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Grimmen Letzte Arbeiten am Waldlehrpfad im Stubbendorfer Forst
Vorpommern Grimmen Letzte Arbeiten am Waldlehrpfad im Stubbendorfer Forst
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12:54 03.03.2018
Die Baumsteiger Malte Haarmann (l.) und Henning Friz bauen der Adler-Attrappe einen neuen Horst. Quelle: Philip Schülermann
Stubbendorf

Aus der Ferne sind nur gelb-rote Farbtupfer zu sehen, hoch oben im Baum, mitten im Wald zwischen Tribsees und Bassendorf. Zwei Arbeiter hängen dort gut gesichert und bauen ein Nest, genauer einen Adlerhorst. Die Attrappe ist Teil eines Lehrpfades im Stubbendorfer Wald. Mit Abschluss dieser Arbeit ist der Rundweg so gut wie fertig.

Lehrreicher Abstecher

Der Waldlehrpfad ist Teil des Erlebnis- und Wanderweges im Trebeltal, der sich über 30 Kilometer durch das Hinterland schlängelt. Er ist aber auch eigenständig. Das ist an den grünen statt sonst blauen Hinweisschildern zu erkennen. Ziel der Route ist sei es „das Küstenvorland touristisch aufzuwerten“, sagt Revierförster Jörg Ludwig. Der Abstecher an den grünen Schildern richte sich vor allem an Kinder und Jugendliche.

Spielerisch lernen

Rund zweieinhalb Kilometer misst der neue Streckenabschnitt. An fünf Stationen warten Infotafeln oder Quiz zum Thema Flora und Fauna – auf Deutsch und für Touristen auf Englisch. Spielerisch sollen Kinder etwas über Wald, Natur und Biodiversität lernen, auch um sich mit der Natur vertraut machen und für das Thema sensibilisiert zu werden. „Der Waldlehrpfad wird mehr Besucher anlocken als der Erlebnispfad Trebeltal“, sagt Wolfgang Behl vom Landesforstamt.

Baumsteiger arbeiten in luftiger Höhe

An einer der Stationen geht es um Schreiadler. Deren Horst bauen Malte Haarmann, Henning Friz und Johannes Bilke vom Forstamt Schlemmin. Sie sind Baumsteiger, eine Mischung aus Forstwirt und Industriekletterer. Ohne Steigeisen sind sie in den Baum geklettert, „damit er nicht verletzt wird“, sagt Johannes Bilke. Als Unterkonstruktion dient ein im Kreis gelegtes Seil, das die Männer mit Ästen verzieren, damit es wie ein Horst aussieht. „Das haben wir schon im Dezember gemacht, aber es hat dem Sturm nicht standgehalten“, erklärt Bilke. Nun bekommt der Adler aus Holz ein neues, stabileres Zuhause, das sich Besucher von unten aus mit einem Fernglas genauer ansehen können.

Aus der Natur direkt ins Internet

Am anderen Ende des Waldlehrpfades liegt die Streuobstwiese. Zukünftig soll dort auch ein Bienenvolk leben. Alles dreht sich um die Natur und Nachhaltigkeit. Ganz ohne Technik geht es dann aber doch nicht. „Es gibt QR-Codes, die man mit dem Handy abscannen kann“, erklärt Behl. Die Besucher können so im Internet noch mehr über Tier und Wald erfahren – oder den Schreiadler schreien hören.

70 000 Euro kostet der Pfad

Die Schilder und Spiele sind massiv gebaut: Sie bestehen aus lackiertem Edelstahl. Eine Vielzahl der kleinen Infotafeln sind zu klappen, im Inneren befinden sich die Informationen. Im Labyrinth zum Beispiel sollen die Wege befestigt werden und eines Tages dicht bewachsen sein. 70<TH>000 Euro hat das Projekt im Stubbendorfer Wald laut Landesforst gekostet. 85 Prozent davon seien mit Fördermitteln finanziert worden, sagt Wolfgang Behl.

Schülermann Philip

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