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Mode: Jungs sind gegenüber Mädchen auf der Überholspur

Stralsund Mode: Jungs sind gegenüber Mädchen auf der Überholspur

Viele achten sehr auf ihr Aussehen und einige schlagen daraus sogar auch Kapital

Stralsund. Die Zeit, die man in der Parfumabteilung verbringt, kann aufschlussreich sein. „Prada Candy“ ist ein süßer, verspielter Duft für die Frau – nur für die Frau. Der Herr nimmt deshalb Vorlieb mit der holzigen Tabaknote von „Diesel Bad“, damit er neben seiner Zuckerwatte-Lady möglichst nach rauchendem Holzfäller riecht. Um es metaphorisch auszudrücken: wagt sich ein Mann zu weit in den Zuckerwattebereich der Duftwelt, wird er nicht nur von seinen nach Tabak riechenden Kollegen schief angeguckt.

 

OZ-Bild

Malte Schoschies aus Stralsund modelt nebenberuflich.

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Hört sich gehaltlos an? Ist es auch. Doch tatsächlich sind auch in der Praxis Zuckerwatte und Tabak zwei genauestens abgegrenzte Welten. „Obwohl es mich nicht sonderlich stört, lernt man als Mann, der auf sein Äußeres achtet, einige Vorurteile kennen.“ Das ist die Beobachtung, die Malte Schoschies gemacht hat, der nebenberuflich modelt und erst kürzlich einen Platz bei einer Hamburger Agentur ergatterte.

„Ich kam eher zufällig und mit etwas Glück zum Modeln. Ich wurde auf Instagram angeschrieben und dann kam eines zum anderen.“ Auch wenn der Modeljob oft als oberflächlich verpönt wird, hat er für den 17-Jährigen Zukunftspotenzial.

Malte bekommt oft zu hören, dass Modeln kein „richtiger“ Beruf sei. „Meine Erfahrungen haben mir trotzdem gezeigt, dass das Model-Business kein leichtes ist. Ich würde das gern weitermachen, aber auf mein Studium verzichte ich deshalb trotzdem nicht.“

Passend zu seinem Nebenjob ist es nur logisch, dass Malte auf ein gepflegtes Erscheinungsbild wert legt. „Allerdings achte ich weder peinlich genau auf meine Haare, noch auf meine Schuhe. Ich finde es einfach nicht falsch, sich ansehnlich anzuziehen und zu wissen, dass meine Haare gerade nicht in alle Richtungen abstehen. Ich kann und will damit nicht jedem gefallen, aber ich will mich einfach gut und wohl in meiner Haut fühlen.“

Gepflegt aussehen und ein großes Interesse an Mode, das sind für Gunnar Remus wichtige Dinge, ganz nach dem Motto „Kleider machen Leute“. Denn besonderen Wert legt er auf die Kleidung. Gunnar trägt am liebsten diverse Streetstyle-Marken. „Der Mix macht's. Die Kleidung muss nicht nur gut aussehen, sondern auch zusammenpassen.“

Ein besonderes Faible hat Gunnar für Sneaker, er besitzt mehr als zehn Paar, die er fast alle regelmäßig trägt. „Ein teures, aber dafür tolles Hobby. Der Preis meiner Schuhe oder meiner Kleidung spielt zwar auch eine Rolle, jedoch ist die Geschichte hinter dem Produkt für mich meistens noch wichtiger.“

Das heißt, er möchte wissen, warum genau die Farbauswahl und genau das Motiv für einen bestimmten Aufdruck getroffen wurde. Das alles begeistert ihn. Und wenn es eine limitierte Stückzahl von neuen Sneakern gibt, versucht er so schnell wie möglich, an diese heranzukommen. „Da sich jedoch mittlerweile auch in Deutschland immer mehr Leute für die sogenannte ,Sneaker-Kultur’ interessieren, gelingt mir das so gut wie nie“, sagt er mit einem Lachen.

Doch um den Gesamtlook perfekt zu machen, bedarf es nicht nur der Kleidung, sondern auch der richtigen Frisur. Dafür nehme er sich auch mal etwas länger Zeit, aber „als sehr eitel würde ich mich nicht bezeichnen. Natürlich achte ich auf mein Aussehen, aber wer tut das nicht? Es müssen ja nicht immer die teuersten Sachen sein, das Gesamtpaket ist für mich viel entscheidender.“

Dass er allerdings einen kleinen Schuh-Tick hat, gibt er gerne zu, dafür geht dann auch schon mal der ein oder andere Euro drauf. Aber durch Ferienjobs und Taschengeld finanziert sich Gunnar meist ein Großteil seiner Schuhe selbst. Und nichts ist schöner, als wenn man sich selbst etwas leisten kann.

Immer im Trend zu sein und trotzdem seinen relativ eigenen Style zu haben, so könnte Gunnars eigentliches Motto lauten. Dabei schaut er sich viel von berühmten Persönlichkeiten ab. Dazu gehören der US-Rapper Kanye West, der deutsche Rapper Shindy oder verschiedene US-amerikanische Basketballspieler oder Blogger.

Swantje Schurig und Vincent Huysmann

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