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Mitten im Begegnungsraum

Stralsund Mitten im Begegnungsraum

„Welches Land wollen wir sein?“ / Lebhafte Debatte zur offenen Gesellschaft im Theater Vorpommern

Stralsund. Ein Halbrund aus mehreren Stuhlreihen im oberen Foyer des Stralsunder Theaters. Gegenüber saßen sich am Dienstagabend der Moderator der Debatte zur Frage „Welches Land wollen wir sein?“, Benjamin Fischer, Leiter der Stralsunder OZ-Redaktion, und die Impulsgeber: Frank Hunger, Sascha Löschner und Marleen Wolter, “ auf Augenhöhe mit dem Publikum”. So steht es in dem Leitfaden, den die Initiatoren herausgegeben haben, damit alle Veranstaltungen dieser Dialogreihe in Deutschland dem gleichen Schema folgen können.

Alexander Carius, Politikwissenschaftler und Mitbegründer der Denkwerkstatt Adelphi in Berlin und Harald Welzer, Soziologe und Sozialpsychologe, Mitbegründer der „Futur Zwei Stiftung“, haben im Herbst letzten Jahres diese deutschlandweite Dialogreihe initiiert. Anlass war der terroristische Anschlag in Paris. Nach einer großen Solidaritätswelle kippte plötzlich die Stimmung im Land.

Angeblich, denn seitdem ist die Hilfsbereitschaft enorm gestiegen. Die öffentliche Wahrnehmung aber ist eine ganz andere. Die Diskussionsrunden sind bisher vor allem von Theatern organisiert worden.

Als Gast aus Hannover stellte Marleen Wolter ihre Fräulein Wunder AG vor, eine Künstlerinnengemeinschaft, die gesellschaftlich relevante Themen behandelt. Bei Theater-Inszenierungen ließ sie zum Beispiel 40 Leute aus dem Publikum in ein Gummiboot steigen und nannte das „Proben für den Ernstfall“.

Wolter analysiert mit ihren Aktionen messerscharf den Zustand der Gesellschaft und plädierte zum Beispiel dafür, Kindern in der Schule beizubringen, alles zu hinterfragen. Ohne Hemmungen vor staatlichen Institutionen oder Befindlichkeiten. Noch wichtiger aber seien solche Begegnungsräume, wie zum Beispiel diese Dialogreihe.

Der Abend hat nach mehr als zwei Stunden gezeigt, wie wichtig die Entwicklung einer parteiunabhängigen Gesprächskultur ist. Wenn keine Positionen vertreten werden müssen, um für Wähler-Stimmen zu werben, kommt es wirklich zu persönlichen Begegnungen und Annäherung. Das hat in dieser noch recht übersichtlichen Runde gut funktioniert, weil alle zu Wort kamen, die etwas sagen wollten.

Auch die Gesprächsreihe an sich ist offen und soll weiter wachsen — und ebenso für Verknüpfungen mit lokalen Initiativen, die sich direkt für Flüchtlinge und solche Begegnungsräume einsetzen. Im Herbst könnte die erste begleitende Publikation dazu erscheinen. Juliane Voigt

OZ

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