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Grimmen Leben und wohlfühlen im Haus an der Trebel
Vorpommern Grimmen Leben und wohlfühlen im Haus an der Trebel
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00:01 30.03.2017
Die erste warme Frühlingsluft genießen einige der Bewohner des Hauses an der Trebel auf dem Balkon.

Angelique ist ein fröhliches Mädchen. Lachend saust sie mit ihrem Roller durch den Garten. Da hat Alexander richtig Mühe, auf seinem Fahrrad hinterher zukommen. Aber böse ist der Junge deshalb nicht. Ganz im Gegenteil. Nach ihrem kleinen „Rennen“ entern die beiden die Schaukel im Garten und lassen sich treiben.

Grimmener Pflegeeinrichtung besteht seit 15 Jahren

Angelique (12) und Alexander (7) sind zwei der insgesamt 48 Bewohner, die im „Haus an der Trebel“ ein Zuhause gefunden haben. In der Einrichtung werden geistig beziehungsweise geistig mehrfach behinderte Menschen betreut. „Sie erfahren hier eine umfassende Pflege und Versorgung, die durch unser kompetentes Pflegeteam sowie zusätzliche Betreuungsfachkräfte gesichert wird“, sagt Yvonne Becker.

Sie arbeitet seit 2013 als Regionalleiterin in Grimmen. Vorher, so erzählt sie, war sie in einem Bundeswehrkrankenhaus tätig gewesen. Auslandseinsätze inklusive. Kein Job, der sich mit einer Familie verträgt. Deshalb drückte Yvonne Becker noch einmal die Schulbank, studierte in Neubrandenburg Pflegemanagement. „Und dann hab ich mich in Grimmen beworben und wurde genommen“, erzählt sie. Neben dem Haus an der Trebel leitet sie auch das Dr.-Gerhardt-Haus in Groß Lehmhagen, das sich ebenfalls im Menschen mit körperlichen Einschränkungen kümmert.

Die Arbeit hier sei natürlich eine ganz andere, aber sie habe sich schnell hineingefunden. Es sei eine Arbeit, die ihr Spaß mache. Trotz der schweren Schicksale, die teilweise hinter ihren Schützlingen stünden. „Auch wenn ich nicht direkt in der Pflege tätig bin, sehe ich doch unsere Bewohner täglich und erfahre regelmäßig große Dankbarkeit. Von ihnen selbst wie auch von ihren Angehörigen“, sagt sie. Vor allem für die Angehörigen sei es einen Riesenerleichterung, wissen sie doch ihre Lieben hier in besten Händen.

„Mittlerweile gibt es unser Haus hier seit 15 Jahren“, weiß Bereichsgeschäftsführer Jens Tode. Von Anfang an habe es in Grimmen eine große Akzeptanz gegeben. „Wir wurden und werden von der Stadt sehr gut unterstützt und sind über die Jahre gut integriert worden“, sagt er dankbar. Gleich zwei gute Gründe, das 15. Jubiläum mit einem zünftigen Sommerfest zu begehen. „Es findet am 6. Juli statt und neben den Bewohnern unseres Hauses und deren Angehörigen sind auch alle Grimmener herzlich dazu eingeladen“, so Becker.

Pflegeeinrichtung in Grimmen

Das Haus an der Trebel wurde im Jahr 2002 gebaut.

Die Pflegeeinrichtung wird unter dem Dach des Pommerschen Diakonievereins geführt.

48 Menschen mit geistigen bzw. geistig Mehrfachbehinderungen erfahren hier eine kompetente Pflege und Versorgung.

Der jüngste Bewohner ist vier Jahre alt, der älteste 60 Jahre.

Einige Kinder und Jugendliche der Einrichtung besuchen regelmäßig die Sonnenblumenschule in Franzburg.

Claudia Noatnick

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