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Ribnitz: Ein Stadt im Folklore-Fieber

Ribnitz-Damgarten Ribnitz: Ein Stadt im Folklore-Fieber

Sieben Tanz-Ensembles aus Europa und den USA kämpfen bei Tanzmarathon um die Gunst der Jury

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Hatten die weiteste Anreise: Die Tänzer aus New Orleans in den USA waren in farbenprächtige Kostüme gekleidet.

Quelle: Carolin Riemer

Ribnitz-Damgarten. Die Bühne bebt. Das Publikum applaudiert. Kaum ein Stuhl bleibt auf dem Markt frei. 35 Folkloretänzer des Richard-Wossidlo-Ensembles betreten die Bühne. Mehr als sechs Stunden lang könnten sie ununterbrochen tanzen, denn sie haben aktuell 40 Tänze im Repertoire. Heute zeigen sie neun von ihnen. „Alle sind von uns bearbeitet und seit einem Jahr geprobt“, sagt Ensemble-Chef Holger Hurtig. Alles klappt. Die Tänzer sind zufrieden.

Seit 27 Jahren wird die Bernsteinstadt dank des Folklore-Ensembles mehrere Tage lang international. In diesem Jahr kommen die Gäste des Festivals – insgesamt etwa 180 Tänzer – aus Polen, Italien, Serbien, Rumänien, der Slowakei und aus New Orleans. Hurtigs Favoriten sind die Italiener. „Sie sind mit so viel Feuer und Herzblut bei der Sache.“ Wer am Ende des Tanzmarathons gewinnt, entscheidet die Jury, die aus den künstlerischen Leitern der teilnehmenden Länder besteht. Sich selbst dürfen sie nicht wählen und Hurtig hofft, dass alle ohne taktische Hintergedanken werten. „Ich geb gern den Titel ab, wenn andere Tänzer besser waren als wir“, erklärt er fair. Mehrmals habe das Richard-Wossidlo-Ensemble in den vergangenen 27 Jahren den ersten Platz gemacht.

Die farbenfrohesten Kostüme tragen die Amerikaner aus New Orleans. Ihr Ensemble „Komenka“ wurde 1979 gegründet und zählt derzeit 40 Mitglieder. Es ist die einzige Gruppe, die bereits zum zweiten Mal in Ribnitz-Damgarten zu Gast ist. Tänzer Charles Bourg (24) erklärt, warum sie sich allesamt auf die deutsche kleine Stadt am Bodden freuen: „Die Menschen sind großartig, das Bier schmeckt fantastisch, die Strände sind wunderschön.“ Die beiden ältesten Tänzer des Festes stammen aus Polen. Wladyslawa Janus und Benedykt Poreba sind beide 80 Jahre alt und kein bisschen müde auf den Beinen. Der künstlerische Leiter ihrer Gruppe ist hingegen erst 25 Jahre alt und erstellt nicht nur die Choreografien selbst sondern näht auch die Kostüme.

Die Stadt ist dank der Tänzer bereits seit Dienstag bunt. Auf den Straßen spielt täglich Musik, die Passanten sind überrascht von der Atmosphäre. „Das berührt mich sehr“, sagt Erika Kluttig (77), die sich am Sonnabend einen Platz in der vorderen Reihe sicherte. „Wer nicht hier war, hat etwas Grandioses verpasst“, pflichtet Elfriede Hentschel (77).

Carolin Riemer

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