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Grimmen Land installiert Energieagentur an der Fachhochschule
Vorpommern Grimmen Land installiert Energieagentur an der Fachhochschule
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00:01 15.07.2016

Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung MV wird im August eine Landesenergie- und Klimaschutzagentur in Stralsund einrichten. Die Agentur mit zunächst drei Mitarbeitern wird als landeseigene GmbH ins Handelsregister eingetragen. Sie hat ihren Sitz an der Fachhochschule Stralsund.

Windräder hinter St. Jakobi künden auf der anderen Seite des Strelasunds von alternativer Energieerzeugung. Die Hansestadt wird im August Sitz der Energieagentur Mecklenburg-Vorpommerns. Quelle: Stefan Sauer

Für Energieminister Christian Pegel (SPD) liegt die Notwendigkeit dieser Energieagentur auf der Hand. „Bereits im Rahmen des öffentlichen Beteiligungsverfahrens zum Landesenergiekonzept wurde aus allen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bereichen eine solche Agentur gefordert, die Beratung bietet und Kontakte zu anderen Beratungsstellen vermittelt“, so Pegel gegenüber der OZ.

Praktisch wird das laut Ministeriumssprecher Steffen Wehner so aussehen: Die neue Agentur werde die im Land vorhandenen Aktivitäten auf dem Gebiet des Klimaschutzes und der Energieerzeugung koordinieren sowie neue Projekte anschieben helfen. „Das Augenmerk liegt dabei unter anderen auf solchen Themen wie erneuerbare Energien, Energieeinsparung und Energiespeicherung sowie Elektromobilität“, sagt Wehner.

Die Wahl auf den Standort Stralsund ist dabei offenbar sehr bewusst gefallen. Christian Pegel betont: „Die räumliche Anbindung an die Fachhochschule in Stralsund sichert den Zugang zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich von erneuerbaren Energien und Klimaschutz.“

Falk Höhn, Rektor der Fachhochschule, hört das gern. „Wir sehen diese Entscheidung positiv – schließlich haben wir bereits seit Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass das Land in Zeiten der Energiewende eine Stelle braucht, wo die dazu passenden Themen gebündelt werden“, sagt der Professor. Höhn verweist im gleichen Atemzug darauf, dass die Hochschulen in MV alle zu Themen im Energiebereich forschen. In Wismar etwa zu mehr Energieeffizienz von Gebäuden, in Rostock zur Windenergienutzung und am Strelasund unter anderem zur energetischen Nutzung des Wasserstoffs.

Natürlich setzt der Rektor darauf, dass die Fachhochschule auch vom Sitz der Agentur im eigenen Haus profitiert. „Ich könnte mir Forschungsprojekte vorstellen, die auf den hier vorhandenen Grundlagen aufbauen, etwa bei der Energiespeicherung oder der Elektromobilität“, so Falk Höhn.

Im Energieministerium betätigt Steffen Wehner solche Überlegungen: „Es wird nötig sein, für bestimmte Probleme wissenschaftlichen Vorlauf zu bekommen.“ Die Energieagentur soll diese erkennen und formulieren und mit Hilfe von Drittmitteln etwa aus EU-Fördertöpfen finanzieren helfen. „Vorstellbar ist, dass für solche Vorhaben der Mitarbeiterstamm der Agentur auch projektbezogen erweitert wird“, so der Ministeriumssprecher.

Daneben soll die Landesenergieagentur aber auch Ansprechpartner zu allen Fragen des Klimaschutzes und der Energienutzung im Land sein. Das soll ebenso wie für die Wissenschaft auch für die Wirtschaft, die Kommunen und den normalen Häuslebauer gelten.

Jörg Mattern

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