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Landesregierung sorgt für Verwirrung

Stralsund Landesregierung sorgt für Verwirrung

Was, zwei Millionen für die weitere Sanierung des Johannisklosters? Die Meldung, die am Mittwochmorgen aus dem Wirtschaftsministerium kommt und schon kurze Zeit später über die Agenturen verbreitet wird, sorgt für Aufregung in Stralsund, teilweise sogar Sprachlosigkeit.

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Der Räucherboden des Klosters. Ob er für das Archiv genutzt werden kann, steht noch nicht fest.

Stralsund. „Wir haben doch noch gar kein Geld beantragt, sind erst bei der Prüfung, wie es weitergeht“, sagt der Geschäftsführer der Stadterneuerungsgesellschaft (SES), Peter Boie.

Nach dem Skandal um die von Schimmel befallenen Bücher im Stadtarchiv laufen gegenwärtig mit Hochdruck die Untersuchungen, ob das Kloster für das Archiv geeignet ist und welche Sanierungsmaßnahmen notwendig wären. In der Schweriner Pressemitteilung heißt es jedoch: „Die Klosteranlage St. Johannis wird weiter saniert. Neben Maßnahmen der Dach- und Fenstererneuerungen wird der Räucherboden zur Archivnutzung ausgebaut.“ Und dann wird Wirtschaftsminister Harry Glawe mit den Worten zitiert: „Eines der ältesten Bauwerke Stralsunds erstrahlt in neuem Glanz.“ Von den Gesamtkosten der Maßnahme in Höhe von zwei Millionen Euro soll das Land 45 Prozent tragen.

Schnell wird klar: Das ist ein ganz alter Hut. Was abrechnungstechnisch jetzt in Schwerin auf den Tisch kommt, ist längst Geschichte. Bereits 2010 begannen jene Arbeiten, von denen die Rede ist:

Dachsanierung sowie eine mechanisch unterstützende Entlüftung und ein Unterdach für die ehemaligen Klosterbuden.

„Wie es weitergeht mit dem Kloster ist ein hochkomplizierter Prozess. Darüber beraten wir gerade mit Experten“, so Peter Boie. Die Stadt hatte kürzlich bereits angedeutet, dass Ende März mit einem Konzept zu rechnen sei.

Ein Überbleibsel der im Juli 2011 beendeten Klosterarbeiten gibt es allerdings noch. Denn als alles fertig war, zeigten sich undichte Stellen im neuen Dach. Grund: Die Dachziegel-Wölbungen wiesen einen unterschiedlichen Radius auf. Der Rechtsstreit darüber ist beigelegt (die OZ berichtete), die verantwortliche Baufirma begann im vergangenen Jahr mit den Nachbesserungen. „Die mussten allerdings im Winter unterbrochen werden, wir brauchen dazu mindestens Temperaturen um sieben Grad“, so der SES-Geschäftsführer. Er rechnet damit, dass die Firma noch sechs Wochen zu tun hat.

Kloster wurde 1254 gegründet
Das Johanniskloster wurde 1254,

also kurze Zeit nach der Verleihung des Stadtrechts im Jahre 1234, als

Kloster der Franziskaner errichtet.

Architektonisch bildet das Johanniskloster eine Mischung verschiedener Stilepochen, von Gotik bis Barock

und Klassizismus.

Beim Bombenangriff auf Stralsund am 6. Oktober 1944 wurden die

kleine Johanniskirche von 1651

und das Kirchenschiff zerstört.

Das im Kloster ansässige Stadtarchiv wurde im Oktober 2012 geschlossen, nachdem massenhaft Schimmelbefall der Bücher festgestellt wurde.

Andreas Lindenberg

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