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Zauberflöte im Zoo: Tamino hoch zu Ross

Stralsund Zauberflöte im Zoo: Tamino hoch zu Ross

Das Theater Vorpommern bringt Mozarts Werk für Kinder unter freiem Himmel auf die Bühne.

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Es singt sich ganz gut auf dem Pferderücken: Johannes Richter tritt als Tamino in der „Kleinen Zauberflöte“ den Beweis an. FOTOS (6): MARLIES WALTHER

Stralsund. Prinz Tamino (Johannes Richter) besteigt eine Kaltblut-Stute. Lama Dori hat ihren großen Auftritt und wird von Papageno (Maciej Kozlowski) gefüttert. Und zwei dunkelrote Papageien drehen ihre Ehrenrunde vor den Augen von Papagena (Katarzyna Rabczuk): Das Theater Vorpommern führt Mozarts „Kleine Zauberflöte“ im Stralsunder Zoo auf. Und da darf gern manches anders sein.

OZ-Bild

Das Theater Vorpommern bringt Mozarts Werk für Kinder unter freiem Himmel auf die Bühne.

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„Es ist ein optimaler Ort, ein traumhafter Arbeitsplatz“, sagte Regisseur Horst Kupich gestern bei der Durchlaufprobe für das Stück, das am Sonntagnachmittag Premiere hat. Denn wo könne man die Geschichte um den Vogelfänger besser erzählen, als mitten unter den wilden Tieren. Kupich bringt Mozarts berühmtestes musikalisches Märchen in einer Fassung für Kinder ab fünf Jahren mit drei Sängern und einer Pianistin auf die Open-Air-Bühne.

„Es passt einfach alles zusammen“, ergänzte Christopher Melching, der das Bühnenbild und die Kostüme entwarf. Und Chordirektorin Julija Domaševa, die für die musikalische Leitung verantwortlich zeichnet, findet es überaus reizvoll, selbst auch mal in ein Kostüm zu schlüpfen. Sie sitzt als Mozart am Klavier und begleitet ihre Kollegen.

Wie die einstündige Fassung der großen Oper, die sonst viermal so lange dauert, bei den Kindern ankommt, das konnte das Ensemble gestern schon mal live bei den Proben erleben. Mädchen und Jungen der zweiten Klasse aus der Karsten-Sarnow-Schule durften nach einem Projekttag im Zoo zum Thema „Tiere im und am Wasser“ vor der Bühne Platz nehmen. „Es macht den Kindern großen Spaß, wie man sieht“, sagte Lehrerin Liane Lerche, die zusammen mit ihrer Kollegin Sandra Zäringer die Chance nutzte, mit ihren Klassen praktisch eine Vorpremiere zu erleben.

Mit Feuer und Flamme sind die jungen Zuschauer dabei, als es darum geht, Mut zu beweisen und den einen oder anderen Bösewicht in die Flucht zu schlagen. Als Papageno fragte, wer denn mit auf die Bühne möchte und eine Tiermaske aufsetzen will, musste er niemanden lange bitten.

„Die ersten Reaktionen zeigen, dass die Leute auf der Bühne offenbar einiges richtig machen“, freute sich Regisseur Kupich und lobte zugleich die Zusammenarbeit mit dem Zoo, die wunderbar klappe.

Direktor Christoph Langner gab das Kompliment gern zurück und sagte: „Ohne meine Leute wäre das aber alles so nicht möglich.“ Die Tierpfleger sind es nämlich, die neben ihrer alltäglichen Arbeit nun auch mal Schauspielerfahrung sammeln. Für die Tiere bedeute das keinen Stress, versicherte Langner. Durch die Flugshows seien sie Publikum gewöhnt. Und die Aras würden jetzt schon auf ihr Stichwort reagieren und seien regelrecht aus dem Häuschen.

Aus Sicht von Horst Kupich ist die Inszenierung der „Zauberflöte“ für Kinder eine sehr schöne Gelegenheit, junge Leute mit Mozarts Musik bekannt zu machen. Die Dialoge seien an die Originaltexte angelehnt und wurden mit neuen Dialogen gemischt, erklärte Dramaturgin Svenja Gottsmann. Alle Lieder sind natürlich von Mozart. Vor allem „die Renner“ mit Wiedererkennungs-Effekt gehören dazu – wie das lustige Vogelfängerlied, Taminos romantische Bildnisarie oder das Duett von Papageno und Papagena „So viele kleine Kinderlein“...

Für Kupich ist die „Kleine Zauberflöte“ nach „Hänsel und Gretel“ in der alten Theaterwerkstatt am Knieperwall und „Rusalka“ im Meeresmuseum nun „schon so etwas wie eine Tradition – große Oper in einer Fassung für Kinder an speziellen Orten zu inszenieren“. Und er ist sicher, Mozart hätte „Juchhu“ geschrien, wenn er dieses Volkstheater erlebt hätte.

Kombi-Tickets schließen Besuch bei Tieren mit ein

Die drei Sänger spielen mehrere Rollen: Johannes Richter (Tamino und Monostatos), Maciej Kozlowski (Schikaneder/Papageno) und Katarzyna Rabczuk (Erste Dame, Pamina, Papagena) Premiere der „Kleinen Zauberflöte“ ist am 25. Juni um 15 Uhr im Zoo innerhalb der Sommerbespielung des Theaters „Ahoi, mein Hafenfestival“. Weitere zehn Vorstellungen finden zwischen dem 26. Juni und dem 18. Juli statt. Wochentags beginnen die Aufführungen meist um 10 Uhr. Die einzelnen Termine gibt es unter www.ahoi-meinhafenfestival.de. Karten sind im Internet, an der Theaterkasse, im Zoo und im Service-Center der OZ am Apollonienmarkt 16 erhältlich.

Die Tickets kosten 8 Euro für Kinder bis zu 16 Jahren und 14 Euro für Erwachsene. Enthalten ist in dem Kombi-Ticket zugleich der Eintritt für den Zoo. Das Theater rät, die Karten mindestens 30 Minuten vor Aufführungsbeginn zu kaufen und den Weg von der Hauptkasse bis zur Bühne auf der Festwiese im Zoo vorbei an den Gehegen mit einzuplanen.

Marlies Walther

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