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Leben retten: In Grimmen fehlen junge Blutspender

Grimmen Leben retten: In Grimmen fehlen junge Blutspender

501 Mal ließen sich Freiwillige in diesem Jahr in der Trebelstadt piksen

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Gisela Pröber (68), Monika Erdmann (61) und Edeltraud Doß (55) beim Blutspenden in Grimmen.

Quelle: Foto: Anja Krüger

Grimmen. Der Wartebereich für die Blutspender ist voll, die vier Liegen sind belegt. Frank Lewering packt Blutkonserve für Blutkonserve in die Transportboxen. 45 Konserven sind es gestern beim letzten Spendetermin im zu Ende gehenden Jahr in Grimmen. Andrea Voellmer wirkt dennoch ein wenig unzufrieden. Die Pressesprecherin des Blutspendedienstes ist zwar voll des Lobes für die Grimmener und deren Bereitschaft, Blut zu spenden, aber es würden neue – junge – Spender fehlen, erklärt sie ihre kleine Unzufriedenheit. „Die Neuspenderzahlen sind rückläufig“, informiert sie. Gerade mal sechs Frauen und Männer hätten sich im ersten Halbjahr neu registrieren lassen.

Dem gegenüber steht das hohe Durchschnittsalter der treuen Spender. Bis zum Alter von 68 Jahren können Frauen und Männer Blut spenden. Es ist nur ein kleiner Piks. Das gesamte Prozedere mit Anmeldung, Untersuchung, der Blutspende und einem kleinen Imbiss anschließend dauert nicht länger als eine Stunde. Kein großes Opfer für jeden einzelnen Spender, „aber für kranke oder verletzte Menschen unter Umständen überlebenswichtig“, mahnt die Pressesprecherin.

Dessen bewusst ist sich auch Gisela Pröber, die extra aus Glewitz gekommen ist. Die 68-Jährige spendet seit vielen Jahren. „Weil es gebraucht wird“, begründet sie kurz und knapp. Gestern war es bereits ihre 78. Spende.

In Grimmen ist der Blutspendedienst jeden letzten Donnerstag im Monat. „Das wird sich auch im kommenden Jahr nicht ändern“, berichtet Andrea Voellmer. 42 Blutabnahmestellen gehören zu ihrem Zuständigkeitsbereich. „Von Ahlbeck bis Ribnitz-Damgarten“, beschreibt sie das Gebiet. Die Stadt Grimmen, die auch Anlaufstelle für alle Spendewilligen aus den umliegenden Orten ist, steht unter allen im Mittelfeld, was die Anzahl der Spenden angeht. 523 waren es im Jahr 2016 und damit etwas mehr als in diesem. Für 2017 stehen 501 Spenden zu Buche, im Durchschnitt also 43 pro Termin. „Viel mehr lässt die räumliche Kapazität auch nicht zu“, weiß Voellmer. Deshalb werde auch an dem vierwöchigen Turnus festgehalten. Damit seien die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer nirgends so oft, wie in Grimmen.

Dennoch bedauert Andrea Voellmer noch immer, nicht mehr in Orten, wie beispielsweise Abtshagen, Termine einrichten zu können. „Wir haben die Vorgabe, das bei einem Spendetermin wenigstens 30 Spenden abgegeben werden sollten, da sich der Aufwand sonst nicht rechnet“, erklärt die langjährige Mitarbeiterin. Ihre Überlegungen gehen deshalb dahin, Zusatztermine bei größeren Betrieben anzubieten.

„Auch bei Vereinen wäre solch ein Sondertermin denkbar – gern auch am Wochenende“, berichtet sie. Denn einen Engpass an Blutkonserven gebe es immer, vor allem in den Sommermonaten, wenn Ferien sind.

„Und ewig halten tun sie auch nicht“, informiert Andrea Voellmer.

Nur ein kleiner Piks

Mitarbeiter des Blutspendedienstes sind jeden letzten Donnerstag im Monat in Grimmen. Zwischen 15 und 19 Uhr können Frauen und Männer in der Bergstr. 4 Blut spenden.

Blut spenden kann jeder Erwachsene ab 18 Jahren bis zum 68. Lebensjahr. Dabei gilt es jedoch, einiges zu beachten. Der Spender darf nicht unter 50 Kilogramm wiegen und sollte sich gesund fühlen. Vor jeder Blutspende sollte ausreichend getrunken und auch gegessen werden.

Frauen dürfen bis zu vier Mal im Jahr Blut spenden, Männer hingegen sechs Mal.

Innerhalb der letzten zwölf Stunden sollten die Spendewilligen keinen Alkohol getrunken haben.

Der Zeitaufwand für eine Spende ist gering. Eine Stunde sollte insgesamt eingeplant werden, die Blutentnahme selbst nimmt nur etwa zehn Minuten in Anspruch.

Bei einer normalen Blutspende wird ein halber Liter Blut entnommen, der durch Zentrifugieren in seine Bestandteile zerlegt wird und so in unterschiedlichen Bereichen genutzt wird.

Anja Krüger

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