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Grimmen Grimmener spendete 148 Mal Blut
Vorpommern Grimmen Grimmener spendete 148 Mal Blut
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04:01 05.05.2018
Der Grimmener Walter Scholz bei seiner 148. Blutspende. Quelle: privat
Grimmen

Jetzt ist endgültig Schluss. 148 Blutspenden hat der Grimmener Walter Scholz geschafft. 150 Spenden waren sein Ziel, aber das wird er wohl nicht mehr erreichen. Auch, weil Walter Scholz inzwischen 71 Jahre alt ist.

In der vergangenen Woche gab er nun zum 148. Mal Blut. Etwa 74 Liter insgesamt sind das in den vergangenen Jahrzehnten gewesen. In den letzten Jahren waren immer wieder seine Eisenwerte im Blut zu niedrig und er wurde selten zur Spende zugelassen. Deshalb hatte er vor gut einem Jahr schon mit dem Blutspenden abgeschlossen. „Aber dann hat mich der Ehrgeiz doch noch einmal gepackt, ich habe mir Eisentabletten gekauft und konnte jetzt noch einmal spenden“, erzählt er.

Gerade mal 18 Jahre jung war Walter 1964, als er zum ersten Mal von seinem Blut gab. Waldemar Lachmann und Hans Wiedemann vom Roten Kreuz hätten in damals angesprochen und um die Spende gebeten, erinnert er sich. Als Fachverkäufer für Lebensmittel habe er zu dieser Zeit im HO Kreisbetrieb Grimmen gearbeitet. Anfangs gab es sogar noch ein kleines Entgelt: zweimal 28 und zweimal sogar 48 Mark bei vier Spenden im Jahr. Er habe aber immer darauf verzichtet.

„Blut kann man nicht bezahlen“, ist er überzeugt. „Ich habe niemals Geld dafür genommen“, betont er. Geärgert hat er sich deshalb, als er auf den Spendenaufruf bei einem der schweren Erdbeben in Algerien mit einer Blutspende statt mit Geld helfen wollte, das aber abgelehnt wurde. „Da waren so viele Menschen verschüttet und verletzt. Es wurde auf jeden Fall Blut gebraucht. Aber es ging mal wieder nur ums Geld“, erinnert er sich.

„Wer jung und gesund ist, sollte Blut spenden. Das ist so wichtig“, sagt Walter Scholz und ruft damit auf, die regelmäßigen Spendentermine in Grimmen zu nutzen. Leider treffe er dort aber immer nur die gleichen Spender an, meist schon ältere, die seit vielen Jahren dabei sind. Als es noch die Berufsschule in Grimmen gab, gab es auch dort Spendentermine und junge Leute seien so auf das Blutspenden aufmerksam gemacht worden. Extra Termine – vielleicht in Betrieben der Stadt – wären sinnvoll, sagt er.

Jaekel Almut

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