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Opernale-Auftakt mit Sommernacht im Autohaus

Greifswald/Jager Opernale-Auftakt mit Sommernacht im Autohaus

Niederdeutsch kreuzt Hochkultur und Platt ergänzt Mozart ab Ende August auf Schloss Bröllin und in Griebenow

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Autohaus-Geschäftsführerin Madeleine Leschitzki (l.)und die künstlerische Leiterin der Opernale, Henriette Sehmsdorf.

Quelle: Almut Jaekel

Greifswald/Jager. Die Opernale 2016 wird es nicht nur auf Schloss Bröllin und in Griebenow geben, sondern einige Darsteller werden auch in einem Greifswalder Autohaus zu erleben sein. „Mein Papa hatte da so eine Idee“, leitete Geschäftsführerin Madeleine Leschitzki ein, bevor ihr Vater Winfried eingestand, dass er ursprünglich – wie so viele Vorpommern – gar kein großer Opernfreund war. Bevor er die Opernale-Macher kennenlernte. Die Begeisterung hätte ihn angesteckt. Und bei der vorjährigen Aufführung im Griebenower Schloss entstand seine Idee, die Opernale zu einem Sommernachtskonzert ins Autohaus zu holen.

Am 10. Juni ist es soweit: Dann können Kunden und Musikliebhaber „etwas ganz Besonderes erleben“, freut sich die künstlerische Leiterin Henriette Sehmsdorf. „Das ist genau unser Anliegen“, sagte sie während des gestrigen Pressetermins. „Oper zu den Menschen zu bringen, Menschen zusammenzuführen und sie für Kultur zu begeistern.“

Der Opernale-Verein aus Jager im Landkreis Vorpommern-Rügen macht genau das seit 2011 – mal mit großen Festspielen wie 2016, mal mit vielen Austragungsorten und 2015 mit Wohnzimmerkonzerten und privaten Veranstaltern.

Während es beim Greifswalder Sommernachtskonzert im ersten Teil „Die Zauberflöte“ von Mozart als Schnelldurchlauf gibt, und es in Teil zwei mit Stücken wie „Summertime“ oder „Pack die Badehose ein“

luftig und locker zugehen wird, startet das „Kulturevent im ländlichen Norden“, wie Henriette Sehmsdorf die Opernale nennt, ab Ende August mit „De Zauberfläut oder Niederdeutsch kreuzt Hochkultur“

ganz groß durch. „Erstmals wird es mit Bröllin in Vorpommern-Greifswald und Griebenow in Vorpommern-Rügen zwei Austragungsorte geben“, informiert sie. Zuvor werde im August gemeinsam in Bröllin gelebt, gearbeitet, geprobt. Neu ist auch eine deutsch-polnische Zusammenarbeit. Ob es dann Schwierigkeiten bei der Verständigung geben wird? „Musik funktioniert immer, um sich zu verstehen“, sagt Sehmsdorf. Aufgrund dieser Zusammenarbeit ist einer der zahlreichen Förderer die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit. „Und erstmals überhaupt für Kultur gibt es eine Förderung aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“, betont die Regisseurin.

Bleibt die Frage, was Niederdeutsch mit Mozarts Oper zu tun hat. Sehmsdorf: „Die Zauberflöte war eine Volksoper. Volkstümlich und traditionell ist hierzulande die plattdeutsche Sprache.“ Und mit der Wilmshagenerin Petra Schwaan-Nandke haben die Opernale-Macher eine Mitstreiterin gefunden, die für die niederdeutsche Sprache ebenso missionarisch eintrete wie der Opernale-Verein für Kultur auf dem Lande. Deshalb werden zwar Mozarts Original-Musik und auch die Original-Gesangstexte zu hören sein. Die plattdeutschen Zwischentexte stammen aber von Petra Schwaan-Nandke.

Termine

Opernale-Sommerkonzert im Autohaus Leschitzki in Greifswald: 10. Juni, 19 Uhr, Tickets im Autohaus, 20 Euro „De Zauberfläut – oder Niederdeutsch kreuzt Hochkultur“,

Uraufführung : 26. August, 19 Uhr Schloss Bröllin, zweite Aufführung in Bröllin am 27. August 19 Uhr Premiere: 1. September, 19 Uhr, Turmscheune Griebenow 2. September, 19 Uhr De Zauberfläut, 22.30 Uhr Benefiz-Nachtkonzert, 3. September, 15 Uhr Newcomer-Konzert, 18 Uhr De Zauberfläut, 21 Uhr Zauberhaftes Diner 4. September, 14 Uhr Instrumentenbau für Kinder, Führung durch Schloss und Park, 16 Uhr De Zauberfläut, 22.30 Uhr Benefiz-Nachtkonzert 10. September, 15 Uhr, Newcomer-Konzert, 18 Uhr De Zauberfläut, 21 Uhr Zauberhaftes Diner 11. September, 14 Uhr Instrumentenbau, Führung durch Schloss und Park, 16 Uhr De Zauberfläut (Familienvorstellung) Kostenlose Stückeinführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn Tickets zwischen 10 und 35 Euro

Almut Jaekel

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