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Neue Mitglieder retten Förderverein

Abtshagen Neue Mitglieder retten Förderverein

Abtshagener setzen sich für Heilgeistkirche und andere Denkmäler ein

Abtshagen. Der Staffelstab beim Förderverein Heilgeistkirche zu Abtshagen ist übergeben. Wobei es nicht ein Stab ist, sondern eine dicke schwarze Lederaktentasche, die Klaus Weißbrodt als scheidender Vereinsvorsitzender seinem Nachfolger Gerd Dürkoop überreicht hat. Alt und schwarz ist das Stück, der Inhalt aber um so wertvoller, enthält er doch sämtliche Unterlagen aus der über 26-jährigen Vereinsgeschichte.

Diese hätte fast ein jähes Ende gefunden. „Wenn sich nicht ein neuer Vorstand gefunden hätte“, weiß Gerd Dürkoop. Der 49-Jährige hat als Gemeindevertreter der Gemeinde Wittenhagen von der Existenznot des 1995 gegründeten Vereins erfahren. „Die Mitglieder des vorherigen Vorstandes wollten sich teils aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl stellen. Oder weil sie weggezogen sind“, erklärt Dürkoop, warum der Fortbestand auf der Kippe stand.

Um so erfreulicher ist die Resonanz auf den Aufruf in der Gemeinde, sich im Förderverein zu engagieren. „14 Neuanträge haben wir bekommen“, erzählt der Abtshagener, der selbst erst vor Kurzem seinen Antrag abgab und nun als Vorsitzender fungiert.

Seine Stellvertreter sind die neue Pastorin Viviane Schulz und Karl-Heinz Stühler. Die Aufgaben des Kassenwartes übernimmt Margitta Bandelin, die von Dietrich Ricks vertreten wird. Schriftführerin im Verein ist ab sofort Christina Bandelin. Sie wird bei Bedarf von Wittenhagens Bürgermeister Frederic Beeskow vertreten. Zum Vorstand gehören ebenfalls Dietmar Kunkel, der auch dem Kirchenrat angehört und Wolfgang Buschmann.

„Circa 25 aktive Mitglieder haben wir derzeit im Verein“, berichtet der neue Vorsitzende. Er freue sich auf die bevorstehenden Aufgaben. „Bevor wir aber unsere ersten Vorhaben beschließen, müssen zunächst die Formalitäten erledigt werden“, sagt Dürkoop. Die Änderung im Vereinsregister sei eine solche. Er rechne damit, dass sich der Vorstand in zwei Monaten zusammensetzen und eine Art Prioritätenliste erstellen kann. Besonders wichtig sei ihm und seinen Vereinskollegen, dass alles im Miteinander mit der Kirche passiert. Wobei er betont: „Uns geht es nicht nur um die Kirche. Wir verstehen uns als denkmalschützender Verein.“

Das bedeutet, dass sich die Mitglieder ebenso für den Friedhof, die Feldsteinmauer drumherum und die Torpfeiler – alles steht unter Denkmalschutz – einsetzen, wennHandlungsbedarf besteht. „Aber auch der Erhalt des Kriegerdenkmals und des Pfarrgartens ist uns wichtig“, sagt Dürkoop, der selbst in Abtshagen aufgewachsen ist.

Deshalb sei ihm daran gelegen, bisher vom Verein auf die Beine Gestelltes weiter zu pflegen und zu erhalten. Auch eventuelle Fördergelder zu akquirieren gehöre zu den Aufgaben des Vereins.

Diesbezüglich sei der vorherige Vorstand sehr aktiv gewesen. Die Liste, woran der Förderverein seinen Anteil trägt, ist lang. Seit seiner Gründung wurde die Orgel rekonstruiert, neue Fenster hat das Gotteshaus bekommen und der Kirchturm neue Bretter. Um so bestürzter war das ganze Dorf, als dieser im Juni 1999 in Flammen aufging. Nur ein Jahr später ist der neue hölzerne Turm der Kirche eingeweiht worden. Kirchenmalereien sind teilweise freigelegt, die Kirchenmauer erneuert und neue Tore eingebaut worden. „Das Kriegerdenkmal hat erst 2012 eine neue Gedenktafel bekommen, eine auf der jetzt den Opfern beider Weltkriege gedacht wird“, nennt Dürkoop ein weiteres Beispiel dafür, was die einstige Vorstandsriege erreicht hat.

Viel, und so wolle es auch die neue Generation halten, sei aber auch bei Arbeitseinsätzen geschafft worden. „Wie die Pflege des Pfarrgartens, der von einer sogenannten Benjeshecke umrahmt wird“, erzählt Dürkoop der als selbstständiger Versicherungsfachmann einen großen Vorteil für seine Tätigkeit im Verein sieht. „Ich kann meine Zeit frei einteilen“, begründet er.

Konto des Fördervereins Heilgeistkirche: Sparkasse Vorpommern, IBAN DE50150505000631003673

Anja Krüger

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