein „Lange-Nacht-Klassiker“ auf die Besucher:

die „Tour de Stralsund“. Auch in diesem Jahr hat Kai-Uwe Bahr wieder fleißig historische Filmaufnahmen gesammelt und daraus nun schon zum neunten Mal eine unterhaltsame Zeitreise durch Stralsund zusammengeschnitten.

Dort, wo sonst die Geschicke der Stadt gelenkt werden, im Löwenschen Saal, ist der Rostocker Legenden-Forscher Dr. Hartmut Schmied zu Gast. Auf der Spur von „Geistern, Göttern und Teufelssteinen“

entführt er sein Publikum auf eine geheimnisvolle multimediale Reise zu Schauplätzen von Sagen, Mythen, Legenden.

„Genuss und Tradition im Einklang“, das verspricht der Abend in der Stralsunder Whisk(e)yinsel bzw. im Hansekontor im Rathausdurchgang. Hier dreht sich alles um die Hanse und Stralsunds Verbindungen zur Zeit des legendären Städtebundes.

Wer dem Getümmel im Rathaus entfliehen möchte, ist in Stralsunds ältester Pfarrkirche, St. Nikolai, willkommen. Von den Legenden, die sich um die Heiligen vor allem im Mittelalter ranken, wird hier berichtet, musikalisch gerahmt von Kantor Matthias Pech.

Wer Lust hat, weiter in die Historie abzutauchen, der sollte im Wulflamhaus am Alten Markt 5 Station machen. Witzige, bewegende, zum Teil sogar skurrile Geschichten und Legenden aus 779 Jahren Stadtgeschichte werden aus dem Dunkel der Vergangenheit ans Licht geholt.

Nächste Station am Alten Markt ist Haus Nr. 7. Hier präsentiert das Grüne Büro die Ausstellung „Bodendenkmäler in Mecklenburg-Vorpommern“. Musikalische Akzente werden dazu von Matthias Sutter und Anja Schauer gesetzt.

Gleich nebenan, im Schwedencafé in der Mühlenstraße 1, erklingen Rhythmen, von denen „selbst Dornröschen aus dem Schlaf erwacht“.

Im Dielenhaus lockt die Ausstellung „Stralsund in Miniatur“ mit einzigartigen Einblicken in Stralsunds architektonische Schatzkammer. Weiter in die Schillstraße, ins Knieper Eck/Gorch-Fock-Café.

„Märchenhaftes für Mann und Frau“ lautet hier das Motto des Abends. Silvia Ahrens erzählt Märchen von der Liebe aus aller Welt, aus Italien und Frankreich, aus der keltischen Mythologie, von F. W.

Bain, Oscar Wilde oder Joachim Ringelnatz.

Schlendert man die Schillstraße weiter entlang, gelangt man schließlich zum Johanniskloster. In der imposanten Chorruine dreht sich alles um eine bedeutende Persönlichkeit, die in der Mitte des 17. Jahrhunderts in Stralsund wirkte: Carl Gustav Wrangel. In diesem Jahr hätte er seinen 400. Geburtstag gefeiert. Unser heutiger Streifzug durch die Veranstaltungsorte der 11. „Langen Nacht“

endet am Olof-Palme-Platz, wo sich die Türen des Theaters Vorpommern öffnen. Dornröschen erlebt hier eine wunderbare Verzauberung, wenn Puppenspielerin Josefine Schönbrodt Ausschnitte aus „Dornröschen oder Warte mal!“ präsentiert.

Eintrittsbänder gibt‘s bei der OSTSEE-ZEITUNG
54 Einzelveranstaltungen an 35 Orten der Altstadt locken in der Langen Nacht die Besucher an.

Im Vorverkauf gibt es die Tickets noch bis zum 6. September für acht Euro. Für Kinder mit einer Körpergröße von 1,20 Meter bis 1,60 Meter sind fünf Euro zu zahlen.

Am Veranstaltungstag kosten die Eintrittsbändchen zwei Euro mehr.

Erstmals sind die Tickets auch direkt in den Bussen erhältlich und berechtigen in der Zeit von 18 Uhr bis zum Veranstaltungsende zur kostenfreien Nutzung der Linien- und Sonderbusse des SWS Nahverkehrs.

Karten gibt es unter anderem im Stralsunder Servicecenter der OSTSEE-ZEITUNG, in der Tourismuszentrale der Hansestadt, im Citti-Markt und im Hanse-Dom.

Andrea Kaiser

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