Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Landkreis verliert Rechtsstreit mit Ex-Chef des Rügener Verkehrsbetriebes

Stralsund Landkreis verliert Rechtsstreit mit Ex-Chef des Rügener Verkehrsbetriebes

Möglicherweise muss Vorpommern-Rügen nun 61 Gehälter weiter zahlen

Stralsund. Der Landkreis Vorpommern-Rügen hat den Arbeitsrechtsprozess um die fristlose Kündigung von Rolf Rümper, ehemalige Geschäftsführer des Rügener Personennahverkehrs GmbH (RPNV), in der ersten Instanz verloren. Das entschied das Stralsunder Arbeitsgericht. Rümper war Anfang Dezember 2013 im Zuge der Fusion der Verkehrsbetriebe Nordvorpommerns, Rügens und Stralsunds „aus wichtigem Grund“ entlassen worden.

Weil Geschäftsführer in bestimmten Fällen als juristische Personen gelten, sei zunächst das Landgericht für zuständig gehalten worden, sagt ein Sprecher der Behörde. Dort habe der Fall unberührt zweieinhalb Jahre gelegen, in denen Rümper nach eigenen Aussagen weder Einkünfte gehabt habe, noch eine Tätigkeit aufnehmen konnte. Dann habe sich das Gericht für nicht zuständig erklärt und den Fall an das Arbeitsgericht verwiesen, das ihn am vergangenen Dienstag verhandelte.

Weil der Landkreis – vertreten durch den Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Vorpommern- Rügen mbH, Hubert Wegener – einem Vergleich nicht zustimmte, sprach Richter Andreas Lübeck sein Urteil, in dem er die fristlosen Kündigungen vom 1. Dezember 2013 für unwirksam erklärte. Die Kündigungen waren einst wegen des „Verstoßes gegen tarifvertragliche Regeln“ und offenbar wegen Rümpers Aussagen in einem Interview mit der OSTSEE-ZEITUNG ausgesprochen worden.

Landrat Ralf Drescher (CDU) hat nun einen Monat Zeit, in Berufung zu gehen. Wird das Urteil rechtswirksam, gilt die hilfsweise ausgesprochene fristgerechte Kündigung.

Da der Vertrag von Rümper bis Ende 2018 läuft, wären dann insgesamt 61 Monatsgehälter zu zahlen. Bei der auskömmlichen Besoldung des Geschäftsführers eines öffentlichen Personennahverkehrsunternehmens dürfte die Summe deutlich oberhalb einer Viertelmillion Euro liegen, die der Landkreis eigentlich hatte einsparen wollen.

Landkreissprecher Olaf Manzke: „Wir hatten einen Prozessbevollmächtigen bei der Verhandlung, werden uns die Urteilsbegründung genau anschauen und das weitere Vorgehen beraten.“ Uwe Driest

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Grimmen
Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Verlagshaus Grimmen

Bahnhofstraße 11
18507 Grimmen
Telefon: 03 83 26 / 46 07 84

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
9.30 bis 16.30 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Almut Jaekel
E-Mail: lokalredaktion.grimmen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist