Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Opernale — auf Förderung angewiesen

Jager Opernale — auf Förderung angewiesen

Neun Aufführungen von „De Zauberfläut“ von Ende August bis Mitte September

Voriger Artikel
Viel Beteiligung am Fremdsprachentag des Gymnasiums
Nächster Artikel
Zoo stimmt sich auf Ostern ein

49 Euro kostet eine Aktie. Sie berechtigt zum Besuch einer Vorstellung von „De Zauberfläut“ in Bröllin oder Griebenow und unterstützt die Arbeit des Opernale e.V.

Jager. Alle Aufführungstermine stehen fest, der Programmflyer ist kurz vor dem Druck: Am 7. April soll der Opernale-Flyer 2016 erscheinen.

„Niederdeutsch trifft Hochkultur“ ist das diesjährige Motto und „De Zauberfläut“ spannt dabei den Bogen von Mozarts Wiener Charme zu plattdeutscher Heimatverbundenheit. Nachdem die Opernale-Macher um die künstlerische Leiterin Henriette Sehmsdorf im vergangenen Jahr zu 15 „Wohnzimmerkonzerten“ mit einem künstlerischen Querschnitt der vorherigen Opernalen eingeladen hatten, starten sie in ihrem sechsten Jahr wieder mit ihrem großen Festivalformat voll durch: „De Zauberfläut“ wird es vom 26. August bis zum 11. September neunmal geben. „Alles wird wesentlicher aufwändiger als im Vorjahr“, sagt Henriette Sehmsdorf. Bei jeder der Aufführungen, deren Sprechtexte von Petra Schwaan-Nandke — der Niederdeutsch-Fachfrau aus Wilmshagen — auf Platt geboten werden, sind 45 Männer und Frauen eingespannt — vom Künstler auf der Bühne bis zum Einlasser. 400 Stühle müssen beispielsweise in der Griebenower Turmscheune platziert werden, Sicherheitspersonal engagiert, der Kartenvorverkauf organisiert werden.

Unmittelbar vor den Aufführungen — genau drei Wochen lang — üben die Künstler Mozarts Oper intensiv auf Schloss Bröllin bei Pasewalk, wo sie Probestätten und Unterkünfte der Kulturstiftung nutzen können. Dort gibt es auch die „erste“ Premiere und eine weitere Aufführung. Ab dem 1. September folgen sieben Opernale-Veranstaltungen in der Griebenower Turmscheune. Jeweils gehört ein Stückeinführung zum Programm; in Griebenow kommen je nach Aufführungstag die Premierenfeier, Nachtkonzerte, Newcomerkonzerte mit jungen deutschen, polnischen und syrischen Künstlern, „Zauberhafte Diners“ jeweils an den Sonnabenden, Instrumentenbau-Angebote für Kinder und Führungen durch die barocke Schloss- und Parkanlage zum Rahmenprogramm. „Die Nachtkonzerte sind beispielsweise etwas ganz Besonderes“, schwärmt Henriette Sehmsdorf. Die Musiker hätten so viel Lust und Spaß daran, gemeinsam zu musizieren, dass sie an den beiden Freitagen neben der eigentlichen Oper in der Griebenower Schlosskapelle zusätzliche Konzerte einplanen.

Ein wenig Sorgen macht der künstlerischen Leiterin, wie das Ganze bezahlt werden soll. Im Vorfeld schon entstehen zum Beispiel Kosten fürs Bühnenbild, die Bestuhlung, für das Einstudieren, die Werbung und die Kostüme. Sehmsdorf: „Jede einzelne Aufführung kostet dann nochmal 6000 Euro. Unsere Einnahmen liegen bei ausverkauftem Haus maximal bei je 3000 Euro. Ohne Förderung geht also gar nichts — und da sieht es nicht so schlecht aus.“ Wenn die Opernale wirtschaftlich arbeiten sollte, müsste der Eintrittspreis bei 90 Euro je Karte liegen. „Damit kann aber Oper auf dem platten Land nicht Fuß fassen“, ist Henriette Sehmsdorf überzeugt. Die Opernale-Eintrittspreise liegen zwischen 20 und 35 Euro. Außerdem gibt es jede Menge Rabatte. Die Nachtkonzerte beispielsweise sind kostenfrei, es wird um eine Spende gebeten. Der Vorverkauf beginnt ab dem 1. Mai. Wer aber nicht nur Kultur genießen, sondern auch fördern und sich gleichzeitig schon jetzt einen festen Platz sichern will, sollte eine der 500 Opernale-Aktien für je 49 Euro erwerben. „Vielleicht auch als Ostergeschenk“, hofft die künstlerische Leiterin.

Premiere in Griebenow am 1. September

9 Aufführungen von „De Zauberfläut“ wird es 2016 geben — zwei in Bröllin bei Pasewalk und sieben in der Griebenower Turmscheune.

Premiere in Griebenow wird am 1. September gefeiert. Daran schließen sich Aufführungen mit Rahmenprogrammen an den darauffolgenden Freitagen, Sonnabenden und Sonntagen an.

Unterstützt wird die Opernale 2016 aus dem EU-Programm zur Förderung des ländlichen Raumes, Leader. „Erstmalig schafft es damit jemand in MV, als Kulturverein aus den Pfründen zu schöpfen, die bisher ausschließlich baulichen Maßnahmen zur Verfügung standen“, sagt Henriette Sehmsdorf.

Geld gibt es auch von der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit, der NDR-Kulturförderung, den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald, der Stiftung der Sparkasse Vorpommern und dem Kultusministerium MV.

10000 Euro fehlen dem Opernale-Verein bisher noch.

Von Almut Jaekel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Schönberg

Zuschauer standen auf ihren Sitzen, pfiffen und jubelten den tanzenden Frauen auf der Bühne lautstark zu.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kultur
Verlagshaus Grimmen

Bahnhofstraße 11
18507 Grimmen
Telefon: 03 83 26 / 46 07 84

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
9.30 bis 16.30 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Almut Jaekel
E-Mail: lokalredaktion.grimmen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.