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Mit Sackkarren: „Reise der Wartenden“ nach Grimmen

Grimmen Mit Sackkarren: „Reise der Wartenden“ nach Grimmen

SOS-Dorfgemeinschaft brachte gestern Skulpturenausstellung mitten in die Altstadt

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Am Wasserturm begrüßten Mädchen und Jungen aus der SOS-Kita Grimmen die sieben Skulpturen.

Grimmen. „Ich freue mich, dass die SOS-Dorfgemeinschaft auf so eindrucksvolle Art das Kunst- und Kulturleben in Grimmen bereichert.“ Fast schon euphorisch begrüßte Stadtrat Roland Wildgans gestern Bewohner und Mitarbeiter aus Hohenwieden vorm Rathaus. „Und Holzskulpturen passen doch auch sehr gut in unsere Stadt“, fügte er hinzu.

OZ-Bild

SOS-Dorfgemeinschaft brachte gestern Skulpturenausstellung mitten in die Altstadt

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Punkt 12 Uhr waren Bewohner und Mitarbeiter aus der SOS-Dorfgemeinschaft, dem Kindergarten und dem SOS-Familienzentrum gestern nämlich mit Sackkarren auf den Grimmener Markt gekommen. Darauf transportierten sie hölzerne Skulpturen, die sie anschließend an mehreren Orten aufstellten. Zuerst war das Rathaus umstellt, danach der Rückert-Brunnen. Denn die Skulpturen sollten von den Passanten ja auch wahrgenommen werden. Und das funktionierte super. Schon als die „Karawane“ über den Markt zog, gab es zumindest vor der Bäckerei „Junge“ viele neugierige Blicke. Die Gäste auf der Terrasse freuten sich über das bunte Bild. Denn viele Kinder bereicherten den Zug mit gelben, blauen und grünen Luftballons. „Die sind garantiert aus der SOS-Kita“, mutmaßte eine Passantin. Und sie hatte natürlich recht. Die Mädchen und Jungen waren gestern Bestandteil der „Reise der Wartenden“. So heißt das Kunstprojekt der Holzbildhauerin Christina Rode aus Witzow (Landkreis Vorpommern-Greifswald), das schon seit 2013 besteht und immer wieder neue Orte bereist. Zuletzt war es in Potsdam.

„Wir stellen alle Skulpturen die nächsten vierzehn Tage auch in unserer Kita, im Familienzentrum und in der Dorfgemeinschaft auf. Auch bei unserem Konzertchen am Freitag werden sie zwischen den Besuchern anwesend sein“, erklärte Hans-Peter Fromm, Leiter der SOS-Dorfgemeinschaft. Er hatte das Vorhaben mit Christina Rode eingerührt, als sie vor zwei Jahren im Rahmen einer Bildhauerwoche in Grimmen zu Gast war.

Bevor die sieben Objekte und ein Stuhl gestern auf Wanderschaft durch die Altstadt gingen, waren sie am Wasserturm nicht nur ausgeladen, sondern auch vorgestellt worden. Jede der sieben Skulpturen hat einen Namen. Christina Rode nannte sie „Für die Töchter“ , „Für die Söhne“ oder schlicht „Mama“. Letztere ist eine glatte, rundliche Person. „Die Mama, die immer Gebende“, sagt Christina Rode.

Eine Skulptur hat sogar eine lange Bezeichnung, die man sich einprägen muss, um sie zu behalten: „Während in der wirren Glut das Gras wächst“ heißt sie. Dargestellt hat die Künstlerin hier eine Musikerin, die geduldig auf ihren Einsatz im Orchester wartet.

Im Grunde geht es der Holzbildhauerei mit ihren Werken um eine Reise zu sich selbst. „Jeder soll sich in den Darstellungen in irgendeiner Form wiederfinden“, sagt sie. Der Ängstliche ebenso wie der Ungeduldige, der Wütende wie der Erschöpfte. Zu jedem Objekt gibt es auch ein Tagebuch, in das jeder Betrachtende etwas reinschreiben kann. „Die Reise der Wartenden“ ist ohnehin ein Widerspruch, weil Wartende ja nicht reisen, befand gestern Hans–Peter Fromm.

Das Projekt

Die Wartenden gehen auf die Reise. Die Wartenden, das sind große, lebensgroße Holzskulpturen. Sitzende Figuren, die Abbilder sind und Symbole der Menschen, ihrer Gefühle, Erfahrungen, Denkfiguren. Sie gehen auf die Reise, in die Welt, auf öffentliche Plätze und Orte. Dort verweilen sie, warten, treffen Menschen, erscheinen in deren Alltag, werden angetroffen. Und reisen weiter, von Ort zu Ort.

Reinhard Amler

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