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Hohenwieden Wo aus Holzstämmen Kunst wird

14. Bildhauerwoche in SOS-Dorfgemeinschaft Hohenwieden zu Ende gegangen

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Über zwei Meter groß ist der Leuchtturm, an dem Jens Kurth die Schleifmaschine ansetzt.

Hohenwieden. Das Kreischen der Schleifmaschine ist weithin zu hören. In der Luft liegt der Geruch von frischem Holz. Es ist Bildhauerwoche in Hohenwieden. Innerhalb einer Woche sind unter dem Motto „Weit, weit übers Meer“ zehn verschiedene Skulpturen entstanden, an denen nun die letzten Handgriffe getan werden.

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14. Bildhauerwoche in SOS-Dorfgemeinschaft Hohenwieden zu Ende gegangen

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Es war ein unglaublich tolles Arbeiten hier.“Ines Diederich, Bildhauerin aus Vogelsang

„Das war richtig schön“, sagt SOS-Dorfbewohnerin Roswitha Weimann. Gemeinsam mit anderen Dorfbewohnern und der Unterstützung der Bildhauer Eckard Laabs aus Greifswald und Ines Diederich aus Vogelsang bei Woldegk hat sie an einem Leuchtturm gearbeitet. Hoch ist er, gut 2,30 Meter. Reliefs wurden mittels Stechbeitel in das Holz gearbeitet. Vögel, Fische, ein Heißluftballon sind in den Stamm geschnitzt. Und ein Bild, das aztekisch anmutet. „Wenn man genau hinsieht, erkennt man darin den Schriftzug Hohenwieden“erklärt André Brückner. Und dann erzählen die beiden, wie sie am Mittwochmorgen am liebsten das Handtuch geworfen hätten. „Wir haben gedacht, das schaffen wir nicht. Stimmt’s Rosi?“, fragt er und Roswitha Weimann nickt. „Oh ja, da war viel Arbeit“, sagt sie. Nun aber sind sie stolz wie Oskar, dass sie ihren Leuchtturm doch noch fertig bekommen haben.

Stolz ist auch Bildhauerin Ines Diederich. „Mir hat es hier super gut gefallen“, sagt sie. „Alle waren unglaublich motiviert, geradezu enthusiastisch. Es war ein tolles Arbeiten, hat richtig Spaß

gemacht.“ Gemeinsam mit ihrem Berufskollegen Eckard Laabs aus Greifswald stand sie den Künstlern mit Rat und Tat zur zur Seite. Neben den Dorfbewohnern beteiligten sich auch Grimmener Gymnasiasten und die vier- und fünfjährigen Knirpse der SOS-Kita Hermann Gmeiner aus der Trebelstadt an der Bildhauerwoche. „Das war viel schöner als im Kindergarten“, sagt der vierjährige Arvid und fügt flüstern hinzu: „Hier mussten wir nämlich keinen Mittagsschlaf machen.“ Insgesamt zwölf Kita-Knirpse waren die Woche über mit Feuereifer dabei und schufen gemeinsam mit vielen Helfern einen Seestern und einen Delfin. „Ich hoffe, dass wir den behalten dürfen“, sagt die fünfjährige Alina und ihr Kumpel Diego hat auch sofort eine Idee, wo er in ihrem Kindergarten stehen könnte. „Draußen, vor der Tür“, ruft er.

Aber wer weiß, vielleicht möchte die Skulpturen ja auch jemand kaufen. Jedes Jahr findet im Anschluss an die Bildhauerwoche eine Finissage statt und jedes Jahr können die Arbeiten auch käuflich erworben werden. „Wir sind gespannt, wie die Besucher die Werke aufnehmen werden“, sagt Dorfgemeinschaftsleiter Hans-Peter Fromm. Er selbst ist begeistert. Es seien tolle Arbeiten entstanden. Zudem habe das Mott „Weit, weit übers Meer“ sehr breiten Interpretationsspielraum gelassen, sodass keine Skulptur einer anderen ähnelt.

Auch die Zusammenarbeit von Profis, Gymnasiasten und Dorfbewohnern habe hervorragend funktioniert. „Die Stimmung war die ganze Zeit über hervorragend“, sagt Fromm erfreut. Gerade auch das Miteinander von seinen Dorfbewohnern und den Grimmener Gymnasiasten sei von gegenseitigem Respekt und Freundschaftlichkeit geprägt gewesen und er ist sich sicher, dass keiner der beteiligten diese Bildhauerwoche in Hohenwieden – sie fand übrigens bereits zum 14. Mal statt – vergessen wird.

Eine Liste der Holzhauerarbeiten ist demnächst auf der Homepage der SOS-Dorfgemeinschaft www.sos-kinderdorf.de/dorfgemeinschaft-grimmen-hohenwieden zu sehen

Claudia Noatnick

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