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Grimmen Kunden verärgert: Nur noch ein Carsharingplatz in der Stadt
Vorpommern Grimmen Kunden verärgert: Nur noch ein Carsharingplatz in der Stadt
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00:00 05.07.2016

d. Autos teilen, statt eines zu besitzen gilt als Instrument gegen fehlende Stellplätze, leere Portmonees und Klimawandel. Auch die Hansestadt setzt bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzkonzeptes darauf. Seit April 2014 gibt es dafür ein Angebot der Stadtwerke in Kooperation mit der Neubrandenburger Firma Drive-Carsharing. Aktuell nutzen es 289 Kunden.

Allerdings wurde das Angebot in den letzten beiden Jahren nicht besser, es wurde schlechter. Gab es zunächst mit dem Nexöplatz, der Dompassage und dem Freizeitbad drei Stationen für die Autos, existiert aktuell seit April nur noch der am Freizeitbad. Dort stehen zwei Opel Corsa und ein Renault Clio.

„Greifswald ,schmückt’ sich mit Carsharing, aber diesen Schmuck verdient die Stadt nicht“, fasst Rainer Neumann seine Erfahrung zusammen. Gemeinsam mit seiner Frau Annerose ist der Greifswalder Kunde. „Wenn ich wie jetzt 23 Uhr zurückkommen, muss ich mit dem Fahrrad zu meiner Wohnung in die Innenstadt zurückfahren. Niemand hat uns über die Aufgabe der beiden anderen Standorte informiert, obwohl die E-Mail-Adressen aller Kunden vorliegen.“ Neumann hat schon mal auf dem Reservierungsportal nachgeschaut. Auch im August gibt’s nur einen Standort – die Schwimmhalle. Der Greifswalder ärgert sich zudem, dass er auf seine Bitten um Auskünfte an die Stadtwerke am 30. Mai und 17. Juni erst vor einer Woche eine für ihn unbefriedigende Antwort erhielt: Seit dem 1. April ist Drive Carsharing der Vertragspartner der Nutzer. Die Stadtwerke seien nur noch dessem Kooperations- und Vertriebspartner. Man habe Annerose und Rainer Neumanns Anliegen an die Neubrandenburger weitergeleitet, heißt es. Auch die OZ wird seitens der Stadtwerke an Drive-Carsharing verwiesen. Thomas Leuckfeld, fürs Auto teilen in Greifswald verantwortlich, verspricht eine gute Zukunft, die auf die kritikwürdige Gegenwart folgen werde. Dass kein Auto mehr am Nexöplatz stehe, begründet er mit den dort laufenden Bauarbeiten. Der Mietvertrag mit der Greifswalder Parkraumbewirtschaftungsgesellschaft (GPG) in der Dompassage sei wegen technischer Probleme am Standort nicht verlängert worden. „In vier bis sechs Wochen werden wir gemeinsam mit der Wohnungsgenossenschaft Greifswald zwei Stellplätze am Ernst-Thälmann-Ring anbieten“, kündigt Leuckfeld an. Mit der Wohnungs- und Verwaltungsgesellschaft Greifswald verhandele seine Firma über zwei weitere Stellplätze. „Außerdem sprechen wir mit dem Oberbürgermeister über eine Ausnahmegenehmigung für ein Carsharing-Auto auf dem Bahnhofsvorplatz.“ Dort dürfen aktuell nur Taxen fahren.

„Der neue Stadtwerkechef Thomas Prauße ist sehr fürs Carsharing, so dass wir endlich mehr Werbung machen können“, sagt er. „In den Stadtbussen wird es künftig Hinweise geben.“ Die Absicht bestätigt Stadtwerkesprecherin Steffi Borkmann. Technische Details würden später geklärt.

Eckhard Oberdörfer

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